Eure Musik ist zweifellos von einer gehörigen Portion schöner Melancholie getragen ohne dabei treibende Rhythmen zu vernachlässigen, nicht unbedingt eine „normale“ aber interessante Konstellation. Gibt es unterschiedliche Stile die Euch ganz klar beeinflussen?
Ja, ganz klar. Mich/uns begeistert Musik in all Ihren unterschiedlichsten Facetten und Arten. Ich höre von Klassik und Jazz über elektronische Musik bis hin zu Death Metal wirklich viel.
Was allerdings dann davon wirklich in meine / unsere Musik einfließt fällt mir selbst nicht leicht zu beurteilen. Der Death Metal halt mal sicher weniger ;)
Mit Eurem Debüt „No Endorphins Added“ aus dem Jahre 2008 konntet Ihr schon für einiges Aufsehen sorgen und nun kündigt Ihr für den Spätsommer/Herbst diese Jahres den Nachfolger an. Was werden die größten Veränderungen zum Vorgänger auf diesem Album sein, sofern man von großen Veränderungen sprechen kann?
Da muss ich dich kurz korrigieren da wir den Nachfolger für Herbst/Winter ankündigen ;) Und wie die Dinge im Moment aussehen wird es wohl Winter werden.
Aber um auf die Frage einzugehen...Ja, der Sprung ist eigentlich so riesengroß das mindestens ein Album hätte dazwischen sein können. Vielleicht sogar auch sollen.
Es klingt einfach alles reifer, viel mehr auf den Punkt gebracht. Alle wichtigen Details sind ausgefeilter, die Produktion um Welten besser, das Songwriting stärker.
Es ist für mich in Bezug auf Qualität und Kreativität mit dem Debut einfach nicht mehr annähernd zu vergleichen. Man muss aber auch bedenken das die Songs des Debut's
allesamt aus der Anfangsphase und Findungsphase der Band stammen.
Gibt es schon einen Titel für das Album?
Ja, den gibt es ;) Das Album wird "The new melancholy" heißen und glaube mir es wird diesem Namen gerecht. Auch ein großer Teil des Coverartworks ist bereits fertig.
Und auch die visuelle Umsetzung trifft es hundertprozentig auf den Punkt.
Ihr habt in der letzten Zeit reichlich Konzerte gespielt beziehungsweise in Planung. In Deutschland wird es gerade für ungelabelte Bands immer schwieriger an Auftrittsmöglichkeiten zu kommen, ist da die Szene und die Situation in Österreich entspannter?
Tja, es stimmt eben meiner Meinung nach die Relation von Bands und Clubs nicht mehr so richtig. Daher wird es für Bands die ohne Kooperation mit Booking-Parntern/Agenturen organisieren immer schwieriger an Gigs zu kommen. Ich denke nicht das dies in Österreich anders als in Deutschland ist. Eben alles nur kleiner und etwas überschaulicher...was nicht unbedingt nur Nachteile mit sich zieht ;) |