Hallo Didic!
Ich bitte Dich um eine kurze Vorstellung von Wintermond!
Ja, hallo! Wintermond ist eine kleine Capelle aus Münster. Angefangen
als Studioprojekt
versuchen wir nun mehr irgendwie unseren Weg auf die Bühne zu finden.
Die Musikrichtung
von Wintermond ist schwer einzuordnen und ich selbst will unsere Musik
nicht in irgendeine Schublade stecken. Wer die bisherigen Songs von
Wintermond kennt, wird verstehen was ich meine.
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Du hast, nachdem Du vorerst für die Studioaufnahmen lediglich ein Duo
mit Gabrielle
am Gesang formtest, nun ein Line-Up für die Livepräsenz
zusammengestellt.
Inwieweit seid Ihr für diese Vorhaben gerüstet?
Die Proben laufen. Ich denke in der ersten Jahreshälfte des kommenden
Jahres
kann man sich ein genaues Bild machen in wie weit wir gerüstet waren.
Um etwas mehr dazu zu sagen... Als Liveband mussten wir bei Null
anfangen. Es fing an über
Proberaumsuche, Beschaffung von Equipment und nicht zu vergessen die
Suche nach weiteren Livemusikern.
Es hat sich alles etwas hingezogen, doch glücklicherweise ist dieser
Part geschafft!
Ihr habt beim Sonic Seducer Wettbewerb als Sieger der Leserwahl
abgeräumt, was
hatte das bislang für positive Folgen?
In erster Linie hat es in uns und vor allem mir selbst den Ergeiz
geweckt, mehr zu wollen.
Mehr noch wage ich zu sagen, dass es ohne den Battle of the Bands und
dessen Ergebnis
Wintermond eventuell schon gar nicht mehr existieren würde.
Was haltet ihr im Allgemeinen von Band-Contests?
Es liegt in der Natur des Menschen sich mit anderen zu vergleichen. Das
gilt auch für
Bands und Musiker. Auch ist es immer schön für sich selbst zu wissen,
wie die eigene
Musik bei den Leuten ankommt. Warum dann nicht auch die Teilnahme an
einem Band-Contest um es herauszufinden?
Mit anderen Worten, wir finden sie gut!
Eure aktuelle CD „Ein Tropfen Seligkeit“ habt Ihr über das Internet
zum kostenlosen
Download zur Verfügung gestellt. Wie seht ihr im Allgemeinen den
Vertrieb (kostenlos
oder gegen Gebühr) über das Web?
Internet gehört mittlerweile einfach dazu und fast jeder nutzt es. Aber
mal ehrlich -
eine richtige CD in den Händen zu halten ist doch immer schöner als nur
ein paar
Daten auf dem Rechner zu besitzen!
Leider hat alles seinen Preis und wie alle wissen, sind Musiker eh immer
pleite :)
Darum haben wir uns für die kostenlose Internetveröffentlichung
entschieden. Ich gestehe, es
steckte auch ein wenig Strategie dahinter. Denn wer entdeckt schon gern
neue Musik für sich
wenn er im Vorfeld dafür zahlen muss? Kurzum, durch das Netz erreicht
man einfach viel mehr Menschen als ohne.
Eure Demo-CD „Blutrot“ war ziemlich schnell vergriffen. Habt Ihr vor,
diese CD noch
einmal neu aufzulegen?
Nein. Definitiv nicht! Den einen oder anderen Song werden wir vielleicht
mit in unser
Liveprogramm aufnehmen. Ansonsten ist die Qualität der Aufnahmen einfach
zu schlecht.
Ich persönlich könnte die Platte nicht ohne schlechtes Gewissen neu
auflegen.
Wer es aber mag, kann sich "Blutrot" natürlich weiterhin aus dem
Internet ziehen.
Wintermond ist ja noch eine recht junge Band, wie siehst Du denn nun
nach den jüngsten
Erfolgen die musikalische Zukunft?
Als erstes müssen wir zeigen das es auch Live klappt! Das ist eine ganz
andere Liga als Studioarbeit.
Alles Weitere wird sich ergeben.
Was macht Dein Nebenprojekt JudasKuss? Erstmal auf Eis gelegt oder
lässt sich beides
nebeneinander her noch vereinbaren?
Momentan ist es in der Tat auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt.
Wintermond verlangt einfach zu viel Zeit, die ich aber auch sehr gern
investiere! Britta versteht das und darüber bin ich sehr glücklich. Zur
Entwarnung - JudasKuss ist nicht tot!
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Was steht demnächst nach den ersten Livegigs auf den Plan?
Derzeit läuft alles kreuz und quer. Die Bandproben, das Schreiben an
neuen Stücken und das drum herum. Genug Material für eine neue Platte
wäre vorhanden. Ja, ich denke nach den ersten Gigs werden wir uns wieder
an Aufnahmen begeben. Vielleicht auch parallel, mal sehen - der Wille
ist jedenfalls vorhanden!
Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:
Wie siehst Du die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie zum
Beispiel der
Gothic- und Metalszene?
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| Ich erfinde jetzt mal ein neues Wort, denn so "subkulturig" finde ich
diese Szenen nicht mehr!
Irgendwie vermischt sich doch alles. Man findet Gothic- und Metalbands
zum Teil sogar in den Charts und deren Videoclips im Musikfernsehen.
Natürlich nicht so viele - aber das würden wir uns alle insgeheim
sicherlich auch nicht wünschen, oder doch?
Welche Vor- und/oder Nachteile siehst Du in große Webcommunities wie
z.B. myspace?
Für Bands und Musiker ist Myspace meiner Meinung nach ein guter Weg um
sich vorzustellen und um auf sich aufmerksam zu machen. Wer Musik macht
und damit in die Öffentlichkeit geht, will ja auch offensichtlich
Aufmerksamkeit - ansonsten würde das niemand machen. Darum spricht auch
nichts dagegen, sich Webcommunities zu Nutzen zu machen.
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die
schlechtesten
Erfahrungen in der Musikwelt?
Positiv ist immer das Feedback der Leute die deine Musik hören
beziehungsweise gehört haben. Egal ob nun positiv oder negativ! Oder
wenn sie dir erzählen was sie in deine Lieder hineininterpretieren und
was sie ihnen bedeuten. Es gibt kaum etwas Schöneres!
Schräge und schlechte Erfahrungen haben wir eigentlich noch keine
gesammelt. Wie gesagt.. bisher haben wir uns noch versteckt und auch nur
einen kleinen Blick in die große Musikwelt riskiert. Vielleicht stellst
Du uns diese Frage in ein oder zwei Jahren ja nochmal?!
Gerne! ;-)
Ich bedanke mich für dieses Interview,
die letzten Worte gehören dem Künstler! :
Den Dank gebe ich im Namen der Band zurück! Was wären Bands nur ohne
Leute, die ihre Musik hören und sich für ihr Schaffen interessieren?
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Wintermond „Ein Tropfen Seligkeit“
Vorhang auf! Die
Ouvertüre erklingt zum düsterschaurigen Schauspiel, das sich da „Ein
Tropfen Seligkeit“ ruft. Voller Melancholie und Tiefgang flüstern
uns Wintermond die in deutscher Lyrik vorgetragenen Songs in die
Ohren. Didic und Gabrielle singen sich mehr als überzeugend in die
Herzen der dunklen Seelen und dürften auch aus so manchen von jenen
sprechen. Wunderschöne Sinfoniebögen mit gekonnt akzentuierten
Pianoeinsätzen eingebettet in einem musikalischen Background, der
sich irgendwo im Dark/Gothic-Rock ansiedelt und dabei eine ganz
eigene Landschaft errichtet. Man hat beim Lauschen dieses Albums das
Gefühl, als würde der Wintermond in tatsächlicher Gestalt auf einem
herunterschauen und uns Licht und Nähe in kalten (Seelen-)Tagen
spenden. Bleibt eigentlich am Ende nur ein Wunsch offen…das sich
hoffentlich bald schon jemand findet, der dieser Band den nötigen
Support gibt, damit man dieses Album, welches bis jetzt noch eine
reine Internetveröffentlichung ist, schon bald auf Silberling mit
dem vorhandenen schönen Cover in den Händen halten kann... Daumen
hoch!!
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| visit: www.wintermond.net |
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