Ihr habt grade Euer erstes offizielles Release „Rache“ fertig gestellt, welches Ihr demnächst auf das Volk loslassen werdet, wie waren die Vorabreaktionen bisher? Seid Ihr zufrieden?
Wir sind ja noch nicht so lange, dafür aber recht intensiv unterwegs. Der Ruf nach etwas Mitnehmbaren von uns wurde immer lauter. So haben wir uns bemüht, dem nachzukommen. Die Anhängerschar ist bisher hoch erfreut, ob des Erlauschten. Offizielle gaben sich unterschiedlich, doch zumeist recht positiv. Letztendlich bleibt alles ein Teil des Abenteuers und die Zeit wird zeigen, was die Saat einbringt.
„Rache“ erklingt für mich erfreulich abwechslungsreich und reif. Wie gestaltete sich der Entstehungsprozess zu diesem Output?
Tja... Melodien wurden von den Musikbeteiligten dargereicht, Texte tatkräftigst hervorgewürgt, es wurde geliebt, verworfen, neu geschaffen, arrangiert, geschwitzt gestritten und... aufgespielt! Lieder passieren einfach, manchmal sitzt man ewig und nichts will kommen. Dann knallt es und die Quelle sprudelt. Trotzdem ist es nicht leicht, die wichtigsten Eindrücke aus sich herauszulauschen. Um es mit den Worten der Ärzte zu sagen, „wir spielen die Lieder, die wir selbst immer schon mal hören wollten“.
Welche tiefgreifenden Veränderungen gab es seit Eurer selbstbetitelten und in Eigenvertrieb veröffentlichten Demo-CD bis zu nun „Rache“?
Jede Menge! Die Mannschaft war noch wechselhaft, die Bühnen wurden größer, die Ideen kostspieliger. Der Anspruch wächst ja immer mit. So richtig zufrieden sind wir fast nie: „da geht noch was!“. Man darf nicht feige sein und muss sich immer wieder stellen, vor allem sich selbst. Dann bewegt sich was, dann wird es gut.
Hat der Album-Titel „Rache“ eine spezielle Bedeutung für Euch? Warum habt ihr gerade diesen Songtitel auch zum Albumtitel erhoben?
Der Song beinhaltet für uns den Sieg über Unfreiheit und Mauern. Niemand hält uns fest oder er muss sich uns Stellen. Es gibt oft zu viele Gesetze und zu wenig Gerechtigkeit. Wer sehnt sich da nicht schon mal danach, die Dinge einfach mit dem Schwert in der Hand zu klären und am Ende stolz an den Feuern von seinen Abenteuern zu berichten.
Erzählt doch bitte mal unseren Lesern, was Ihr mit Euren Lyrics generell zum Ausdruck bringt!
Vieles fließt ein, dunkle Sehnsüchte, Alpträume, Abenteuerlust, Erlebtes und alte Geschichten aus anderer Sicht. Letztendlich erzählen wir alles so, dass der Zuhörer Platz für eigene Bilder und Phantasien hat.
Wie kam es zu dem Kontakt und zur Zusammenarbeit mit SMP-Records?
Auf dem Hörnerfest 2007 konnten wir uns in die Ohren dieser edlen Gesellen spielen. Worauf sie uns ermutigten und unser Erstlingswerk über ihren Onlineshop vertrieben. Als Rache fertig war wurde daraus mehr. Man nahm uns freundlichst und vollends mit einem Kontrakt in die Trollzorngemeinschaft auf.
Euer erstes Konzert absolviertet Ihr im Sommer 2005, seither hat sich ja schon so einiges bei Euch getan, wie seid Ihr insgesamt mit den knapp dreieinhalb Jahren Ragnaröek zufrieden?
Zufriedenheit ist etwas für alle, die einpacken wollen. Aber ja, es war bisher oft so, dass wir inne hielten und dachten, das ist unglaublich! Doch wie gesagt: „da geht noch was!“
Ich möchte noch mal kurz auf Eurem Bandnamen zurückkommen. Ihr seid ja nicht die einzigen Musiker, die diesen Namen tragen, andere Bands unterscheiden sich lediglich durch die Schreibweise. Habt Ihr keine Befürchtungen, dass es zu Verwechslungen kommt, grade auch in Hinsicht wachsenden Erfolges Eurerseits?
Klar geht uns das schon mal mächtig aufs Gekröse, aber der Name hat einfach Kraft. Wir müssen uns einfach bemühen zu zeigen, dass wir auch die Verkörperung desselben sind. Nichts ist geschenkt, aber das spornt uns nur noch mehr an!
Wie sehen Eure Zukunftspläne aus, was kommt nun nach Veröffentlichung der „Rache“?
Wir basteln gerade an neuen Songs und sind dabei, die Bühnenshow zu überarbeiten. Außerdem hat die Erdenscheibe noch zu viele weiße Flecken in Puncto Präsenz der Barden. Die Aufgaben der Gemeinschaft sind mannigfaltig und somit ist Rastlosigkeit angesagt.
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