Durch den frischen Wind der Rhythmusgruppe war das natürlich leicht, aber auch schwer, da wir viel Songmaterial aus alten Tagen benutzten. Ich denke das nächste Album ist auf jeden fall noch einen ganzen Schritt experimenteller aber auch noch mehr mit alten Klischees bestückt.
Interessant, ihr habt neben den klassischen Rockinstrumenten auch Trompeten und Posaune auf Eurem aktuellen Album integriert. Wie kam es zu dieser Idee?
Ich selbst bin schon immer fasziniert von Bläsersätzen in Songs. Außerdem kommen Blasinstrumente im Glamrockbereich hin und wieder mal vor. (Cinderella, Hanoi rocks, Aerosmith). Zu der Idee kam es dadurch, dass unser Drummer die Jungs, die das eingespielt haben kannte. Andererseits war es natürlich ein sehr lustiger Zufall, dass die Jungs aus einer komplett anderen musikalischen Ecke (Oelsnitzer Blasmusikanten) kamen.
Ist bereits ein Nachfolger von „Don`t Stop Rocking“ in Aussicht?
Also ich arbeite im Moment im Proberaumeigenen Studio extremst fleißig an ca. 22 neuen Songs, welche ich dann noch mal Freunden und einzelnen Fans vorlege, um rauszufiltern welche Songs am ehesten das Potenzial haben auf die nächste Scheibe zu kommen, welche ich aber eher Soloalbum sehe, um noch mehr Dinge ausprobieren zu können. So ist zum Beispiel ein Song mit einer Hip Hop Band aus Chemnitz geplant. Fazit: Die Zusammenarbeit als Fearless ist im Moment ein wenig auf Eis gelegt. Evtl. werden einzelne Auftritte als Akkustikprojekt mit Edd (Bassist u. Backing vocals) stattfinden.
Dave, welche Umstände und Themen inspirieren Dich beim Texte verfassen?
Das sind in erster Linie eigene Erfahrungen, kombiniert mit fiktiven Geschichten oder umgekehrt. Themen sind teilweise sehr banale Situationen im Leben, die sich oft dramatisch zuspitzen. So erzähle ich meine Geschichten.
Ihr seid im Jahre 2010, in welche Richtung hat sich Experiment Fearless entwickelt?
Ich persönlich sehe mich in der Zukunft weiterhin daran arbeiten, den Glamrock mit moderneren Einflüssen zu verbinden, ohne dabei die Positive Energie und die eingängigen hymnenartigen Melodien zu verlieren. In der Hoffnung durch einen zeitgemäßen Sound (Klangbild) diese Musikrichtung wieder einer größeren Masse nahe zu bringen. |