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Musik als großer Antrieb |
Inspiriert durch die 80er Jahre fing Olaf Alex Schulz schon sehr früh an, sich aktiv mit der Musik auseinaderzusetzen. Seit Beginn der 90er hat er bereits in vielen und vielseitigen Projekten mitgewirkt. Mit seinem musikalischen Baby CATRONIC ist er seit vier Jahren am Start und hat in dieser relativ kurzen Zeit schon einiges an Veröffentlichungen vorzuweisen. Und die nächste steht bereits wieder in den Startlöchern. "Electronic Catwalk" soll im August im Eigenvertrieb erscheinen. Wir freuen uns, das der scheinbar alles andere als unterbeschäftigte Künstler sich die Zeit für folgendes Interview mit uns genommen hat. |
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Hallo Olaf, herzlich willkommen beim Dark Feather! Du bist der kreative Kopf hinter Catronic, gab oder gibt es da noch anderweitig Involvierte?
Hallo! Catronic ist in erster Linie ein Soloprojekt von mir, bei dem ich meine persönlichen Vorstellungen von elektronischer Musik realisiere. Zur Seite stehen mir in technischen Belangen der Musiktechniker Denis Puder. Ferner sei erwähnt, dass meine Nichte Carolin ihre Stimme zu 2 Songs beisteuert. Für das Gesamtkonzept bin jedoch ich alleine verantwortlich.
Die Geschichte von Catronic, sowie im Allgemeinen Dein musikalischer Lebenslauf ist schon reichhaltig geschmückt. Wie fing das eigentlich alles mal an?
Ich bin seit frühster Jugend von elektronischer Musik fasziniert. Als ich das erste Mal "Oxygene" von Jean Michel Jarre gehört habe, war es dann um mich geschehen ;-). Ohne musikalische Vorkenntnisse habe ich mit einem kleinen Casio-Sampler und einem Keyboard die ersten Töne auf Kassette aufgenommen und an meinem Umfeld verteilt. So hat man dann andere Leute kennen gelernt und die erste Band gegründet. |
Anfang des Jahres hast Du das Album „Catronic-Remix“ veröffentlicht, demnächst erscheint „Electronic Catwalk“, Catopolis erschien im letzten Jahr. Angesichts dieser kurzen Abstände und Deiner allgemeinen bisherigen Aktivitäten scheinst Du alles andere als unterbeschäftigt zu sein ;-), woher nimmst Du stets die neuen Ideen?
Man kann sagen, dass Musik und das Komponieren ein großer Antrieb in meinem Leben ist. Neue Ideen bekomme ich oft, wenn ich mir Filme anschaue oder Bücher lese, die sich mit der Thematik Technologie und Zukunftsvisionen beschäftigen. Ich verfolge dann diese Themen weiter und packe sie in einem musikalischen Gewand.
Zu dem demnächst erscheinenden Album wurde ich von dem Buch "Roboter-Visionen" von Isaac Asimov inspiriert. So findet sich auch ein Song über eine Roboterromanze auf dem Album wieder.
Apropos bisherige Aktivitäten…Dein Name steht ja außerhalb Catronic auch für andere kreative Aktionen, wie eventuelles Mixing anderer Bands oder auch das Produzieren von alternativen Radiosendungen. Erzähl doch mal bitte etwas mehr darüber!
Der musikalische Austausch mit anderen Menschen ist für jeden Musiker wichtig. Man entwickelt bei der Arbeit neue Ansätze des Komponierens und erhält neue Ideen. 2008 bat mich eine befreundete Hip Hop Band einen Elektroremix für eines ihrer Stücke anzufertigen. Herausgekommen ist gleich ein ganzes Album mit 10 Remixsongs. Dies war ein interessantes und gelungenes Experiment, besonders da ich Hip Hop nur aus dem Radio her kannte.
Von 2004 bis 2007 habe ich eine Radiosendung für unseren Recklinghäuser Lokalsender produziert und dort elektronische Musik von bekannten und weniger bekannten Künstlern vorgestellt. Leider hat man dort sehr wenig Feedback bekommen und als die Kosten dann höher als der Nutzen war, habe ich dieses Projekt aufgegeben.
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Einflüsse aus den 80ern sind nicht zu überhören, welche Du meiner Meinung nach erfolgreich in die heutige Zeit transportierst. Was waren oder sind eigentlich Deine persönlichen Vorbilder?
Zuerst, wie schon erwähnt und wohl nicht überraschend, sind Jean Michel Jarre und Kraftwerk zu nennen. Beeinflusst haben mich in meiner Anfangszeit Bands und Künstler wie Ultravox, Gary Numan und viele Sachen aus der New Wave Zeit.
In Deiner Vergangenheit gab es auch Liveauftritte, wie steht es diesbezüglich um Catronic?
Ich arbeite zur Zeit an einem Konzept,um die Musik auch Live darzubieten. Da bei Catronic hauptsächlich Vocoderstimmen zu hören sind, überlege ich, die Songs für Liveauftritte mit einem Sänger oder Sängerin zu besetzen. Mal sehen, wie das Konzept dann aussieht. (Ich bin selbst gespannt)
Was geht es nach „Electronic Catwalk“ weiter, was steht als nächstes an?
Als erstes werde ich "Electronic Catwalk" promoten und sehen, wie die Reaktionen zu diesem Album sind. Dazu werden gerade 2 Videoclips produziert.
Nachdem mein erstes Album "Catmosphere" sehr sphärisch ist, "Catopolis" einen imaginären Film beschreibt und "Electronic Catwalk" sich mit den Themen Technologie und Zukunft befaßt, wird das zukünftige Album dunkler und mystischer werden. |
Abschließend eine beliebte Standardfrage vom Dark Feather: Was waren bei Dir die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Ein persönliches Highlight waren Livegigs mit meiner damaligen Elektropopband als Support von "The Invincible Spirit" 1993 im Werk 2, Leipzig und 1998 in der Bochum Zeche von De/Vision. Das waren sehr schöne Liveerfahrungen.
Eine amüsante Sache ist dann doch mal passiert. In einem hiesigen Kulturmagazin wurde ein Auftritt von meiner Band angekündigt. Nur stand unter unserem Bandnamen nicht Elektropop sondern Death-Metal. Man kann sich vorstellen, wie verduzt die Leute doch waren, als sie dann auf der Bühne Synthesizer aufgebaut sahen. Ich muss aber sagen, dass die Zuschauer, die geblieben sind, sehr tolerant waren und dieser Auftritt Spaß gemacht hat. |
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Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
Ich bedanke mich bei Dark Feather für das Interesse und hoffe, dass ich mit meiner Musik viele Menschen erreiche und sie beim Zuhören eine gute Zeit haben.
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visit: www.myspace.com/catronic
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