Bleeding Tears

Dunkler Wind aus Venezuela

Mit den Düster-Metallern von BLEEDING TEARS aus Venezuela präsentiert das Dark Feather in dieser dritten Ausgab seine ersten internationalen Gäste! Musikalisch siedeln sie sich in den Bereichen des Death-, Doom-, Black- und Gothic-Metal an und konnten in ihrer Heimat schon Support-Gigs für unter anderem Epica und Theatres Des Vampires geben. Im Moment sind sie im Studio um ihr Debüt-Album aufzunehmen. Für uns nahmen sie sich die Zeit für folgendes Interview!

 

 
Dark Feather Ausgabe 3

Hallo Bleeding Tears! Erzählt doch bitte unseren deutschsprachigen Lesern einmal zu Beginn dieses Interviews  wer Ihr seid!        

Grüsse Euch! Wir sind Bleeding Tears, eine Gothic-Metal Band aus Valencia-Venezuela, die Band besteht aus folgenden Mitgliedern: 

Darwin Gil – Extreme Voices,  Carla Valsangiacomo – Soprano I,   Vanessa Murillo – Soprano II,   Alejandro Pinto – Piano & Keyboards, Georgie Peroza – Lead Guitar,   Víctor Peña – Rhythm Guitar,    Jaime Murillo – Bass und Geovanny Morillo – Drums

Bleeding Tears 1

Was bedeutet der Name “Bleeding Tears”?

Wir sagen dazu nur: “When being born the weeping is the universal language and the tears are only an expression conduit, at interpretation level it is the voice and the instrumentation the one that will express the emotions surrounded in each one of the letters and compositions, the blood is the representation of vital fluid, which gives to us lucidity and movement, which does humans to us” 

Ihr habt Euch im Jahre 2004 gegründet. Was habt Ihr bisher erlebt?

Wir haben eine Menge für uns wichtige Leute kennen gelernt, was uns der Weiterentwicklung diente. Wir haben entdeckt, das unmögliche Träume wahr werden können, wenn man zusammen an einem Strang zieht.

Bitte erzählt uns etwas über Eure musikalischen Einflüsse und falls ihr Vorbilder habt, wer sind diese?

Unser Sound ist eine Mixtur aus Death, Heavy und Doom gepaart mit einer großen Essenz aus Gothic Metal. Wir können sagen, daß wir unter anderen von Bands wie Tristania, The Sins of Thy Beloved,  Saturnus, Theatre of Tragedy und Penumbra  beeinflusst sind.  

Ihr habt bereits schon oft Euer Line up verändert. Wie ist es jetzt, seit ihr glücklich mit der aktuellen Besetzung?

Wie die meisten Bands haben wir viele Musiker in unseren Reihen gehabt bis wir die aktuelle Besetzung gefunden haben, jenes nun aber kontinuierlich seit 2005. Aber wenn immer es nötig ist, die Band zugunsten der Entwicklung weiter zu verändern, werden wir dies auch tun. 

Ihr nehmt gerade Euer Debüt-Album auf, könnt ihr schon verraten, was uns musikalisch und lyrisch erwartet?

Unser Album wird 10 Tracks beinhalten, es wird unter anderem beeinflusst sein von Death, Doom, auch Black Metal Genres mit vielen orchestralen Parts und Chören. Die Lyriks handeln von Liebe, Verzweiflung, Vampirismus bis zur Religion. 

Wie ist die Szenesituation in Venezuela, gibt es dort viele Bands aus dem Gothic und Metal Genre? Wie siehts aus mit Clubs, Livemöglichkeiten und so weiter?

Nun ja, es gibt viele Gothic Bands, aber nicht alle sind aktiv in der Szene zugange, hier gibt es gute Unterstützung vom Publikum, Szene-Clubs gibt es nicht so viele wie in anderen Ländern, aber jene Clubs, die diese Szene unterstützen, geben ihr bestes. Es gibt einige Möglichkeiten zu spielen, aber Du mußt hart dran arbeiten, um heranzukommen.

Nehmen wir mal an, eine europäische Gothic oder Metal Band plant eine Tour durch Euer Land und sie wissen nicht, was Ihnen dort erwartet. Wie würdet Ihr Jenen die Situation beschreiben, was für Tipps würdet Ihr geben? 

Zuerst, die Band muss bekannt sein. Falls nicht, sie müssen ihr Material gut promoten, um bekannt zu werden. Auch müssen sie darauf achten einen guten Tour-Manager an der Hand zu haben. Das Publikum ist hier sehr aufgeschlossen und wenn die Band gut ist, geht es völlig ab! 

Apropos abgehen, das südamerikanische Temperament ist uns ja allgemein bekannt, aber wie temperamentvoll sind die Fans denn speziell in Venezuela?

Bleeding Tears 2

Geradzu „explodierend“, manche schlafen drei Tage draußen vor dem Konzert, sie gehen nicht weg bis sie als erstes drinnen sind, um ihr Lieblings-Band zu sehen, selbst nicht, wenn sie hungrig sind. Es ist so verrückt, aber es zeigt die Liebe zu dieser Musik. 

Zurück zu Eurem entstehenden Album. Was sind Eure Erwartungen und generell Eure Zukunftsplanungen?

Wir machen ein exzellentes Album, danach Konzerte um es zu promoten. Wir schreiben im Moment auch neue Songs und sind dabei unser erstes Video anzugehen. 

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene in Venezuela und weltweit?

Hier in Venezuela ist die Szene allmählich angewachsen, viele Bands aus Amerika kommen, auch aus Europa, wie zum Beispiel Epica, welchen Gig wir eröffnen durften. Viele Bands kamen seit 2006, vor einigen Jahren war die Szene noch sehr klein, aber nun kannst Du ein großes Ausmaß an Leuten sehen, die sich dieser Subkultur zugehörig fühlen.
Weltweit wächst die Szene stetig an, man sieht es überall. 

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Positiv gesehen, hilft es Informationen über Locations zu verbreiten, was für uns normalerweise nicht so einfach ist. Negativ ist anzumerken, das es zu Diebstahl geistigen Eigentums und zur Fälschungen auf einigen Communities kommen kann, wo Aussagen einfach verdreht werden.                

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

 Die größten Erfahrungen war für uns, auf Events wie das “Gothic Night Fest” zu spielen, wo sich viele wichtige Gothic Bands von Venezuela präsentierten. Wir erinnern uns gerne an unseren ersten Shows in Städten wie Caracas oder Valencia, wo das Publikum uns völlig verrückt aufforderte alle Songs von uns über der eigentlichen Giglänge hinaus zu spielen. Wir waren so aufgeregt über all dieses.
Verrückt war die Erfahrung eines Events im Osten des Landes welches den Namen „Soul Vampire Fest“ trägt., das Ganze war ein einziges Disaster, wir konnten absolut nichts verstehen.
Bis jetzt war unser schlimmste Erlebnis jedoch die Absage einer Veranstaltung, welches wir bereits organisiert hatten, das zweite „Gothic Night Fest“. Wir haben viel Geld verloren, wir luden Gaias Pendulum aus Kolumbien ein, aber die Regierung hat die ganze Veranstaltung am Tag des Events verboten. Stell Dir das Publikum vor, alle waren aufgebracht und wütend, wir haben einiges aus dieser Erfahrung gelernt.
 

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Wir danken Dir so sehr Holger, daß Du mit uns dieses Interview führtest und uns somit eine Chance gibst,  uns dem deutschen Publikum vorzustellen. Wir sind wirklich sehr glücklich darüber.

visit: www.myspace.com/bleedingtearsdarkgothicmetal

 

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