Bereits seit siebzehn Jahren komponierst Du bereits für dieses Projekt. Wie würdest Du die Entwicklung beschreiben, die Black Design bisher durchlebt hat?
Dennis: Na auf alle Fälle sehr, sehr lang. Ich denke das Bemerkenswerteste an der Band Black Design ist, dass Sie es immer wieder geschafft hat, sich von selbst zu erneuern. Es war nicht nur einfach so, dass ich nach einem Bruch einer alten Formation losgerannt bin und ich habe mir einfach neue Leute gesucht. Nein, in der Regel kamen Sie von selbst zu mir. Teilweise waren Sie Fans der Musik von Black Design und Sie waren der Meinung: „Black Design – das kann noch nicht alles gewesen sein.“ Und so kommt es, dass wir immer noch da sind.
Ihr habt gerade vor ein paar Tagen Euer Album „Unser Schicksal unser Weg“ veröffentlicht. Wie sind die Reaktionen bisher und wie vertreibt Ihr es?
Mandy: Wir vertreiben unsere Alben ausschließlich nur noch über Internet und auf Konzerten. Man unsere Songs in dem Downloadshop http://www.xsense-music.de/ für eine geringe Aufwandsentschädigung downloaden. Parallel dazu kann man bei mail unsere CDs bestellen. Früher haben wir Kaufhausketten wie Saturn und Müller in Halle, Leipzig und Gera mit CDs beliefert. Das wäre sicherlich auch heute noch möglich, aber ich denke Musik wie viele andere Dinge auch, erwirbt man in Zukunft im oder übers Internet.
Ihr habt Euch bereits die Bühne mit Bands wie Projekt Pitchfork, And One oder Wolfsheim geteilt. Wie wichtig waren diese Erfahrungen für Euren Weg.
Dennis: Na da bin ich, der Einzige, der etwas dazu sagen kann. Es war jeden Fall eine tolle Erfahrung. Ich denke dort sind wir in Bereiche vorgestoßen, wo die Bedingungen als Künstler auf der Bühne zu arbeiten nahe zu ideal gewesen sind. Allerdings muss ich auch dazu sagen, wir haben die Konzerte ja auch veranstaltet, dass Veranstalter sein, heutzutage fast ein unkalkulierbares Risiko ist und sich der Aufwand finanziell gesehen kaum lohnt.
Apropos lohnt... Es ist von einem Neubeginn im Jahre 2006 die Rede. Gab es da einmal einen Punkt indem Du alles ad acta legen wolltest oder war es mehr eine kreative Pause?
Dennis: 2006 war der Neubeginn. Etwas zu früh für meinen Geschmack, aber es hat sich einfach so ergeben. Und wenn man dann so gute Musiker wie Sven oder Nico kriegen kann, dann überlegt man sich auch 2mal, ob man die einfach so wieder wegschickt. :-)
Den Punkt alles hinzuschmeißen, gab es mehrmals und der ist zeitlich gesehen auch gar nicht so weit weg. In der neuen Band treffen schon mehrere starke Persönlichkeiten, eine Menge Talent und verschiedene Ausführungsauffassung aufeinander. Dies ist aber auch gleichzeitig eine enorme Stärke der Band. So hatte Stephan die Band für einen Zeitraum von 4 Monaten die Band verlassen, um sein eignes Ding zu machen. Aber er kehrte ja wieder geläutert zurück! :-)
Wie habt Ihr die neuen Mitglieder gefunden und kann man sagen, daß ihr trotz zeitlicher Unterschiede an der Zugehörigkeit zu einer geschlossenen Band zusammengewachsen seid?
Der Prozess des Zusammenwachsens ist, so denke ich, noch im Gange. Ehrlich gesagt, es ist heutzutage schwieriger geworden, ein Band zusammen zu halten. Der Job und alles was damit zusammen hängt, dominiert einfach das Leben. So muss Mandy in Schichten und am Wochenende arbeiten, Stephan lernt Berlin, Nico macht gerade sein Abitur und Sven hat eine ganze Weile 3 Wochen am Stück als Sicherheitsmitarbeiter bei der Deutschen Bahn gearbeitet.
Diese und andere Dinge haben uns das Leben manchmal sehr schwer gemacht und werden das auch noch in Zukunft tun.
Wichtig für uns war und ist, irgendwann während der Arbeiten an dem Album sind wireinfach an den Punkt gekommen, wo wir gesagt „wir machen das jetzt“ egal was kommt“ und so ist es jetzt!
Eure Musik ist sehr genreübergreifend, genauer gesagt reicht die Stilbreite von Ballade über Pop bis Gothic. Sieht es in Deinem persönlichen Geschmack ähnlich vielseitig aus oder welches ist Deine bevorzugte Musikrichtung?
Mandy: HipPop,Black zur Disko auch mal House
Was wünscht sich Black Design für die nächsten fünfzehn Jahre?
Mandy: Ganz ganz viel Erfolg. Die Band mag nicht mehr die Selbe sein wie vor 17 Jahren. Der Traum ist es „Mit Musik Geld verdienen zu können, um davon zu leben“. |