c) hatten wir eigentlich alle Lust auf was Neues und am besten fängt man neu an indem man eine Punk-Band gründet ;-)
Wer gehört noch zur Band und wie habt Ihr Euch kennengelernt?
Danny und Pet hab ich 2009 auf dem Berliner CSD kennen gelernt.
Wir zogen danach mit n paar Leuten durch die Stadt und saßen dann die Nacht Bier trinkend auf nem Wiesen-Mittelstreifen der Frankfurter Allee.
Morgens setzten sich noch n paar andere übrig gebliebene und sogar einige Anwohner, die gerade ihre Hunde ausführten, dazu.
Am Ende war's ein sehr lustiger und kunterbunt gemischter Haufen.
Die Einflüsse der 80er begleiten Dich stets in Deinen musikalischen Ideen, wie haben Dich persönlich diese Jahre geprägt und wie wichtig sind sie Deiner Meinung nach für die allgemeine Musikgeschichte?
Ich wurde nachgeprägt, da ich die 80er ja nur als Kind erlebt habe...
Einige meiner wichtigsten Musikeinflüsse entstammen diesem Jahrzehnt.
Bands wie Bauhaus, The Cure und die frühen Hosen haben wohl ihre Spuren hinterlassen, aber andererseits haben mich auch Bands wie die Doors, Bowie und frühen Pink Floyd geprägt.
Von daher sind die 80er eigentlich auch nicht besonderer als die 60er oder 70er.
Das schöne an den 80ern ist im Prinzip nur, dass sie einerseits die revolutionären Geschichten der vorigen Jahrzehnte über den Haufen geworfen haben und andererseits darauf aufbauten und etwas Neues zu entwickeln versuchten. „Do it yourself“ war das Motto, Punk, Post Punk / Wave, Gothic / Deathrock usw. entstand oder entwickelte sich, übte seine Einflüsse auf alles Folgende aus, wurde eine Bewegung, ein Trend und ging wieder unter.
Alles zwischen Kunst und Kommerz, Rebellion und Ausverkauf.
Ich finde die ganze Musikgeschichte spiegelt sich darin. Das sagen vielleicht auch manche von den 70ern aber hey; wo wären wir ohne die 80er ? Es hätte nie Modern Talking gegeben, kein Dieter Bohlen, kein Deutschland sucht den Superpunk...
Man kennt Dich auch als der eine Teil von Dead Candy (siehe DF-Ausgabe 6 – Anm. Red.) , dann hast Du noch Dein Soloprojekt Robin Sane, soweit ich weiß gibt es da auch noch das Elektro-Projekt RS:Freiraum und nun The Strange Eyes. Hast Du bei so vielen musikalischen Aktivitäten nicht manchmal Schwierigkeiten mit den Prioritäten?
Ja, hatte ich oft.
Es gab auch noch andere Neben,- und Spaßprojekte, unter anderem auch ne Grindcore Kapelle, die wegen Zeitmangel einfach auf der Strecke blieben.
Mein Soloprojekt wurde, was Veröffentlichungen angeht, lange vernachlässigt.
Ich habe so viele Songs geschrieben, aufgenommen und vorproduziert, dass ich die nächsten Jahre eigentlich nichts neues mehr machen müsste.
Deswegen liegt Freiraum auch seit längerem auf Eis.
Wahrscheinlich wird das vorhandene Material dann auch irgendwann unter Robin Sane veröffentlicht.
Dead Candy wurde ja nun zum Studio-Projekt reduziert.
Von daher liegen die Prioritäten derzeit ganz klar bei The Strange Eyes und Robin Sane Solo. |
Die ersten Songs von The Strange Eyes entstanden relativ schnell und sind bereits bei MySpace zu hören. Ist da schon zeitnah ein ganzes Album angedacht.
Jein...
Für August ist die Veröffentlichung von zwei Eps geplant.
Die eine wird es zum MP3-Kauf geben, die andere als Freeload.
Live werden sie dann als Doppel-EP mit ein bis zwei Bonustracks verkauft.
Warum es zwei Eps statt einem Album werden liegt an der Gründungsgeschichte.
Als klar war, dass The Strange Eyes ne richtig Band wird, wollten wir irgendwas anderes versuchen.
Deswegen verzichteten wir Anfangs auf Gitarre.
Dann entstanden aber doch ein paar Gitarrensongs und wir überlegten noch einen Bassisten zu suchen, das gaben wir aber relativ schnell auf und kehrten zum alten Konzept zurück.
Aus diesem Grund werden alle Gitarrensongs auf der einem EP erscheinen während die andere ein Vorgeschmack auf das erste Full-Time-Album ist.
Robin, was wünscht Du Dir als Musiker im Allgemeinen und mit The Strange Eyes im Besonderen für die Zukunft?
Als Musiker wünsche ich mir, wie wohl jeder Künstler, dass sich Leute mit meiner Kunst auseinander setzen, sowohl musikalisch als auch textlich.
In meiner Kindheit und Jugend hat mich die Musik die ich hörte zu vielen Gedanken angeregt.
Diese Tradition möchte ich weitergeben.
Ich möchte Erfolg haben, aber keinen Ruhm.
Bei The Strange Eyes gilt dasselbe, denke ich.
Nur tun wir es nicht immer ganz soo ernsthaft.
Für The Strange Eyes wünsche ich mir in erster Linie, dass die Band funktioniert und dass es sich vielleicht in absehbarer Zeit auch finanziell lohnt. |