Hallo Stormgarde, das Dark Feather bittet um eine kurze Vorstellung, wie sieht Eure aktuelle Besetzung aus?
Stormgarde sind Sabrina: Vocals, Markus: Guitars und Guenter: Drums |
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Seid Ihr mittlerweile wieder eine komplette Stammbesetzung?
Nein, leider nicht. Im Moment helfen uns Sebastian Watolla und ex- Basser Stefan (Pfanny) Leushacke (beide von Neon Sunrise)aus.
Ihr habt eine meiner Meinung nach sehr professionelle Debüt-CD abgeliefert, wie verlief für Euch der Produktionsprozess, lief am Ende alles nach Euren Wünschen?
Es hat sich leider durch einige Dinge etwas hinausgezögert. Wirsind mit der Arbeit von Sascha Risseler, der die Scheibe mit uns produzierte, sehr zufrieden. |
Euch gibt es bereits seit 2001, dennoch habt Ihr mal abgesehen von einem Demo erst vor zwei Monaten Euer Debüt zum Leben erweckt. War die Zeit einfach noch nicht reif oder war das die Folge unerwünschter Verzögerungen durch Besetzungsprobleme?
Eigentlich beides. Das ganze startete mehr oder weniger als „Schüler- Hobby- Band“, wir haben uns tierisch viel Zeit mit allem gelassen, und überhaupt nicht daran gedacht das ganze in irgend einer Art und Weise „kommerziell“ laufen zu lassen. Als die Band sich dann zu etwas ernsterem entwickelte, gingen uns die Musiker aus diversen Gründen aus. Wir hatten unendlich viele Gitarristen und Keyboarder die sich vorgestellt haben, aber es hat 3 Jahre gedauert bis wir Markus fanden. Und am Keyboard hat sich bis heute immer noch nichts getan. Und nun sind wir wieder zu dritt. Des Weiteren sind wir berufstätig bzw. studieren, was natürlich nicht alles vereinfacht. Aber damit haben andere genauso Probleme wie wir.
Sabrina, die meisten Lyrics stammen aus Deiner Feder. Was inspiriert Dich beim schreiben?
Im Grunde genommen alles, was mir so am Tag und im Leben passiert. Oft habe ich wochenlang keine Idee und kein Thema, über was ich schreiben kann und dann habe ich Ideen für mehrere Texte. Ich kann mich nicht hinsetzen und mir etwas aus den Fingern saugen. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mir Texte ganz früher gar nicht mal so wichtig waren, was sich mittlerweile aber geändert hat. Nicht jeder Text hat somit eine „tiefe Bedeutung“ :-)
Ein wunderschönes Cover ziert Euer Album. Wer hatte die Idee dazu und bringt der Spiegel im Endeffekt „the answer“?
Das Cover- Artwork und die Idee stammen von Björn Gossens von www.killustrations.com (auch Night in Gales, The Very End). Das Booklet wurde von Marie Schiemann, der Freundin unseres Drummers, entworfen. Der Spiegel repräsentiert im Prinzip das Bild, was jeder von sich sieht und symbolisiert somit, dass die Antwort auf die meisten Fragen in uns selbst liegt. Das vergessen viele in der heutigen Zeit. Die Gesellschaft besteht aus Massenkonsum und Oberflächlichkeit. Nicht viele Menschen stehen zu ihren eigenen Meinungen.
Habt Ihr mittlerweile Kontakte zu Label oder Vertrieb?
Bis jetzt haben wir keine Angebote bekommen die sich für uns lohnen würden. Zudem gibt es sehr viele unseriöse Verträge die im Underground kursieren, in denen erstmal ein paar Tausend Euro auf den Tisch gelegt werden sollen, bevor man überhaupt beim Label unter Vertrag kommt. Wir suchen allerdings nach einem internationalen Vertriebspartner.
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Für was steht der Name Stormgarde für Euch?
Mit 14 Jahren, als unser Drummer begann, Musiker für eine Band zu suchen, fand er den Namen sehr cool. Zumal er im eigentlichen Sinne keine Bedeutung hat, da „garde“ kein englisches Wort ist.
Wie geht es weiter, was soll die Zukunft nun der Stormgarde erfüllen?
Wer weiß, was die Zukunft bringt? Uns ist es momentan wichtig, Spaß am Musikmachen zu haben und einige Konzerte zu geben. Was kommt, das kommt.
Viele CDs und T- Shirts verkaufen wäre aber auch super :)
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| Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?
Wir haben eigentlich keine Ahnung wie die Entwicklung in der Gothic- Szene aussieht, da wir nichts mit „Gothic“ im eigentlichen Sinne zu tun haben. Wir gehen zum Beispiel auch in Jeans und T- Shirts auf die Bühne. A nsonsten haben wir das Gefühl, dass es nur noch Bands und keine Konsumenten mehr gibt. Speziell im Ruhrgebiet gibt es bald mehr Bands als Konzertbesucher. Was die Veranstalter denken lässt, dass sie den Bands nicht mal mehr Sprit- Geld und Verpflegung zukommen lassen muss, was sehr schade ist.
Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Kontakte knüpfen, mehr Möglichkeiten, sich zu präsentieren und dementsprechend Leute auf sich aufmerksam machen. Nachteile? Man verliert schnell den Überblick, es gibt einfach zu viele Bands.
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Man erlebt unzählige komische Sachen. Speziell mit Veranstaltern. Es wird beispielsweise gerne mal erst der Raum gezeigt, wo man Kiffen kann, bevor einem jemand sagt wo man seine Instrumente die man auf dem Rücken hat, hinpacken darf.
Tse tse tse…:-) Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
Rocken!! |
Stormgarde – The Answer 2008
Neugierig bin ich auf diese Band geworden, als mir im Netz der Song „Like A Prison“ zu Ohren kam. Nun liegt die CD vor mir und ich muss schon sagen, es überrascht mich angenehm, denn ich hätte nicht gedacht, das „The Answer“ als ganzes Album dieses Level über die volle Länge halten kann – tut es aber! Zugegeben, Stormgarde haben mit ihrer Ansiedlung irgendwo zwischen Melodic- , Power-, und Heavy-Metal gepaart mit weiblichen Gesang Musik, Stil und Genre nicht gerade neu erfunden; aber das, denke ich mal, wollten sie auch gar nicht. Stattdessen haben sie versucht, mit Qualität aus den bereits vielmals durchschifften Fahrwassern aus dem langweiligen Durchschnitt herauszuragen…und das ist ihnen mit „The Answer“ definitiv gelungen. Erfreulich fällt auf, mit welcher Liebe zum Detail hier die Arrangements vollzogen wurden, jeder einzelne Musiker beweist außerdem, das er sein Instrument nicht erst seit gestern beherrscht. Sabrina setzt mit ihrer kraftvollen und vielseitigen Stimme (mit welcher sie sich problemlos in verschiedenen Metal-, Gothic- und artverwandten Feldern zu Hause fühlen kann) der Garde die Krone auf. Man geizt auf diesem Album auch nicht damit, musikalisch über den Tellerrand zu schauen, wie zum Beispiel die vorhandenen progressiven Rockelemente beweisen. Ein guter Sound und ein schönes Cover runden das Werk ab. Alles in allem ein feines Teil!
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