Umbra Oculta

Er-Leben, Erfahren und ästhetische Abstraktionen

Drei Musiker und mindestens doppelt so viele musikalische Einflüsse birgt die Welt von UMBRA OCULTA. DiePaderborner haben es geschafft, eine interessante und eigenständige dunkle Mixtur von synthetischen Keyboardsounds bis hin zu harten Metal-Gitarren zu erschaffen, die nicht nur überzeugt, sondern obendrein auch noch einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Über die Entstehung von UMBRA OCULTA, ihren menschlichen und musikalischen Antrieb sich ans Songwriting zu setzen und einiges mehr lassen uns die Künstler im folgenden einen Einblick gewähren.

 
Dark Feather Ausgabe 3

Herzlich Willkommen beim Dark Feather! Für unsere Leser, die Euch noch nicht kennen : Wer und was „versteckt“ sich hinter dem Namen Umbra Oculta! 

Um es vorweg zu nehmen, der Kern von "Umbra Oculta" (Versteckter Schatten) (umbra: lat. Schatten, oculta: span.verborgen) besteht im Prinzip aus nur zwei Leuten, Arthur Blaut und Peter Müller, denen die Songs en masse aus den Fingern fließen, es aber an der eigenen Möglichkeit zur gesanglichen Umsetzung fehlt. Carsten Liqui versteht sich als Dauer-Gast-Sänger, da er sich nicht speziell mit der Gothic- oder Metal-Szene verbunden fühlt und mit Stimme und Songtexten seine eigenen Inspirationen von außen einbringt.Von 2004-2005 bereicherte eine junge Sängerin Umbra Oculta mit ihren Kompositionen/Interpretationen. Danach kehrte Carsten, nachdem er einige Jahre seine eigene Wege gegangen war, zu Umbra Oculta zurück.

 

Umbra Oculta

Angefangen hat alles bereits im Jahre 2000 bei Euch. Was gibt es an interessanten Erlebnissen Eurer bisherigen musikalischen Reise zu berichten? 

Zum Einen natürlich unsere beiden Live-Auftritten. Das ist wohl für jede Band eines der spannendsten Erlebnisse. Zum Anderen, und das wiederum ist eine Erfahrung, die nicht Jeder macht, arbeiteten wir die Songs für einen Splatterspielfilm in Musical-Form aus. Äußerst erfrischend, der "ernsten" Musik für einige Zeit den Rücken zu kehren und quasi Slapstick-in-Liederform zu produzieren. Werbung in eigener Sache : Der Film heißt "Musical Ferox" und wird demnächst bundesweit veröffentlicht. 

Eure Musik birgt eine interessante Mischung von „synthetischen“ Klängen bis hin zu harten Metal-Gitarren mit sich. Soweit ich weiß,  kommt Ihr drei alle aus verschiedenen Musik-„Lagern“. Ist das der einzige Grund für diese besondere Mixtur oder gab es da von Anfang an einen gewissen Masterplan in Bezug auf Eigenständigkeit?

 Nein. Wir sind zusammengekommen, haben unsere Musik gemacht, gemerkt, daß durch unsere unterschiedliche Prägung ein interessantes cross-over entsteht, wir uns in unserer Gegensätzlichkeit ergänzen und klanglich harmonieren und versuchen seitdem auch bewusst, darauf zu achten, diesen Facettenreichtum nicht nur beizubehalten, sondern auch über Kontakt zu und Inspiration durch externe Künstler auszubauen. 

Eure Texte sind überwiegend in deutsch, jedoch nicht ausschließlich. Gibt es da eine bestimmte Richtung in der Ihr mal hinwollt oder werdet Ihr auch in Zukunft Euch da nicht festlegen? 

Festlegen möchten wir uns natürlich nicht, da eine Band, oder zumindest ihr Sänger/ihre Sängerin, sich in der Sprache, die er/sie nutzt, SICHER sein sollte, wird es wohl bei Englisch und Deutsch bleiben. Ob sich nun ein Schwerpunkt auf die eine oder andere Sprache legen wird, hängt natürlich davon ab, ob wir primär für ein deutsches oder ein internationales Publikum spielen werden. 

Ihr wollt erreichen, das sich die Hörer „in verschiedenen Phasen ihres Lebens in (Eurer ) Musik wieder finden“, was Euch mit Euren Texten und Erzeugen der Stimmungen auch sehr gut gelingt. Wie geht Ihr denn im Allgemeinen Euer Songwriting an, um diesen Vorsatz auch gerecht zu werden?  

Ein Mensch fühlt nichts, was nicht schon jemand vor ihm gefühlt hat. Er denkt nichts, was nicht vorher schon gedacht wurde. Alles, was wir schreiben, ist vor uns schon da gewesen und wird auch nach uns bis zum Ende der Menschheit wieder und immer wieder geschrieben werden. Die Menschen sind sich in ihren existentiellen Erfahrungen und Empfindungen ähnlicher als ihnen zumeist bewusst ist. Hass und Liebe, Leben und Tod, Freude und Schmerz, etc. sind grundlegende Teile menschlicher Erfahrung und werden somit irgendwann den einen Menschen dazu bewegen, einen Song zu schreiben und den anderen dazu, sich in diesem Song wieder zu finden.
Wenn nach der Methode gefragt wird, so kann und wird die Antwort immer "das Leben selbst" sein -Leben als Er-Leben, Erfahrung und das Sich-mit-dieser-Welt- Befassen- sowie dessen ästhetische Abstraktion über die Sprache. 

Gibt es bereits Planungen für ein Debüt-Album? 

Ja, also Augen und Ohren offenhalten! 

Wie steht es bei Euch mit Liveaktivitäten? 

Derzeit nicht. Wir arbeiten verstärkt an neuen Stücken. 

Und die allgemeinen Zukunftsplanungen bei Umbra Oculta?

 Wie gesagt, zunächst steht die Arbeit an neuen Stücken an, wir halten die Kontakte zu unserem Fankreis und versuchen, diesen natürlich zu vergrößern. Das ist, was wir tun können, und wie es sich dann weiterentwickelt, wird sich zeigen. 

 Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:  Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?

 Tja, offen gesprochen - keine Ahnung! 

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace? 

Vorteil : Jeder kann seine Musik öffentlich präsentieren! Nachteil : Jeder kann seine Musik öffentlich präsentieren!

Und das ist nicht nur scherzhaft gemeint. Was natürlich fehlt, ist ein klarer Indikator für Popularität. Die Verkaufszahlen einer CD weisen eindeutig auf die positive Resonanz auf den Musiker/die Musik hin, Besucherzahlen auf Internetcommunities hingegen sind "Geisterzahlen" und geben keinen eindeutigen Aufschluss. Schlußendlich weiß man nie, wie viele Besucher einer Seite sich auch TATSÄCHLICH die Musik angehört oder nur einen "Freundschaftsklick" verschenkt haben. 

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

 Wir haben mal auf Koks zu Techno gebumst. Lach....  

Soso… ;-) Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler!:

 Wir möchten uns ebenfalls herzlich für dieses Interview bedanken!

visit: www.myspace.com/umbraoculta

 

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