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Embercrow
 
Vol.10 Schriftzug
 

 

Emotionen als Weg zur Musik

Was war einst das einschneidende Erlebnis in Eurem Leben, Euch aktiv der Muse hinzugeben?

Robert: In gewisser Hinsicht bedarf es eigentlich keines einschneidenden Erlebnisses. In der Regel rutscht man einfach in die Szene rein, hat aber nix mit den falschen Freunden zu tun (wovor man immer von Mama und Papa gewarnt wird). Im Gegenteil: Ich denke es sind die richtigen Freunde, die einen in solche Kreise ziehen. Den dazugehörigen Dopekonsum möge da jeder für sich als positiv oder negativ bewerten. :) Wer jedoch schon mal Mitten in einer Menge von tausenden von Menschen stand, die alle den Song eines Künstlers mitgesungen haben so ist das doch einschneidend. DAS sind Emotionen, DAS berührt! Und wer sich wünscht mal oben auf den Brettern zu stehen: Der ist auf dem richtigen Weg! Als kleinen Tipp: Lernt Schlagzeugspielen! Die schleppen nämlich die Mädels ab! :D 

Bengt: Schlagzeuger sind laut und brauchen zu viel Platz im Auto....

Embercrow

Wenn Ihr mit Eurer Musik auch die entferntesten Winkel des Planeten erreichen würdet, welche Botschaft würdet Ihr auf musikalischem Wege transportieren und der Menschheit nahe bringen?

Robert: Die Frage ist doch was will die Menschheit in den entferntesten Winkel des Planeten. Wollen sie rocken? Dann kommen wir! Wollen sie Brot? Dann kommen wir auch, nur ohne Gitarren... ;) 

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in der aktuellen Musikentwicklung: weg von physischen Tonträgern hin zu Downloadvertrieb?

Robert: Ich denke, dass diese Entwicklung eher ein Nachteil ist. Allerdings war ich einst auch ein Verfechter der CD. Aber mal ehrlich: Was gibts denn Geileres als ein frischgekauftes, frischgedrucktes Booklet?? Man riecht die Farbe, das Licht bricht sich auf der CD. Man berührt die gesamte Bandbreite an Mühe, Schweiß und Tränen, die mit einem solchen Werk verbunden sind.

Bengt: Statt hier lange Reden zu schwingen verweise ich lieber auf ein super Buch zum Thema: "Free: The Future of a Radical Price" von Chris Anderson (http://books.google.de/books?id=lLZbXN2odVYC&dq=free+anderson&source=bl&ots=MREOmmbOFF&sig=45pfMOJnm5FFFaDvEEm5BqG6H08&hl=de&ei=HcHqS8e-DM-OOIm8iJcL&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBoQ6AEwAA). Alles im allem denke ich das die Entwicklung hin zu digitalen Medien überaus positiv ist (den Rest sagt Chris dann sehr eloquent in seinem Buch ;-))

Wie wichtig sind Eurer Meinung nach Fan- und Undergroundzines für die Musikszene?

Robert: Ich denke, dass Undergroundzines sehr wichtig sind. Letztendlich haben ja auch die großen Magazine mal ganz klein angefangen, allerdings haben sie auch teilweise vergessen wo sie herkommen und verfallen sehr rasch dem Mainstream. Wir beobachten gerne was aus Euch wird. Wenn´s soweit ist, dann holen wir Euch gerne auch wieder runter. ;)
Bengt: Sehr wichtig. Warum sollte sich die unabhängige Musikszene an die Großen heften?

 Mit wem würdet Ihr gerne einmal zusammen die Stage betreten oder im Studio sein?

Robert: Oha, gute Frage... Mit wem nicht? Immerhin plane ich für meinen Teil meinen Lebensunterhalt als Sound Engineer zu bestreiten. Von daher wäre das Ding mit dem Studio ja abgebacken: Kommt am Besten alle vorbei. :) Tja, was die Stage angeht, hätte ich tierisch Bock mal das Schlagzeug bei The Doors´ "Light my Fire" oder wahlweise "The End" zu spielen. Als Gegensatz dazu vielleicht mit Bengt, Jost, Simon und Marcos. Die Combo macht mir bisher am meisten Spaß und die Akteure leben alle noch. Ich denke wir nennen uns dann einfach "EMBERCROW"!!!! :)

Bengt: Slayer, Wagner und Charlie Parker... Gleichzeitig. EVERYBODY SOLO!!!

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen, die letzten Worte gehören wie immer Euch!:

Robert: Ungewohnt, hab sonst nie das letzte Wort...... Spaß bei Seite: Vielen Dank für Euer Interesse und ich hoffe man sieht und hört sich. Einen besonderen Gruß sende ich auf diesem Weg an das Gothic-Cafe "Umbra de Noapte" in Cluj-Napoca, Transylvanien.

 

 
EMBERCROW im Dark Feather: Ausgabe 8

 

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