ALEXA

An der Seite der Muse Geschichten erzählen

Wie man mit klassischer Stimme in Begleitung gothisch-metallischer  Musik im Schatten von Nightwish, Within Temptation & Co. noch  neue Akzente setzen kann, beweist uns eindrucksvoll die Hannoveranerin ALEXA! Mit "Storyteller" hat sie in den vergangenen Monaten ein Album abgeliefert, welches einfach "nur" durch eine besondere Klasse überzeugt. Dem Dark Feather stand die sympathische Sängerin, welche ihre "Geschichten" live mit Gastmusikern umsetzt, für ein Interview Rede und Antwort.

 

 
Dark Feather Ausgabe 3

Hallo Alexa! Erzähle doch bitte den Lesern des Dark Feather einmal kurz etwas zu Deiner Person! 

Alexa ist abgeleitet von meinem eigentlichen Vornamen Alexandra,  ich schreibe seit vielen Jahren eigene Songs und habe vor knapp zwei Jahren damit begonnen, einige Stücke im Studio produzieren zu lassen. 

Wie kam es zur Entstehung zu „Storyteller“? 

Ich hatte einen Text über eine alte schottische Sage gelesen und bekam plötzlich Lust, dazu einen Song zu schreiben. Dadurch, das ich ja wusste, worüber ich schreiben wollte, bekam ich auch tatsächlich einen Text zusammen. Was mir die Jahre vorher eigentlich immer eher schwer gefallen war. Und so kam mir der Einfall, auch weiterhin musikalisch „Märchen zu erzählen“.

Du bist im Moment im Studio an neuen Songs beschäftigt, wie gehen die Arbeiten voran? 

Es geht prima voran. Im November hatte ich nach einem Gitarristen gesucht, weil es besser ist, wenn die Gitarrenparts schon vorbereitet werden können, bevor die eigentlichen Aufnahmen losgehen. Und ich hatte Glück, einen prima Typen zu finden. Er heißt Ömme, kommt aus Hildesheim und ich kann mit ihm wirklich super zusammenarbeiten.

Die Gitarrenaufnahmen sind mittlerweile auch im Kasten, jetzt muss ich halt noch die Songs einsingen.

 

Alexa 1

Bereits seit ca. 18 Jahren praktizierst Du klassischen Gesang (was zweifellos Deiner Stimme mehr als positiv anzumerken ist!). Gab es bereits vorher Projekte in denen Du involviert warst? 

Also erstmal vielen Dank für das Kompliment! ;-)
Aufgrund meines enormen Lampenfiebers habe ich bisher nur in verschiedenen Chören gesungen. Früher war es so schlimm, dass ich teilweise keinen Ton mehr raus gebracht habe, sobald ich vor Publikum singen sollte. Mittlerweile bin ich zwar immer noch wahnsinnig nervös, aber die Stimme bleibt wenigstens nicht mehr weg. 

Ja, das liebe Lampenfieber ;-) Apropos Projekte: Wer ist außer Roland Loy denn noch bei „Alexa“ eingebunden? 

Momentan ist außer Roland noch Ömme mit von der Partie, was die musikalische Seite angeht. 

Du hast bereits Konzerte geplant, wie setzt Du diese um? 

Ich liebe es mich zu verkleiden und tolle Kostüme zu entwerfen, die ich dann tragen kann. Außerdem hatte ich im letzten Jahr schon Auftritte, bei denen ich gemeinsam mit einer befreundeten Gothic-Tribal-Tänzerin auf der Bühne stand. So hatte sie z. B. zu dem Song „Life must go on“ eine Choreographie erarbeitet, in der ich darstellerisch ein wenig mit eingebunden war, so dass wir auf der Bühne fast ein kleines Musical darbieten konnten. Das möchte ich auch, sofern es die Locations der Auftritte zulassen, sehr gern weiterführen, weil es viel Spaß macht! Ist allerdings der Bühnenraum begrenzt, trete ich halt „nur“ mit Ömme auf. 

Hast Du eine kontinuierliche Arbeit mit Gastmusikern geplant oder schwebt Dir auf Dauer schon eine feste Band um Alexa vor? 

Im Moment werde ich erstmal ohne feste Band arbeiten. Es ist sehr schwierig, passende Musiker zu finden. Und ich bin auch eigentlich absolut kein Bandleader :-D  

Integrierst Du auf der Bühne bereits neue unveröffentlichte Songs oder gibt es gar altes Material, welches es nicht auf dem Debüt geschafft hat? 

Ich will auf jeden Fall auch neue Songs mit auf die Bühne nehmen, sobald die nächsten fertig sind.  

Nochmal zurück zu „Storyteller“, was transportierst Du durch Deine Lyrics, was inspirierte Dich beim Songwriting? 

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal sind es persönliche Erlebnisse, manchmal ein Bild, das ich irgendwo sehe. Oder auch Szenerien in der Natur. Oder ein Buch, das ich lese. 

 

Alexa 2

Und was erwartet dem Fan und Zuhörer mit dem neuen Material, wie sehen Deine musikalischen Zukunftspläne im Allgemeinen aus? 

Es soll allgemein etwas rockiger und griffiger werden.

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

 Ich möchte mich noch einmal bei allen sehr herzlich bedanken, die mich so tatkräftig  unterstützen und hoffe, dass wir uns dieses Jahr mal auf dem einen oder anderen Konzert sehen werden!

Alexa CD Cover Alexa „Storyteller“ 2008 E.P.

 „A Stroryteller, that’s what I am, I’m telling you tales from faraway land…” so wunderschön wie diese ersten lyrischen Zeilen von „Storyteller“ klingen, nimmt uns auch die Musik verträumt und stürmisch mit auf die Reise in ein weit entferntes Land, in der scheinbar Feen und Elfen von vergangenen Zeiten zu berichten wissen. Dieses Bild jedenfalls dürfte sich manchem Hörer  erschließen, der zum ersten Mal mit diesem Mini-Album in Berührung kommen. Mitreißende Melodiebögen begleitet von gezielt akzentuierten gotisch metallischen Gitarrenriffs thront über allem die hinreißende klassisch rockige Stimme von Alexa. Wer nun an Bands wie Nightwish, Within Temptation und co. denkt, liegt so falsch nicht. Wer aber glaubt, es handelt sich hier um eine weitere zum tausendsten Mal gehörten Kopie dieser Sparte, liegt definitiv daneben. Zu eigen, zu beeindruckend ist die Musik von Alexa, was vor allem den Einsatz ihrer Stimme betrifft. Gelungen auch, das man nicht versucht, sich selbst musikalisch zu wiederholen, hier fließen durchaus verschiedene Elemente der Rockmusik in die Musik mit ein und man verweilt nicht in Klischees.  Ein Silberling, welcher neugierig auf weiteres macht, dazu ein wunderschönes Cover, sollte jeden, der sich im Umfeld des Gothic und Metal mit klassischen Stimmen wohl fühlt, ein Ohr und ein Auge leihen lassen! Mehr davon!!

visit: www.alexa-musik.de

 

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