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Vol.10 Schriftzug
 

 

Im Wissen um das vorhandene Licht

Hallo Sven, was war einst das einschneidende Erlebnis in Deinem Leben, Dich aktiv der Muse hinzugeben?

Einfach gesagt: Am Anfang waren die Eltern…Da hatte ich nicht viel Einfluss drauf, als sie mich mit 7 Jahren bei der Musikschule anmeldeten. Die Lyrik kam mit Anfang 20 dazu, als ich merkte: mit Texten, Gedichten, in Worte gefasste Gedanken können Lebenserfahrungen in einer Art Selbsttherapie sehr gut verarbeitet werden. Und das es nun diese Art der Kombination von Musik und Lyrik gibt, die ich als „Wort-Ton“ mache – war eher eine spontane, ja fast sogar „fixe“ Idee im Sommer 2009 im Studio BMK-Ost meiner beiden Freunde in Wittenberge. Damals hätte ich allerdings auch nicht gedacht, dass es sich nun so entwickelt, wie es das gerade tut. Also sehr positiv.

Wenn Du mit Deiner Musik auch die entferntesten Winkel des Planeten erreichen würdest, welche Botschaft würdest Du auf musikalischem Wege transportieren und der Menschheit nahe bringen?

Es wäre die Botschaft: Nutze die Zeit, die bleibt. Niemand weiß, wie lange wir in diesem Leben, auf der Erde zu Gast sein werden. Und obendrein: Lass uns das wieder oder neu entdecken, was immer mehr verlorengeht, nämlich Menschlichkeit und wahrhaftige, tiefe Begegnung von Mensch zu Mensch im Wissen um die dunklen, die oft schweren, schicksalhaften Seiten im Leben und im Wissen um das auch vorhandene Licht, die Hoffnung. Denn die gibt es meines Erachtens wirklich immer.

 

Wort-Ton

Welche Vor- und/oder Nachteile siehst Du in der aktuellen Musikentwicklung: weg von physischen Tonträgern hin zu Downloadvertrieb?

Ich bin ja noch nicht lange dabei. Meine Erfahrung ist aber: Die Menschen, die das mögen, was ich musiklyrisch mache, möchten lieber eine richtige CD haben, mit nem schönen Cover. Das Hören auch zelebrieren, mit allem was zum „richtigen Hören“ einer „richtigen CD“ dazu gehört. Von daher verkaufe ich eher CD´s nach Live-Auftritten , als dass die Leute mir den Downloadshop-Server sprengen würden (lacht). Von daher kann ich die genauen Vor-oder Nachteile gar nicht gut benennen.

Wie wichtig sind Deiner Meinung nach Fan- und Undergroundzines für die Musikszene?

Ich finde solche Zines, wie auch gute, szenetypische Web-Radios, großartig. Vor allem auch das Engagement der Macher, die mit viel Herzblut dabei sind und einfach auch irgendwie Musik“verrückte“ im positiven Sinne sind. Und für neue Leute, wie zum Beispiel einen gewissen „Wort-Ton“ ;) sind solche Zines auch immer eine Möglichkeit mehr des „Streuens“ – eine Chance mehr als Künstler von anderen wahr genommen zu werden. Und vor allem: Das sympathische daran ist ja auch, dass es diesen Zines nicht um das Vermarkten eines Produktes geht, im Sinne von: Oh das Label XY von Musiker XY schaltet bei uns eine große Anzeige zum Release von Album XYZ, naja – dann müssen wir mal einen großen, redaktionellen Beitrag, wohlfeil formuliert, machen…

Mit wem würdest Du gerne einmal zusammen die Stage betreten oder im Studio sein?

Ach ja – träumen darf man ja. Na wer wohl: Anne Clark! Ich sage ja gern: Einmal Support bei ihr oder einen Song für sie machen – dann kann ich zufrieden sterben…(lacht) Naja und dann gibt es noch viele anderen tolle Musiker, denen mein Respekt und meine große Hochachtung gilt wie Peter Heppner, auch der Graf (auch wenn er jetzt ja recht umstritten ist, was ich übrigens nicht teile) und auch der Herr von Deylen, also Schiller. Aber zu dem Thema ist meine Haltung: Ich darf von so etwas träumen und ich konzentriere mich auf das, was mir als Talent geschenkt wurde und arbeite eben daran, auch um mich weiter zu entwickeln. Und alles andere liegt nicht wirklich in meinem Einflussbereich.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen, die letzten Worte gehören wie immer Dir!:

Ich möchte mich an der Stelle einfach sehr, sehr herzlich bei all denen bedanken, die mir auf dem Wege helfen und mich unterstützen. Und vor allem auch, bei den Hörern und Fans der „Wort-Ton“-Musiklyrik, die immer wieder Kommentare schreiben, die MySpace-Seite besuchen, Nachrichten senden. Das ist ein wunderbares Gefühl, gerade auch zum Beispiel Nachrichten zu kriegen wie: „Mir ist gerade (etwas schweres im Leben passiert), und ich höre nun Deine Musik, die mir hilft, das zu verarbeiten“. Ich finde, dass ist etwas sehr Schönes, indem man sein innerstes kreativ mit anderen teilt, sie dann eben auch zu erreichen und manchmal sogar durch Lebensklippen zu begleiten – „nur“ oder eben gerade – durch einen Song.

 
WORT-TON im Dark Feather: Ausgabe 8
WORT-TON zuhause: www.myspace.com/wortton

 

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