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Osiris T.
 
Vol.10 Schriftzug
 

 

Einzelne Menschen berühren

Was war einst das einschneidende Erlebnis in Eurem Leben, Euch aktiv der Muse hinzugeben?

Amira: Ich kann mich da sehr an ein Kindheitheitserlebnis erinnern. - Da habe ich mir aus Joghurtbechern ein Mikrophon gebastelt. – ich habe eine Schnur durch den Boden des Bechers gefädelt, denn ein Kabel musste ja auch noch dran. Das verstärkte meine Stimme.
So stand ich fast jeden Tag auf der  Drehscheibe vom Güterbahnhof in Braunschweig und sang. Das war meine erste Bühne. Ich habe schon seit meiner Kindheit davon geträumt eine Sängerin zu werden. Das hat mich sicherlich geprägt.

Tassos: Als ich Amira an der Kunsthochschule kennenlernte - wir beide haben Malerei studiert - haben wir oft zusammen  auf Ausstellungseröffnungen für Freunde gespielt. Wir haben da sehr verrückte, experimentelle Musikperformances gemacht. Das kam alles ziemlich gut an und da merkten wir, dass wir die Leute sehr gut begeistern konnten. Dasselbe versuchten wir später mit „richtiger“ Musik und Band. Das kam auch sehr gut rüber und so haben wir uns immer mehr der Musik hingegeben.    

DaNiel: Nachdem ich eine Metallica- CD von meiner Schwester geklaut hatte und das Lied ’’Fade to Black’’ hörte, bekam ich Gänsehaut und fühlte, Musik wird eine große Rolle in meinem Leben spielen. Ich wusste, ich will ein Instrument spielen und später auf der Bühne stehen. Und da mein Schwager Drummer war und ich die Leute hinter der Schießbude schon immer cool fand, dachte ich, das ist das richtige Instrument für mich. Drummer werden zwar immer noch nicht als echte Musiker angesehen, aber damit komme ich klar :-) 

Wenn Ihr mit Eurer Musik auch die entferntesten Winkel des Planeten erreichen würdet, welche Botschaft würdet Ihr auf musikalischem Wege transportieren und der Menschheit nahe bringen?

DaNiel: Egal wo, egal wann. Immer das Gefühl von Freiheit, Lebenslust und Freude. Oberflächlich gesehen ist unsere Musik gemacht zum Feiern. Hört man genauer hin, spiegelt sie eine Lebenslinie von Höhen und Tiefen wieder.

Osiris T.

Amira: Ja, so sehe ich das auch. Eine weitere Botschaft wäre sicherlich: Lasst euch mal ein, auf etwas Anderes, Neues und Unbekanntes. Aber es wäre schon ein vermessenes Ziel, die ganze Menschheit erreichen zu wollen. Wenn man einzelne Menschen berührt, dann hat man mit der eigenen Kunst schon die Welt verändert.    

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in der aktuellen Musikentwicklung: weg von physischen Tonträgern hin zu Downloadvertrieb?

DaNiel: Man geht nun mal mit der Zeit. Ich persönlich habe lieber eine echte CD meiner Lieblingsband im Schrank. Allerdings sind wir im Zeitalter des Internets und der Download gibt einem die Möglichkeit sofort seinen Lieblingstrack zu hören. Ich denke, das ist alles Geschmacksache.

Tassos: Mir geht es genauso. Ich selbst mag den Download nicht so sehr. Ich hab da auch lieber eine CD mit Hochglanzcover in der Hand. Der Downloadvertrieb hat natürlich auch große Vorteile, besonders für Newcomer, die kein Label haben und sich selbst keine CD-Produktion leisten können.

Wie wichtig sind Eurer Meinung nach Fan- und Undergroundzines für die Musikszene?

Amira: Für uns sind sie sehr wichtig, da die kommerziellen Printmagazine mit ihren großen Auflagen natürlich nur das veröffentlichen, was von der Musikindustrie in die Köpfe hinein gedrückt werden soll. Daher sieht man dort meist immer dieselben Gesichter.
Durch die Fan-und Undergroundzines haben auch neue, innovative Bands mal  die Chance wahrgenommen zu werden. 

DaNiel: Jegliche Unterstützung und Verbreitung selbstgemachter Musik ist in meinen Augen wichtig. Den Menschen ein positives Gefühl zu geben ist uns wichtig und ein Feedback treibt uns natürlich an. Ob im Mainstream oder Underground, völlig egal.

Mit wem würdet Ihr gerne einmal zusammen die Stage betreten oder im Studio sein?

DaNiel: Mit Metallica hab ich angefangen Musik als Lebensinhalt für mich zu verstehen. Mit diesen 4 Jungs in einem Raum zu stehen und etwas musikalisches zu produzieren, wären meine 6 Richtigen im Lotto. Auch wenn sich unsere Musikstile extrem unterscheiden.

Tassos: Na, hoffentlich lässt Du dich nicht von Metallica abwerben ;) Aber, wenn die Jungs einen Bagpiper benötigen würden, wäre ich auch dabei.

Amira: Wir haben ja schon mit vielen Bands, wie z.B. „Corvus Corax“,  „Qntal“, „Saltatio Mortis“ oder „Das Ich“ und „ASP“ tolle Konzerte gegeben. Da haben wir immer wieder festgestellt, dass wir überall sehr gut reinpassen. Ich würde auch in Zukunft gern mit Bands in dieser Richtung zusammenarbeiten.     

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen, die letzten Worte gehören wie immer Euch!:

Amira: Auch Dir lieber Holger großen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir und Deinen Lesern und Hörern viel Freude und Deinem Magazin viel Erfolg !!!
... und etwas möchte ich noch unbedingt loswerden. Leute kauft hemmungslos und zahlreich unsere neue CD „filidh’s Blogg“ !!!

Tassos: Da kann ich mich Amira nur anschließen. Ich finde „filidh`s Blogg“ ist wirklich echt gelungen. An dieser Stelle möchte ich auch noch unseren Bassisten Könich grüßen, der zur Zeit auf hoher See verweilt und der auch sicherlich gern beim Interview dabei gewesen wäre. 

DaNiel: Keep music alive!!!

 
Osiris T. im Dark Feather: Ausgabe 2 und Ausgabe 6
Osiris T. zuhause: www.osiris-taurus.de

 

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