Dark Feather Logo

Reviewnachlese:

Eves End

 
 
Dark Feather Ausgabe 12

Die Dark Rocker Eves End waren ebenfalls in unserer vergangenen Ausgabe 11 zu Gast. Stefan nahm sich ihr kürzlich erschienenes full-length-Album „Frozen Heart Philosophy" nun unter die 'Lupe'!(zum Interview mit Eves End geht's: hier lang...)

Eves End CD-Cover Eves End "Frozen Heart Philosophy" (2010)

Nachdem "Eves End" erstmals 2008, mit ihrer E.P. "Dead End: Hope", ein breiteres Publikum auf sich aufmerksam machten, folgt nun der erste Longplayer "Frozen Heart Philosophy" des hessischen Quintetts. Die Band um Sänger Florian Grey hat sich ganz dem Dark Rock verschrieben, den sie absolut professionell zu zelebrieren versteht.
Wofür viele Künstler Jahre benötigen, gelingt Eves End bereits mit ihrem Debut Album, nämlich ein nahezu perfektes Werk abzuliefern. Alle 12 Tracks der CD haben Hit-Potential und brauchen sich vor dem Output anderer Genre Größen wie z.B. der finnischen Band "HIM", deren Einflüsse hier deutlich spürbar sind, nicht zu verstecken.

Texte, die häufig die Liebe zum zentralen Thema haben, mal tragisch, unerfüllt und andererseits ewig, die Zeiten und den Tod überdauernd. Diese Lyrics, von Sänger Florian selbst geschrieben, werden von ihm hervorragend intoniert, mal schmeichelnd, mal seine Leidenschaft herausschreiend, weiß er seine markante Stimme akzentuiert einzusetzen.

Das ganze musikalische Konzept wird getragen von eingängigen Melodien, die eine oft melancholische, dunkle Grundstimmung heraufbeschwören. Mir persönlich haben besonders Songs wie "Face Of Death" und "Heaven Blessed With Lies" gut gefallen, bei denen bisweilen ein härteres Gitarrenriffing dominiert, die Gitarre einfach mal ausbricht und solistische Pfade beschreitet.
"Pretty Road Loneliness" vermittelt beinahe Live Atmosphäre, ist stellenweise roh und Sänger Florian geht richtig aus sich heraus. "Sweet Resurrection" ist für mich der durchkomponierteste Song und geradezu prädistiniert für einen Chart Entry.
Apropos live: Da haben Eves End schon einige respektable Gigs in ihrer Konzerthistorie zu verzeichnen.

"Frozen Heart Philosophy" ist ein Album, dass man unbedingt mehrfach hören sollte und auch muß, um seine Tiefe richtig ausloten zu können. Ob es die Nuancen in Florians Stimme sind, die intelligenten Hooklines, das nicht so vordergründig agierende Keyboard, welches aber gerade dadurch den Kompositionen zusätzliche Dimension verleiht, Lieder wie das balladeske "And Suffer Well" oder das druckvolle "For A Goodbye", hier gibt es sehr viel zu entdecken, wenn man sich nur die Muse dazu nimmt.

Den positiven Gesamteindruck rundet noch das geschmackvolle Booklet ab, das neben Bandfotos auch die Refrains der Songs zum Abdruck bringt.
Insgesamt ist "Frozen Heart Philosophy" eine sehr professionelle Produktion geworden, die fast 60 Minuten lang eingängigen, dunklen Musikgenuß auf hoher Qualitätsstufe bietet.

Wer mehr über Eves End erfahren will, sollte unbedingt das Darkfeather-Interview in Ausgabe 11 lesen oder sich auf den Bandseiten informieren.

http://www.evesend.de/
http://www.myspace.com/evesendband

 

Stefan Bellack

 

 

 

visit: www.evesend.de

 

 

< zum Inhaltsverzeichnis