Black Design

BLACK DESIGN aus Sachsen-Anhalt bewegen sich schon seit einigen Jahren im musikalischen Underground, auch wenn von der ursprünglichen Besetzung lediglich noch Bandgründer Dennis Storch übrig geblieben ist. Aber wer einen festen Willen hat, gibt so schnell nicht auf und es hat sich gelohnt. Mittlerweile hat er mit neuen sehr talentierten BLACK DESIGN nicht nur wieder fit gemacht, sondern hat vor wenigen Tagen auch noch einen äusserst interessanten Tonträger auf die Szene(n!) losgelassen...
 
Dark Feather Ausgabe 4

Hallo Mandy, hallo Dennis, willkommen beim Dark Feather! Dennis, Du bist sozusagen der Kopf hinter Black Design, stelle doch bitte die gesamte Band einmal kurz vor!  

Also seit 2007 sind dabei der Stephan (Gitarre, Gesang, Komposition, Texte) und der Silvo (Bass) und die Mandy (Gesang). Seit 2006 in der Band sind der Sven (drums) und der Nico (Gitarre) und schließlich meine Person, die seit 1992, also seit 17 Jahren, Black Design sozusagen anführt.

Black Design

Bereits seit siebzehn Jahren komponierst Du bereits für dieses Projekt. Wie würdest Du die Entwicklung beschreiben, die Black Design bisher durchlebt hat?

Dennis: Na auf alle Fälle sehr, sehr lang. Ich denke das Bemerkenswerteste an der Band Black Design ist, dass Sie es immer wieder geschafft hat, sich von selbst zu erneuern. Es war nicht nur einfach so, dass ich nach einem Bruch einer alten Formation losgerannt bin und ich habe mir einfach neue Leute gesucht. Nein, in der Regel kamen Sie von selbst zu mir. Teilweise waren Sie Fans der Musik von Black Design und Sie waren der Meinung: „Black Design – das kann noch nicht alles gewesen sein.“ Und so kommt es, dass wir immer noch da sind.

Ihr habt gerade vor ein paar Tagen Euer Album „Unser Schicksal unser Weg“ veröffentlicht. Wie sind die Reaktionen bisher und wie vertreibt Ihr es?

Mandy: Wir vertreiben unsere Alben ausschließlich nur noch über Internet und auf Konzerten. Man unsere Songs in dem Downloadshop http://www.xsense-music.de/ für eine geringe Aufwandsentschädigung downloaden. Parallel dazu kann man bei mail unsere CDs bestellen. Früher haben wir Kaufhausketten wie Saturn und Müller in Halle, Leipzig und Gera mit CDs beliefert. Das wäre sicherlich auch heute noch möglich, aber ich denke Musik wie viele andere Dinge auch, erwirbt man in Zukunft im oder übers Internet.  

Ihr habt Euch bereits die Bühne mit Bands wie Projekt Pitchfork, And One oder Wolfsheim geteilt. Wie wichtig waren diese Erfahrungen für Euren Weg.  

Dennis: Na da bin ich, der Einzige, der etwas dazu sagen kann. Es war jeden Fall eine tolle Erfahrung. Ich denke dort sind wir in Bereiche vorgestoßen, wo die Bedingungen als Künstler auf der Bühne zu arbeiten nahe zu ideal gewesen sind. Allerdings muss ich auch dazu sagen, wir haben die Konzerte ja auch veranstaltet, dass Veranstalter sein, heutzutage fast ein unkalkulierbares Risiko ist und sich der Aufwand finanziell gesehen kaum lohnt.  

Apropos lohnt... Es ist von einem Neubeginn im Jahre 2006 die Rede. Gab es da einmal einen Punkt indem Du alles ad acta legen wolltest oder war es mehr eine kreative Pause?  

Dennis: 2006 war der Neubeginn. Etwas zu früh für meinen Geschmack, aber es hat sich einfach so ergeben. Und wenn man dann so gute Musiker wie Sven oder Nico kriegen kann, dann überlegt man sich auch 2mal, ob man die einfach so wieder wegschickt. :-)
Den Punkt alles hinzuschmeißen, gab es mehrmals und der ist zeitlich gesehen auch gar nicht so weit weg. In der neuen Band treffen schon mehrere starke Persönlichkeiten, eine Menge Talent und verschiedene Ausführungsauffassung aufeinander. Dies ist aber auch gleichzeitig eine enorme Stärke der Band. So hatte Stephan die Band für einen Zeitraum von 4 Monaten die Band verlassen, um sein eignes Ding zu machen. Aber er kehrte ja wieder geläutert zurück! :-) 

Wie habt Ihr die neuen Mitglieder gefunden und kann man sagen, daß ihr trotz zeitlicher Unterschiede an der Zugehörigkeit zu einer geschlossenen Band zusammengewachsen seid?  

Der Prozess des Zusammenwachsens ist, so denke ich, noch im Gange. Ehrlich gesagt, es ist heutzutage schwieriger geworden, ein Band zusammen zu halten. Der Job und alles was damit zusammen hängt, dominiert einfach das Leben. So muss Mandy in Schichten und am Wochenende arbeiten, Stephan lernt Berlin, Nico macht gerade sein Abitur und Sven hat eine ganze Weile 3 Wochen am Stück als Sicherheitsmitarbeiter bei der Deutschen Bahn gearbeitet.
Diese und andere Dinge haben uns das Leben manchmal sehr schwer gemacht und werden das auch noch in Zukunft tun.
Wichtig für uns war und ist, irgendwann während der Arbeiten an dem Album sind wireinfach an den Punkt gekommen, wo wir gesagt „wir machen das jetzt“ egal was kommt“ und so ist es jetzt!    

Eure Musik ist sehr genreübergreifend, genauer gesagt reicht die Stilbreite von Ballade über Pop bis Gothic. Sieht es in Deinem persönlichen Geschmack ähnlich vielseitig aus oder welches ist Deine bevorzugte Musikrichtung?  

Mandy: HipPop,Black zur Disko auch mal House  

Was wünscht sich Black Design für die nächsten fünfzehn Jahre?  

Mandy: Ganz ganz viel Erfolg. Die Band mag nicht mehr die Selbe sein wie vor 17 Jahren. Der Traum ist es „Mit Musik Geld verdienen zu können, um davon zu leben“.

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:
Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und artverwandten Szene(n)?
 

Dennis: Muss ich leider sagen, dass ich die Entwicklung gar nicht so sehr verfolge. Was ich sehe und mit Genugtuung feststelle, das immer mehr kleine Internetradios entstehen und wenn die Hörer dieser kleinen Radios die Musik von Black Design spielen, dass es sofort sehr positive Reaktion gibt. So hat es „im Glanz des Kerzenscheins“ auf mehreren Internetradios unabhängig voneinander auf Platz1 der Hörercharts geschafft.  

Na, Glückwunsch dazu! Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?  

Mandy: Sie erleichtern die Promotion von Bands ungemein und sie werden ein weiterer Sargnagel für BMG, SONY etc sein.

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt? 

Dennis: Schon als Black Design noch als reine Keyboardband unterwegs war, wurden wirvon den größeren Bands und deren Managern für unser „LIVE“ Spiel kritisiert. Immer wenn wir Soundcheck gemacht haben, drehten sich alle zu uns rum. Guck mal, die spielen live. Nein, das geht doch nicht. Wie können die nur? Wie soll denn das klingen?
Naja, ob es nun schlecht oder gut geklungen hat, haben wir dann den Zuhörern überlassen, aber bei jedem großen Open Air Konzert Wolfsheim, And One oder Pitchfork war der CD Promostand nach der Veranstaltung restlos ausverkauft.  

Ich bedanke mich für dieses Interview!

 

Black Design - CD Cover Black Design “Unser Schicksal unser Weg”  

Eines steht fest an Black Design werden sich die Geister scheiden ODER…Geister vereinen. Mir ist so einiges Interessantes an Szeneübergreifendes in den letzten Monaten zu Ohren gekommen, aber der (musikalische) Mut mit dem die Deubener Black Design um Bandgründer Dennis auf „Unser Weg unser Schicksal“ aufbringen, sucht seinesgleichen. Klingt der eine Song eben noch wie balladesker Pop, so wird es im nächsten Stück gotisch düster, um dann über Alternativ/Indie Rock über Elektroeinflüsse gar zu klassischen Pianostilmittel zu gelangen. Wer jetzt den Eindruck bekommt, dass sich hier die Band noch auf der Suche ihres musikalischen Weges befindet, der irrt gewaltig. Gerade das Gegenteil scheint der Fall, mit unglaublichen Selbstbewusstsein und musikalischen Fertigkeiten werden dem Zuhörer die zwölf Kapitel präsentiert, die dann aufgrund der unterschiedlichen und vielseitigen Stile auch die dementsprechend wohltuende Abwechslung der einzelnen Instrumentierung innehält. Zugegeben den Mut sich an dieses Album heranzuwagen, muss der Zuhörer schon selbst aufbringen und da das ja in der Veröffentlichungsflut der heutigen Tage nicht so einfach ist, bleibt nur zu hoffen, das Black Design schon bald einen vernünftigen Vertrieb für dieses Stück Musikgeschichte findet, denn „Unser Weg unser Schicksal“ schreit förmlich danach – zu Recht! Anspieltipps: Unser Schicksal; Voices; Save The Dark; Du, mein Glück; Zauber der Musik

visit: www.blackdesign.info

 

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