Katrin: Das neue Baby wird den Namen „Heimatlos“ tragen und ist eher eins von der ruhigen Sorte (um die Nerven von Mutti und den vier Vätern nicht zu überstrapazieren!) Nein, im Ernst: Die Aufnahmen gehen gut vorran und wir freuen uns auf das Ergebnis... bei DEM Genmaterial!
Auf Eurer (noch) aktuellen Demo-CD findet man sowohl englisch- als auch deutschsprachige Songs. Wohin führt der Weg oder wollt ihr Euch diesbezüglich Optionen auch für die Zukunft offenhalten ?
Daniel: Wir lassen uns da weder limitieren noch festlegen. Mittlerweile sind zwar alle neuen Texte in deutscher Sprache verfasst, aber das kann sich auch wieder ändern, wenn wir das Gefühl haben sollten, über ein bestimmtes Thema nicht auf deutsch schreiben zu können. Vielleicht drängt es mich in Zukunft ja mal, auf suaheli über Erdnusskuchen zu schreiben ... ;-) „Into Infinity“ klingt für mich erfreulich abwechslungsreich.
Welche Schaffensperiode habt Ihr hierzu durchlebt?
Daniel: Die Songs sind über einen längeren Zeitraum entstanden, da wir immer Probleme haben, gemeinsame Proben zu organisieren. Außerdem spiegelt sich in dieser Abwechslung die Band mit all ihren verschiedenen Einflüssen wieder, die die einzelnen Musiker durch ihre verschiedenen Geschmäcker mit einbringen.
Es fällt auf, das Eure Songs sowohl wundervolle Melancholie a la Anathema, als auch (speziell in den deutschsprachigen Songs) durch Katrins Akzente eine gehörige Portion Wucht und Ausdruckskraft in den Stücken besitzen. Wo genau liegen Eure Vorbilder?
Daniel: Ich für meine Person sehe meine eigentlichen Vorbilder wie David Gilmour und Jimmy Page gar nicht als direkten Einfluss auf unsere Musik. Ich denke, da bin ich einfach von vielen Bands beeinflusst, die ich höre, wie z.B. Anathema, Charon, Porcupine Tree oder HIM.
Katrin: Ich war eine Zeit lang auch sehr beeinflusst von klassischem Gesang, was gelegentlich immer noch durchschlägt. Spezielle Vorbilder in meiner Art zu Singen habe ich nicht, jedoch beziehe ich, wie auch Daniel, meine Inspiration aus Lieblingsbands wie Letzte Instanz und den Smashing Pumpkins.
Eure Lyrics glänzen durch starken Tiefgang. Wer zeichnet verantwortlich dafür, wie entstehen sie?
Katrin: Die Texte stammen entweder aus Daniels oder aus meiner Feder; jedoch, vor allem bei den neusten Songs, hat Daniel einer wahren Flut von Ideen Luft gemacht. Es sind Momentaufnahmen, persönliche Erfahrungen und Eindrücke aus unserem Leben. Ich denke, gerade weil die Texte in emotionalen Momenten entstehen und niemand sich etwas aus den Fingern saugen muss, sind sie nachvollziehbar und vor allem nachfühlbar.
Steht eine Geschichte hinter dem Bandnamen Frozen Memory, was bedeutet er für Euch?
Daniel: Es waren damals vor allem Anathema, die mich angetrieben haben, eine Band zu gründen. Daher sollte der Bandname auch einen direkten Bezug dazu haben. Letztendlich fiel die Wahl auf den Song „Destiny“ von Anathema, in dem es die Textzeile „Into infinity – frozen memory“ gibt, was auch gleichzeitig den Titel unseres zweiten Demos begründet. Ich fand den Namen klangvoll, außerdem stellt er eine Art Überschrift zu fast all meinen Texten dar.
Nochmal zurück zu Eurem kommenden Release. Was erwartet Fans und Leser?
Daniel: Es darf ein Konzeptalbum erwartet werden, das im Ganzen sehr balladesk ausfällt und bis auf einen Bonustrack komplett auf deutsch verfasst ist. Ich denke, wir sind mit den neuen Songs unserem eigenen Stil wieder einen großen Schritt näher gekommen, alle Songs klingen einfach deutlich nach uns. |