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Shadowpainter
 
 
Dark Feather Ausgabe 12
"Der Anspruch ist größer geworden..."

Seit mittlerweile anderthalb Dekaden ziehen die Hessen von Shadowpainter konsequent ihren Stil durch. Ihre besondere Form der Interpretierung von alternativer Rockmusik hat ihnen längst ihre eigene Handschrift verliehen. Der Spaß und die Freude ist ihnen an ihrer Mucke nie vergangen und das ist bei dem vorhandenen Material auch verdammt gut so. Das Dark Feather lud sie zum folgendem Interview ein.

Hallo Shadowpainter, herzlich willkommen beim Dark Feather! Zuerst einmal bitte Euch um eine kurze Bandvorstellung Eurerseits, wer bedient was?

Hi, danke für das Interview. Unsere Besetzung ist:
Sascha Bücher (Gesang, Gitarre); Philipp Pfannkuch (Bass); Nico Taylor (Drums)

 

shadowpainter

 

Ihr habt Euch dem Alternative und Grunge verschrieben, gerade letzterer feierte seine Hochachtung in den Neunzigern, also der Zeit in Shadowpainter die Geburtsstunde erlebte. Wie sieht das im Jahre 2010 aus, ist es für Euch schwieriger Leute zu erreichen oder hat sich da eine eingeschworene Gemeinde um Euch versammelt?...die vielleicht sogar noch weiter wächst?

Ich glaube nicht das man sagen kann, dass wir uns dem Grunge verschrieben haben... Wir sind unter anderem natürlich vom Grunge und Alternative der 90er beeinflusst, da wir in den 90ern groß geworden sind, generell machen wir jedoch die Musik die uns gefällt. Gerade der letzte Aspekt macht es schwierig für uns Konzerte zu bekommen die ausserhalb unserer Heimatstadt liegen, da Veranstalter häufig nur Bands booken die eindeutig einer Szene bzw. einer Musikgattung zuzuschreiben sind, und das ist bei uns definitiv nicht der Fall.

 

Ihr seid bereits schon seit 15 Jahren am Start, verfügt also schon über eine Menge Erfahrung in der aktiven Musikszene. Wie hat sich Eurer Meinung nach jene im Laufe der Zeit verändert?

Ich glaube das die Szene ähnlich wie die Musikindustrie schnelllebiger geworden ist. Es gibt jedoch meiner Meinung nach mehr Bands als früher, die Auftrittsmöglichkeiten haben sich jedoch verschlechtert.

 

Bezüglich Besetzung, hat sich jenes Karussel niemals bei Euch gedreht, sprich bliebt Ihr von jenem verschont und spielt immer noch in der Anfangsbesetzung, also alles Bandmitbegründer bei Shadowpainter anno 2010?

Wir haben von 1996-1997 einen anderen Bassisten gehabt und von 1997 – 2008 einen zweiten Gitarristen.

 

Ihr habt in dieser Zeit drei Alben produziert, wie ist die Entwicklung aus Eurer Sicht  rückblickend auf die ersten Veröffentlichungen?

Der Anspruch ist größer geworden, dass heisst wir haben mehr Geld investiert eine vernünftige Aufnahme zu machen und haben uns mehr Zeit genommen. Wir haben im Gegensatz zu den anderen Veröffentlichungen die Lieder vorher Probeweise im Proberaum aufgenommen und dann die Arrangements zum Teil überarbeitet.

 

Gibt oder gab es in all der Zeit eigentlich jemals Labelverhandlungen?

Leider gab es noch keine konkreten Labelverhandlungen.

 

„Shadowpainter“ : wer oder was stand einst Pate beim Namen?

Ein Song den wir mit der Band Trash aufgenommen hatten. (Der Sänger und Drummer haben die Band 1995 unter dem Namen Trash gegründet)

 

Wie steht es mit Gigmöglichkeiten in Eurer Region, seid Ihr relativ zufrieden?

In unserer Region sieht es gut aus, weiter weg leider nicht da zu sehr auf Szenen geachtet wird.

 

Was sind Eure weiteren Ziele und Wünsche mit Shadowpainter?

Den Spaß an der Musik nicht zu verlieren. Hoffentlich viele Konzerte außerhalb von Gießen und, dass was sich jeder Musiker wünscht - von der Musik leben zu können. 

 

Abschließend unsere beliebte Standardfrage vom Dark Feather: Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Die positivste Erfahrung war sicherlich ein GIG bei einem Jugendfestival 2006 bei dem wir vor über 1200 Menschen gespielt haben, die Aufnahme unserer aktuellen CD die in einer Villa aufgenommen wurde. Die Villa sollte nach den Aufnahmen abgerissen werden und sie stand abgeschieden in einem Industriepark. Wir hatten ca. 20 Räume zur Verfügung. Konzerte in Berlin vor allem die Nächte in denen wir wegen einem Bandmitglied nicht schlafen konnten (er hat die ganze Nacht Musik gemacht und morgens angefangen die schlafenden mit Edding anzumalen.) Die schlechteste oder eher schrägste Erfahrung war der Auftritt auf einem Klostergut. Wir sind 100 Kilometer gefahren um vor unserem engsten Fankreis zu spielen, da sonst nur der Veranstalter da war. Die Gesangsanlage hat die Band vor uns wieder mitgenommen so das ein alter Bassverstärker den Part übernehmen musste. Die Lichtanlage bestand aus einer Glühbirne die aufgrund des Stromverbrauchs flackerte...

 

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Vielen dank für das Interview. Wenn Interesse hört unsere Songs unter www.myspace.com/shadowpainter .

visit: www.myspace.com/shadowpainter

 

 

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