Eure aktuelle Demo-CD „Assforce One“ ist erst wenige Wochen jung. Wie waren die Rektionen bisher darauf?
Die Reaktionen waren bis jetzt durchweg „posertiv“…alle anderen hören Techno!!! Ihr ward schon bei so einigen Bandwettbewerben am Start.
Was waren Eure größten Erfolge bisher?
Also es gibt da 3 „Erfolge“ herauszuheben: zum Ersten natürlich der 2. Platz beim Goldenen Scheinwerfer 06, dem größten Saarländischen Nachwuchswettbewerb. Da waren wir auch grad erst ein halbes Jahr in der aktuellen Besetzung zusammen. Dann natürlich die Qualifikation für das Bundesfinale zum Eurockéennes, an dem nur 4 Bands teilnehmen durften. Zu guter letzt dürfen wir aber auch nicht vergessen, zu erwähnen, dass wir bei einem kleinen Contest mal Dönergutscheine gewonnen haben…;-)
Welche Bedeutung sprecht ihr generell Bandcontests zu, wie wichtig und notwendig sind sie Eurer Meinung nach?
Zum einen muss man leider sagen, dass diese Contests keinen großen Einfluss auf den Erfolg von Nachwuchsbands haben, weil sie meistens nicht objektiv ablaufen. Wenn der Contest beispielsweise durch das Publikum entschieden wird, gewinnen immer Bands aus dem jeweiligen Ort…und nicht die Band, die qualitativ am besten war. Auch Jurys sind leider nicht immer ganz objektiv. ABER: solche Contests stellen natürlich immer eine Auftrittsmöglichkeit vor meist großem Publikum dar und das Line- Up ist meistens richtig gut. Das eröffnet den teilnehmenden Bands natürlich auch wieder die Möglichkeit, Kontakte herzustellen…und was wichtigeres gibt es nicht!!!
Ihr kündigt „Assforce One“ als erste professionelle Demo-CD an. Was ist mit Eurem Vorgänger „Poser Pool Party“?
Das Album „Poser Pool Party“ haben wir im eigenen Proberaum aufgenommen und später auch selber gemixt und gemastert. Es ist also eher semi- professionell.
Denkt ihr darüber nach, „Poser Pool Party“ später noch einmal in einem besseren Soundgewand nachzureichen?
Wir haben’s eigentlich nicht vor! Zum einen ist die Qualität an sich gut genug und die CD verkauft sich ja auch nicht schlecht. Aber vor allem wollen wir uns in nächster Zeit wirklich mal neuen Songs widmen.
Euer Name tauchte bereits das erste Mal bei einem Schulprojekt auf. Wie lange ist das jetzt her?
Das ist so nicht ganz richtig! Die Ursprungs- Besetzung hat sich als eine Abiturband zusammengefunden und bei einem Schulmusical hat sich ein gemeinsames Musikinteresse festgestellt. Das hat dann NACH dem Abi zur Gründung von „An Assfull Of Love“ geführt. Mit der Schule hatte das dann aber nichts mehr zu tun…
Nach diversen Wechsel seid Ihr in der aktuellen Besetzung im Jahr 2006 richtig durchgestartet. Ist das derzeitige Line Up genau die Chemie, die Assfull of Love gebraucht hat?
Bei der aktuellen Besetzung stimmt einfach die Chemie. Sowohl auf der Bühne als auch außerhalb. Wir machen an sich auch sehr viel zusammen und das wirkt sich auch auf die Musik und den Spaß daran aus. Der Erfolg spricht dann für sich. Bisher hat uns jeder den Spaß auf der Bühne attestiert. Die Band möchte zur aktuellen Besetzung kurz etwas sagen: Flo: „Alle doof außer mich!“; Bernd: „Für 1 Mal Po- Sex die Woche mach ich alles!“; Nico: „Ich find das gut, aber ich mach’s eigentlich nur wegen dem Alk!“; Sascha: „Weil die Leute geil sind!“ ; Daniel: „Jeder bringt was mit, das andere Leute nervt. Zusammen ist das einfach UNSCHLAGBAR!“
Wo kann man Euch dieses Jahr noch Live erleben?
Wenn ihr uns hören wollt: BUCHT UNS!!! Wir spielen überall, am liebsten da, wo’s Freibier gibt. Ansonten findet ihr alle Termine auf unsere Homepage oder bei myspace. Geplante Auftritte sind außerdem: „Rock im Kindergarten“, „The Altenheim goes wild“, „Asskick the Sonderschule“ und das „Loud and fast Festival“ auf der A1 ;-)
Ah…ja ;-) Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Glam, Gothic- und Metalszene?
Leider ist diese Szene zu abgespalten und erlangt daher kaum Aufmerksamkeit. Die aktuelle Pop- Musik entfernt sich leider vom handgemachten Rock. Wir sind daher zu folgendem Schluss gekommen: „Tokio Hotel und die Killerpilze haben alles zerstört, was Metallica und Guns’n’Roses über Jahre aufgebaut haben!“
Welche Vor- und/oder Nachteile seht ihr in große Webcommunities wie z.B. myspace?
Communities wie myspace o.Ä. sind für Nachwuchs- und Undergroundbands natürlich unverzichtbar. Der wohl größte Vorteil ist, dass sich unbekannte Bands präsentieren und publizieren können. Außerdem machen diese Communities es den Bands sehr einfach, Kontakte zu knüpfen…vor allem auch überregional! Das macht Plattformen wie myspace so wertvoll! Der Nachteil ist, dass es natürlich einiger Arbeit bedarf, ein Profil bzw. mehrere Profile bei den verschiedenen Plattformen in Stand zu halten und immer wieder zu aktualisieren. Außerdem verliert man bei den Unmengen von Communities so langsam den Überblick. Von den daraus resutlierenden Spammails wollen wir jetzt gar nicht erst sprechen…
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Ohjee…da hätten wir jetzt einiges zu erzählen. Wir beschränken uns einfach mal auf die kuriosesten Sachen. Die Polizei hat uns mal bei einem Konzert zu einem unfreiwilligen, spontanen Unplugged- Auftritt „verholfen“. Wir sollten die Lautstärke so weit runterdrehen, dass es einfach nicht mehr möglich gewesen wäre, die Songs normal zu spielen. Also haben wir (ungeprobt) einen Unplugged- Gig draus gemacht. Hat nen riesen Spaß gemacht und war ne wertvolle Erfahrung. Eine andere sehr lustige Art des Auftritts hatten wir auf einer größeren Party. Die Stimmung war irgendwann so gut, dass die komplette Bühne gefüllt war mit Publikum, das zu dem noch halbnackt war! Die Stimmung war unvergleichlich!!! Gerade bei solchen Auftritten, bei denen man auch mal das ein oder andere Bier zu viel trinkt, passieren immer wieder lustige Dinge: man fällt fast von der Bühne, kann seine Gitarre nicht mehr halten und entwickelt spontan vollkommen neue Variationen seiner eigenen Songs…alles schon vorgekommen! Leider bleiben auch schlechte Erfahrungen nicht aus. Wir wollen keine Namen nennen, aber ein Veranstalter, für den wir schon ein paar Mal gespielt haben, schafft es immer wieder, die Zeit so knapp zu planen, dass Spielzeiten von Bands gekürzt werden mussten…und aus irgendwelchen Gründen, waren es immer WIR, denen Spielzeit abgezogen wurde…sowas ist schade, weil jede Band gerne spielen würde und gerade die Zuschauer, die für die jeweilige Band Eintritt bezahlt haben, im Prinzip benachteiligt werden. Weitere lustige Erfahrungen würden wir gerne bei den Begriffen „Dick- dipping“ und „Dick- slapping“ belassen…;-)
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
5 Bier bitte!!!Lass ma auf die Couch setzen…. Prost und FUCK YEAH!!!!
Fotos: Tobias Hein froggi@saarstar.net |