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Unzucht
 
Dark Feather Ausgabe 11
"Nie aufhören anzufangen"

Einen überraschend steilen Weg nach oben beschreiten die Gothic-Electro-Rocker von UNZUCHT. Keine zwei Jahre am Start haben sie bisher für einiges an Aufsehen in der Szene gesorgt und die ersten "Trophäen" sind längst abgeräumt. Im Moment feilen sie an neuem Material, um uns schon bald nach ihrer bereits veröffentlichten EP "Engel der Vernichtung" einen ganzen Longplayer präsentieren zu können. Das das im Moment vielleicht gar nicht so einfach unter dem Hut zu bringen scheint, zeigen uns die Ereignisse und das Interesse in und um der Formation. Ein musikalisches Quartett auf dem Weg nach oben!...

Hallo Unzucht, willkommen beim Dark Feather!

Hallo Dark Feather, willkommen zur Unzucht!

 

Euch kann man zweifellos als Senkrechtstarter in der Szene betrachten, vor noch nicht einmal zwei Jahren gegründet, habt Ihr Euch bereits eine große Fanbasis erspielt, wurdet vom Sonic Seducer zum „myspace featured artist“  nominiert und –  habt gewonnen, und nun seid Ihr in der Endrunde zum Voting für eine Teilnahme auf dem Mera Luna. Bleibt Euch im Moment überhaupt noch Zeit zum Durchatmen bei der Fülle der Ereignisse?

Lass es uns so sagen: Nein.

 

Überrascht Euch der Erfolg genauso oder stand bei Unzucht von Beginn an so eine Art Masterplan dahinter, immerhin widmet Ihr Euch ja nicht erst seit gestern aktiv der Muse?

Es gab keinen Masterplan, wir haben einfach losgelegt und waren dann schnell sicher, dass es auch anderen Leuten gefallen würde. Dass es so schnell so viele sind wie jetzt, konnte man ja nicht ahnen – aber wir wollen nicht nölen. :)

unzucht 1

Eure E.P. „Engel der Vernichtung“ war ein großer Baustein auf Eurem bisherigen Weg, ist demnächst ein full-length album geplant?

Im Moment schnitzen wir an neuen Songs und haben auch schon genug Rohmaterial für ein ganzes Album zusammen – was damit passiert, wird sich hoffentlich bald zeigen. Ganz sicher kommt irgendwann unser Album.

Unzucht tragen ihre Songs in deutschen Lyrics vor, wie wichtig ist es Euch in der Muttersprache auszudrücken?

Nicht übermäßig wichtig – aber es ist auf jeden Fall ein intensives Gefühl, dass die Leute jetzt wirklich die Texte verstehen und einem Reaktionen darauf geben. Das hat man mit englischen Texten hierzulande fast nie. Und zum Glück ist Deutsch ja bei unserer Art von Musik auch international eine sehr akzeptierte Sprache – schließlich wollen wir auch in anderen Ländern auftreten als ewig G-S-A-

Internationale Konzerte habt Ihr bereits auf Eurem Tourkalender, das RockHarz Festival hat Euch ebenfalls im Line up, für die die Euch noch nicht gesehen haben: was erwartet den Fans bei einer Unzucht Show?

Wir hatten noch nicht viele Liveshows -aber generell kann man „Der Wille zum Wahnsinn“ als Überschrift wählen. Manchmal gibt’s sogar gratis Darkness für die Leute in den ersten Reihen.

Was steht weiterhin bei Euch auf den Plan, sagen wir mal knapp zwei Jahre sind rum, wo sollen die nächsten zwei Euch hinbringen?

Russland, USA, Kanada, Mexico, England – in keiner bestimmten Reihenfolge. :)

 

Abschließend unsere beliebte Standardfrage vom Dark Feather: Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Das seltsamste und unheimlichste in Sachen Unzucht waren bisher unsere Songwriting-Sessions auf einer einsamen Insel – dort wurde Unzucht ins Leben gerufen und zahlreiche Nächte auf einem alten Wikingerfriedhof um die Ohren gehauen. Die durchaus schrägen Ereignisse von unserem letzten Bandtrip auf das von uns zärtlich La Isla Muerta genannte Eiland kann man im Blog unserer Myspace-Seite lesen: www.myspace.com/unzuchtmusic

Fuhrmann: Das Negativste für mich war, als ich mit dem Schulz zusammen in einer anderen Band auf der Skateboard WM 2004 in Dortmund gespielt habe. Die anderen Bands waren Misfits, The Exploited, The Bones und Smoke Blow – megageiles Line-Up! Leider mussten wir als letztes auf die Bühne, niemand der 2000 Besucher wusste die Running Order oder dass danach noch ne Band kommen würde. So standen wir da vor 100 Leuten und während der Show hat irgend so ein Arsch von der Westfalenhalle 2 die Saalbeleuchtung angemacht.
Backstage mit Def Leppard und Ministry hingegen beim Masters Of Rock 2008 in Tschechien war ein Highlight! Danach mit Sandra Nasic noch Pilsener Urquell in der Hotelbar getrunken, wo auch Amon Amarth und Within Temptation abhingen. Ich ärgere mich bis heute, kein Photo von Sandra und Sharon Den Adel mit mir in der Mitte zu haben.
Schräg: De Clercq wurde schon oft mit Wes Borland verwechselt und ich mit Jonathan Davis. Wir beide geben uns dann auch schon mal für Fanfotos her und geben Autogramme auf Titten. Und ich werde mich nie daran gewöhnen, von berühmten Persönlichkeiten ohne dass man sie kennt gegrüßt zu werden – egal ob das Jeff Waters, Ville Vallo oder Tommy Victor sind. Und einmal stand ich beim Pissen neben Jon Hudson von Faith No More. Oder beim Abendbrot plötzlich neben den Eagles Of Death Metal zu sitzen – weil die sich trotz freier Platzwahl neben einen pflanzen!

Der Schulz:
Negatives: da kann ich mich dem Fuhrmann nur anschließen: die Skateboard-WM war entäuschend, stundenlang auf den Gig zu warten und dann nach ner Viertelstunde unverrichterter Dinge von der Bühne gehen zu müssen war ätzend. Aber das geile an der Musik ist, das noch in der gleichen Nacht mit dem Wirt unseres schnuckeligen Hotels eine geniale Akustiksession ausgebrochen ist, bei der wir im kleinsten Kreis bis zum nächsten Vormittag völlig durchgedreht sind. Und alles war wieder vergessen. Das ist das geniale an der Mucke, es bleibt spannend und man weiß vorher nie was passiert.
Schräges gibt es reichlich, z.B. innerhalb von 24 Stunden mit 3 verschiedenen Bands 4 Auftritte zu spielen und dabei 1000 km zurückzulegen. Da muss man schon mal aufpassen, das man noch weiß wie man heißt und wo man sich gerade befindet, vor allem wenn noch ordentlich dabei gefeiert wird.

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Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Nie aufhören anzufangen!

visit: www.myspace.com/unzuchtmusic

 

 

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