Ihr seid noch eine recht junge und was sehr interessant ist: von der Besetzung eine sehr internationale Band. Getroffen habt Ihr Euch noch über die klassische Anzeige „Musiker gesucht…“ Wer hatte denn die Grundidee Vampyrica ins Leben zu rufen?
Kiki (Cristina): Ich. Ich hatte das Rock-Bandleben vermisst. Damals habe ich mit Alejandro in seiner Reggae-Rock Band gesungen oder Soft Rock Covers gespielt, aber ich vermisste die dunklere Seite sehr. Und in einer Metalband zu singen war immer mein Traum, also hab ich entschieden, eine Band zu gründen. Zum Glück war Alejandro dann auch dabei.
Wie kam es denn eigentlich zum Bandnamen, jeder kann sich im Allgemeinen denken, was dahinter steckt, aber ist Vampyrica im Besonderen eine zum Beispiel lateinamerikanische Übersetzung?
Kiki: Wir haben lange nach einem Namen gesucht und am Ende, wie es häufig passiert, mussten wir unter Zeitdruck einen aussuchen, weil wir uns für ein Festival beworben hatten. Ich habe Vampyrica vorgeschlagen, weil ich die Vampire aus der Welt von Anne Rice liebe. „Vampiria“ war schon vergeben, so heißt nämlich eine Black Metal Band aus Argentinien. Und nein, es war immer international gedacht, nicht spezifisch für Lateinamerika. Die Vampir-Mythen kommen allerdings hauptsächlich aus Europa.
Cristina, Du hast eine klassische Gesangsausbildung genossen, was man Deiner Stimme unzweifelhaft anhört. War für Dich eigentlich immer klar, in welcher musikalischen Richtung es Dich einmal verschlagen wird?
Kiki: Ja, ich glaube schon. Als ich zum ersten Mal Evanescence gehört habe, habe ich es sofort gefühlt. Dann habe ich in Ecuador meine erste Female-Fronted Band gegründet. Der Gitarrist, mit dem ich jetzt noch Kontakt habe und gemeinsam arbeite, hat mir damals meine erste DVD von Nightwish geschenkt. Dann war schon mit 16 Jahren für mich alles klar. Das ist auch der Grund für meine klassische Gesangsausbildung, nicht andersrum ;). |