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Longed For Fusion
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Dark Feather Ausgabe 11
Sich niemals unterkriegen lassen...
...hat sich das Neubrandenburger Quintett LONGED FOR FUSION auf die Fahne geschrieben und das ist verdammt gut so. Mit ihrer sehr eigenen Art dem zum größten Teil Female Fronted Metal zu frönen sprengen sie nicht nur Genregrenzen, sondern überzeugen dabei auch noch auf ganzer Linie. Im Moment befinden sie sich nach ihrer aktuellen EP "We'll never decay" am Songwriting für ihr zweites full-length album. Bleibt der Dame und den vier Herren aus dem Norden nur zur Wünschen, das sie recht bald auf offene Ohren von einflussreichen und seriösen Leuten treffen, denn bei dem vorhandenen "Material" ist ein größerer Bekanntheitsgrad längst überfällig!

Hallo Longed For Fusion, willkommen beim Dark Feather! Eure Musik ordnet sich im Großen und Ganzen im Female Fronted Metal ein. Allerdings nimmt ihr interessanterweise hinreichend Ausflüge in andere Gefilde, ein Ergebnis verschiedener Einflüsse der einzelnen Members?

Ja, genauso kann man es bezeichnen. Durch das gemeinsame Songwriting, bringt halt jeder bewusst oder unbewusst seinen Einfluss mit ein. Natürlich ist das nicht immer einfach, doch die entstandenen Songs überzeugen uns, genau so weiter zu arbeiten.

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Erfreulicherweise ist auch der vorhandene Kontrast male/female alles andere als ein Griff in die Klischeekiste. Wie wichtig ist Euch diese Differenzierung zu eingefahrenen Strukturen?

Vielen Dank!
Grundsätzlich machen wir uns beim Schreiben eines Songs (anfangs) keine Gedanken, ob es ein „Popsong“/radiotauglicher Song oder eher ein „Werk“ wird. Das entwickelt sich erst im Laufe des Schaffungsprozesses. Steht das Grundgerüst des Songs entwickeln Jenny und Martin die Gesangslinien.
Je nachdem wie das Timbre des Songs ist, steht dann entweder der männliche oder der weibliche Gesang im Vordergrund. Wenn sowohl male als auch female den Song schöner machen, sind beide fällig ;-)
Es ist uns schon wichtig, nicht wie jede x-beliebige Gothic-/Dark-/Was-auch-immer-Band zu klingen. Von daher versuchen wir schon ein wenig anders zu klingen (und zu singen).
Und zum Schluss kommt dann noch Lasse Lammert aus Lübeck, verwirft alles und es kommt komplett anders als man denkt ;-) Nein, nein, er setzt dann mit ein paar Tipps das i-Tüpfelchen auf den Song.

 

Euer Songwriting entsteht in erster Linie gemeinschaftlich, ist diese Herangehensweise wichtig für die gute Chemie zwischen Euch in der Band?

Definitiv!
Wir kennen es nicht anders. Seit wir zueinander trafen, schrieben wir die Songs alle gemeinsam. Meistens ist es so, dass einer mit einem Riff, einer Melodie oder einem Groove kommt und alle anderen steuern etwas dazu bei.
Das ist zwar ein etwas langwieriger Prozess, aber wir können nicht anders ;-)
Wir kennen keinen Songwriter, der uns Songs bastelt, die wir komplett abnehmen – das wollen wir so auch nicht. Unsere Songs entstehen gemeinschaftlich, weil jeder seinen Teil dazu beitragen möchte. So kann jeder von und für sich behaupten, er hat einen Teil zum Song beigetragen. Das macht Longed for Fusion aus.

 

Bereits ein knappes Jahr nach Eurer Gründung habt Ihr 2006 Euer Debüt-Album „Salvation“ fertiggestellt, aktuell ist Eure E.P. „We’ll never decay“ am Start, welche Ihr im Frühjahr letzten Jahres veröffentlicht habt und als Vorreiter der kommenden CD gilt. Für wann genau ist denn der Longpplayer geplant?

Wir sind zurzeit effektiv am Songwriting für das kommende Album. Da wir aber keine Berufsmusiker sind und uns nicht den ganzen Tag nur auf die Band/Musik konzentrieren können, dauert dies halt etwas länger. Es soll schließlich sehr gut werden. 2012 ist unser Ziel!

 

Wie kam es eigentlich zum Kontakt mit James Murphy (Death, Obituary, Testament) welcher das Mastering zur E.P. unternahm?

Der Kontakt zu James Murphy kam über unseren Produzenten Lasse Lammert (LSD Tonstudio Lübeck) zustande. Lasse korrespondiert regelmäßig mit ihm. (Die beiden haben schon an einigen Projekten zusammen gearbeitet.)

 

We’ll never decay“ birgt ein Konzept in sich, welche Message bringt Ihr als Hauptaussage darauf zum Ausdruck, ist es ein Slogan der in Bezug auf Longed For Fusion wie die Faust aufs Auge trifft, Ihr Euch also niemals unterkriegen lasst? Und werdet Ihr jenes Konzept auch auf dem kommenden Album verfolgen?

Schön, dass ihr ein Konzept entdeckt habt – lustigerweise sind wir so gar nicht an die Sache herangegangen.  Die Songs gehörten definitiv auf Scheibe gebrannt und sollten dem Hörer nicht vorenthalten werden. Dass sich dabei irgendwie ein Konzept entwickelt hat, könnte man als Zufall betrachten.
Die Message, dass wir uns niemals unterkriegen lassen wollen, kann man z.B. auf die derzeitige Situation auf dem Musikmarkt münzen. Als wir die EP im Kasten hatten und vermarkten wollten, erhielten wir von verschiedensten Stellen die Info, dass alle größeren und kleineren Label absolutes Signing-Stop verhängt haben. Soll heißen, egal wie gut du bist, wie gut du auf der Bühne agierst, es wird kein Label geben, dass dich unterstützen wird. Vor allem in dem Genre in dem wir uns bewegen. Da kann man als Band schon ein bisschen frustriert sein, aber wir haben uns gesagt, wir lassen uns niemals unterkriegen und ziehen unseren Stiefel durch. Wenn die Zeiten besser werden oder irgendein Label ist wirklich verzweifelt genug, uns zu signen (;-)) können wir eventuell noch mehr erreichen.
Zum kommenden Album ist zu sagen, dass wir an die E.P. anschließen werden, wie jedoch die einzelnen Songs sein werden, möchten wir noch nicht verraten. 

Auch habt Ihr dieses Jahr zu “My own World” Euer erstes Video gedreht. Wer hatte die Idee hierzu und wie verliefen die Dreharbeiten in der Filmvilla und wichtig für die Fans, wo kann man es sehen?

Die Idee ein Video zu drehen, hatten wir schon sehr lange. Nur fehlten Mittel und Wege. Vergangenes Jahr suchte eine bis jetzt noch unbekannte Filmregiestudentin aus Berlin,  Patricia Braun, eine Band für ein Musikvideo (eine Facharbeit).
Gemeinsam haben wir dann das Konzept erarbeitet und mit Ihrer Hilfe auch den Drehort in Potsdam gefunden.
Die Dreharbeiten fanden am kältesten Tag 2010 statt – die Außenaufnahmen waren ein Spaß...
Wir haben alles an einem Tag (von früh morgens um 5 Uhr bis Mitternacht) abgedreht. Zum Glück gab es Kaffee gratis...
Das Video wird (leider erst) Ende des Sommers fertig gestellt und auf der Homepage (www.longed-for-fusion.com), bei myspace (www.myspace.com/longedforfusion ), youtube etc.   veröffentlicht! Regelmäßiges Googlen lohnt sich also ;-)

 

Wohin soll der Weg Longed For Fusion noch hinführen?

GAAAAAANZ nach oben... ;-)
Von uns aus wird es Longed For Fusion immer geben. Wir freuen uns schon auf die Rente, dann haben wir nämlich mehr Zeit zum Musik machen ;-D
(Als kleinen positiven Nebeneffekt können wir uns vorstellen, nur von unserer Musik zu leben.)

 

Abschließend unsere beliebte Standardfrage vom Dark Feather: Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Positivste Erfahrung:
-Feedback während und nach den Gigs (selbst die übersättigten Berliner konnten wir gerade neulich im K17 zum Kopfschütteln bewegen!)

Schrägste Erfahrung:
- Als wir einen Bassisten suchten, hatten wir äußerst illustre Bewerber im Proberaum.
- Lasse Lammert. (wie kommen solche Vögel wie wir an solch einen Menschen?! Echt unglaublich, was der Mann schon für uns getan hat)

Schlechteste Erfahrung:
- hm. Zum Glück noch nicht allzu viel, aber eventuell kann man hier den Umgang einiger mittelgroßer Label mit Musikern dazu zählen. Was die manchmal versuchen, mit einem abzuziehen, ist nicht feierlich.

 

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Wir möchten gern auch bei dir spielen! Ruf uns an!
Wir sind käuflich und für jeden Spaß zu haben... :-D 
Vielen Dank für das Interview!

 

visit: www.longed-for-fusion.com

 

 

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