Seid Mitte diesen Jahres habt ihr Eure Instrumentierung um ein Cello erweitert. Interessant und nicht unbedingt üblich für Euer gewähltes Genre. Wie kam es zu dieser Band- und Stil-Erweiterung?
Reverend C.: Schuld daran ist ein Moment der Erleuchtung während einer Zugfahrt. Wir hatten in dieser Zeit viel über zweite Gitarren gesprochen – eine Idee, die mich nicht recht überzeugte. Da plötzlich vielen mir die Inchtabokatables ein, speziell das Album „Quiet!“, auf dem sie mit Geigen und Cello und ohne jede Gitarre eine dermaßene Soundwand erzeugt haben… Warum also nicht das Cello auspacken und in ähnlicher Form in den E-Lane-Kosmos einschleusen?
Sarah: Als der Reverend dann statt mit dem Bass mit seinem Cello im Proberaum erschien, waren wir natürlich überrascht, aber schon die ersten Versuche zeigten, dass der Celloklang unserer Musik genau die neue Facette hinzufügte, nach der wir die ganze Zeit gesucht hatten. Folglich machten wir uns auf Bassistensuche und hatten das glück, in kürzester Zeit auf Alex zu stoßen. Ich finde übrigens nicht dass es dadurch zu einer Stil-Erweiterung gekommen ist. Der Sound hat sich verändert aber nicht der Stil.
Reverend C: Natürlich spiele ich auf dem Cello neben Riffs und rhythmischen Begleitungen auch Sachen, die eher etwas klassisch angehaucht sind oder sehr melodiös, in einem Song würde ich auch einen dezenten Folk-Einfluss nicht von der Hand weisen. Das ist ja aber nur ein Instrument, eine Stimme innerhalb eines Bandsounds, der sich im Endeffekt treu geblieben ist.
Man sagt Euch Live eine gehörige Portion Power on Stage nach! Wie müssen die Leser, die Euch nicht kennen, denn eine E-Lane Show vorstellen?
Sarah: Schwierige Frage: Ich denke was den Leuten gefällt ist, dass sie sehen können wie viel Spaß wir an unserer Musik haben und wie wir in diesen Songs aufgehen.
Reverend C.: Du hast Spaß auf der Bühne? Für mich ist das akustische …
Sarah: Na, dann gehst du ja auch irgendwie in der Musik auf. Jedem das seine.(lacht) Wir leben unsere Musik auf der Bühne. Jeder von uns hat seine Stärken auf der Bühne. Wir haben einen Cellisten, der regelmäßig von Rock’n’Roll-Dämonen besessen ist , einen Schlagzeuger, den man nach dem Auftritt kaum von der Bühne hinunter bekommt, einen Gitarristen, der sich nach jedem Konzert beschwert, wie viele Haare er schon wieder beim moschen verloren hat und einen Bassisten, der seiner Spielfreude Ausdruck verleiht indem er springt.
Reverend C.: Und wir haben eine ausdrucksstarke Sängerin, die regelmäßig schon beim Soundcheck für offene Münder sorgt.
Apropos: „Live“ - Ihr habt gleich auf Eurer Festival-Premiere die Bühne mit Bands wie Haggard und Corvus Corax geteilt. Was war das für eine Erfahrung für Euch zu diesem Zeitpunkt?
Reverend C.: Ich denke, so etwas ist unabhängig vom Zeitpunkt ein schönes Erlebnis. Nicht nur, weil man den eigenen Bandnamen neben den bekannteren Namen sieht, sondern auch, weil man die Möglichkeit hat, den einen oder anderen Plausch zu halten. Besonders nett war es in diesem Zusammenhang, Corvus Corax zu treffen, da Norri alias Harmann der Drescher mit K.D.A. ja auch zu den „Encircled“-Remixern zählt. Musiker sind ja nun mal ein Völkchen für sich und auf einem Festival kann man im Kreise Gleichgesinnter eben problemlos eine gute Zeit haben.
Wie geht es nun weiter? Ist eine weitere Produktion in Planung?
Sarah: An Plänen mangelt es nicht und wir werden natürlich versuchen so viele wie möglich davon umzusetzen. Tatsächlich möchten wir noch 2009 wieder ins Studio gehen. Die Produktion ist momentan auch schon in der Planungsphase. Mehr möchte ich hier aber nicht verraten. Unsere Homepage und unsere myspace-Seite halten euch auf dem Laufenden. |