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At Daggers Drawn
 
Vol.10 Schriftzug
 

 

"Die Zukunft dieses Planeten nicht unserer Gegenwart opfern"

Was war einst das einschneidende Erlebnis in Eurem Leben, Euch aktiv der Muse hinzugeben?

Pierre: Ich schätze, das war das erste Mal, als ich bei meinem Onkel eine E-Gitarre mit verzerrtem Sound anspielen durfte. Da war ich so um die 10 Jahre alt.

Markus: Bei mir gab es kein einschneidendes Erlebnis, sondern eher einen schleichenden Prozess. In meiner Familie mütterlicherseits wurde immer schon viel musiziert und gesungen, also wurde ich zwangsweise damit groß.

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Wenn Ihr mit Eurer Musik auch die entferntesten Winkel des Planeten erreichen würdet, welche Botschaft würdet Ihr auf musikalischem Wege transportieren und der Menschheit nahe bringen?

Pierre: Das wären die gleichen Botschaften, die ich jetzt auch schon versuche zu vermitteln, wie z.B.: Wir sollten die Zukunft dieses Planeten nicht unserer Gegenwart opfern.

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in der aktuellen Musikentwicklung: weg von physischen Tonträgern hin zu Downloadvertrieb?

Markus: Ich bin mir nicht sicher, ob man von Vor- oder Nachteilen sprechen kann. Es ist einfach ein anderes, ein neues Medium, das an die heutigen Bedingungen und Gegebenheiten angepasst ist. In einer Zeit, in der das Handy zum tragbaren, alleskönnenden Mini-PC geworden ist, alles schnelllebiger und mobiler wird und Apple passend dazu sein iPad auf den Markt bringt, ist diese Entwicklung - von den CDs zu den besser zu handhabenden MP3s - für mich völlig logisch.
Ob man das jetzt positiv, negativ oder neutral betrachtet, hängt meiner Meinung nach aber am ehesten davon ab, in welcher Generation und in welchem Umfeld man groß geworden ist. Also alles rein subjektiv.

Rafael: Ich bevorzuge dennoch die gute „alte“ CD, denn es ist schon immer ein bissle Emotion dabei, wenn die neue Scheibe von „?%!&“ auf den Markt kommt und diese dann Einzug in meinen CD-Ständer hält. MP3s oder sonstige Formate lagern stets irgendwo auf ‘ner Festplatte und sind eher unpersönliche Datenansammlungen, die je nach Menge und Lagerungssystem auch mal schnell unübersichtlich werden.

Wie wichtig sind Eurer Meinung nach Fan- und Undergroundzines für die Musikszene?

Pierre: Ohne Fanzines hätte ich viele tolle Bands vielleicht niemals kennen gelernt. Undergroundzines, die nicht gewinnorientiert arbeiten, sind in der Lage relativ unabhängig und ehrlich zu berichten. Und das ist mir wichtig.  

Rafael: Jawohl, so schaut’s aus! Sieht man in dem einen oder anderen „großen“ Magazin die Anzeigen der Labels und Vertriebe, muss man sich nicht wundern, dass manche Platten niemals eine schlechte CD-Kritik bzw. Besprechung erhalten werden. Undergroundmagazine sind meines Erachtens nach subjektiver was den Schreiber und objektiver was die Unabhängigkeit angeht, als kommerzielle Magazine.

Mit wem würdet Ihr gerne einmal zusammen die Stage betreten oder im Studio sein?

Rafael: Mein absoluter Traum wäre einmal mit In Flames auf Tour zu gehen. Und ich spreche sicher im Namen aller Bandmitglieder, wenn ich hier sage: In Flames ist DIE Band, die uns alle musikalisch am ehesten verbindet.

Markus: Wie Rafael schon gesagt hat: In Flames verbindet uns musikalisch noch am ehesten. Ansonsten wären da noch Killswitch Engage, Soilwork, Dark Tranquillity, Arch Enemy, The Haunted, Hatesphere oder Machine Head zu nennen. Aber dabei belass ich es jetzt auch besser, die Liste würde sonst definitiv zu lang.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen, die letzten Worte gehören wie immer Euch!

Danke Dir fürs Interview!

 
At Daggers Drawn im Dark Feather: Ausgabe 7
At Daggers Drawn zuhause: www.myspace.com/atdaggersdrawnmetal

 

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