Cursed By Eternity

CURSED BY ETERNITY haben sich dem melodischen Black- und Death-Metal zugewandt und setzen mit ihren deutsch und englischsprachigen Lyriks zum Sturm im Underground an. Erste überzeugende Hörproben ihres Schaffens gibt es bereits bei MySpace. Über den Stand der Dinge und was sich das Sextett aus Nordrhein-Westphalen sonst noch so vorgenommen hat könnt Ihr im folgenden Interview erfahren!

 
Dark Feather Ausgabe 4

Hallo Cursed By Eternity! Wie sieht Eure aktuelle Besetzung aus?  

CBE, das sind Varul am Mikro (hohes Gekreische, tiefe Growls, sowie auch cleane Vocals), Jinnar an der ersten Gitarre, Medi an der zweiten, Richy am Keyboard und zusätzlich für die Produktion zuständig, Andi am Bass, sowie Martin hinter der Schießbude.

Cursed By Eternity

Mit Cursed By Eternity habt ihr Euch dem Melodic Black- und Death-Metal verschrieben und es ist in gewisser Weise ein Nachfolger der Band Scharlatan. Leider kenne ich Scharlatan nicht, daher würde mich interessieren, habt Ihr den alten Stil wieder aufgegriffen oder liegen zwischen Scharlatan und Cursed By Eternity musikalisch Welten?  

Diese Frage ist schwierig zu beantworten, da wir mit der damaligen Scharlatan-Besetzung lediglich 1 ½ Songs komponiert hatten, zumal sie in dieser Form auch nur 3 oder 4 Monate bestand (ca. bis Herbst 2006). Wir wollten damals in die Folk-, bzw. Powermetal-Richtung gehen, was sich erheblich von dem unterscheidet, was wir jetzt tun. Ein Mitgrund dafür war sicherlich die Wandlungsfähigkeit unseres Sängers, da er nach dieser Zeit die Growls für sich entdeckt hatte. Die gesamte Geschichte hier aufzugreifen wäre sicherlich fehl am Platze, sagen wir einfach, dass man sich von unfähigen Leuten trennen muss.

Warum „Cursed By Eternity“, was bedeutet der Name für Euch?  

Irgendwann kam unser Sänger mit diesem Namen an, es wurde nicht großartig diskutiert, er wurde sofort akzeptiert. Übersetzt bedeutet er soviel, wie "von der Ewigkeit verflucht", was sich, wie wir denken auf viele Teilbereiche des Lebens anwenden lässt. Hier lassen wir aber der Fantasie des Hörers freien Lauf.

Nach Besetzungswechseln seid Ihr seit Ende letzten Jahres wieder komplett. Was steht denn nun für 2009 bei Euch auf dem Plan?  

Auf jeden Fall die Aufnahmen, sowie das Release unserer beiden ersten Alben ("Nemesis" & "Bluhtsturm"). Weiterhin arbeiten wir bereits an neuem Material. Außerdem spielen wir dieses Jahr auf dem Northern Flame Open Air, ein kleineres Festival in der Nähe von Emden, wo unter Anderem Debauchery und Lay Down Rotten zocken werden. Wenn alles gut läuft, spielen wir zusätzlich noch (mindestens) ein Konzert mit den Grailknights.

Zu den hochgeladenen Songs auf Myspace noch eine kurze Erklärung: Diese sind lediglich Provisorien, zumal sie eigentlich nur für uns selbst gedacht waren. Wir wollten damit die Abläufe schneller verinnerlichen. Sie wurden fast ausschließlich mit programmierten Drums und Keyboards, sowie provisorisch eingespielten Gitarren und darüber gelegtem Gesang erstellt, alles im Zimmer unseres Keyboarders. Da wir aber der Meinung waren, dass diese ausreichen, um den Leuten eine kleine Idee von dem zu vermitteln, was wir machen, haben wir sie auf Myspace gestellt.

Eure Lyrics verfaßt Ihr sowohl in deutsch als auch in englisch. Wird das so bleiben, oder wollt Ihr Euch irgendwann diesbezüglich einmal festlegen?  

Festlegen wird sich unser Sänger und Songtexter Varul da eher nicht, es ist gut, wie es im Moment ist, wer weiß aber schon, was in 5 Jahren ist? Wir werden sogar eher noch eine Schippe drauflegen und lateinische Texte verfassen.

Wer zeichnet sich denn in erster Linie bei Euch fürs Songwriting verantwortlich und wie verläuft bei Euch das Arrangieren der Songs?  

Für das Songwriting sind momentan hauptsächlich Jinnar und Richy verantwortlich, was aber nicht heißt, dass die anderen Bandmitglieder kein Mitspracherecht haben. Bei uns kann jeder ins Geschehen eingreifen und seine Meinung oder Kritik äußern, sowie seine Einflüsse einbringen.

Was sind Eure allgemeinen Ziele und Wünsche mit Cursed by Eternity?  

In aller erster Linie natürlich den Spaß an der Musik nicht zu verlieren. Wenn man dabei die Chance bekommt, sein Hobby (bzw. seine Berufung) zum Beruf zu machen, wäre das sicherlich wünschenswert und ein netter Nebeneffekt, aber der Spaß muss eben im Vordergrund stehen und dort auch bleiben.

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:   Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und Gothic-Szene?

Der Markt ist, soweit wir das beurteilen können, sehr überlaufen und dort die Spreu vom Weizen zu trennen, ist relativ schwierig. Aber es muss auch weniger gute Bands geben, damit die guten hervorstechen. Ob wir nun dazugehören, bleibt jeden Geschmack selbst überlassen.

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities, wie z.B. Myspace?  

Myspace war für uns immer Segen und Fluch zugleich. Positiv ist sicherlich, dass man schnell viele Leute erreicht, um so seine Fanbase zu vergrößern. Negativ ist, dass das jeder kann. Hier greift auch wieder die Theorie der oberen Frage.

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?  

Nette Frage, hierzu fällt uns unser erstes Konzert in unserer Stammkneipe ein, damals noch in Urbesetzung. Unser damaliger zweiter Gitarrist hatte um die 1000 Flyer gedruckt und überall in der Umgebung Plakate aufgehangen. Dazu muss man sagen, dass der Laden relativ klein ist und auch nur ca. 80 Leute reinpassen, aber über 100 zu unserem Konzert erschienen. Obwohl eine unerträgliche Hitze herrschte (gefühlte 70°C), die Gesangsanlage für einen Song streikte, da sie überhitzte und uns die Gäste fast auf die Füße traten, war es ein geiler und unvergesslicher Abend. Die Resonanz während und nach dem Konzert war einfach überwältigend.

Eine schlechte Erfahrung war, als unser damaliger zweiter Gitarrist und unser Drummer uns mitteilten, dass sie aussteigen und das vier Wochen vor unserem nächsten Gig. Wir mussten die Bandbesetzung komplett umstellen und in dieser Zeit viel proben, aber es hat sich in jedem Fall gelohnt. Aus heutiger Sicht sind wir froh um ihre Entscheidung, denn der Wechsel hat dem Bandblut sehr gut getan. Man muss sich als Band kontinuierlich weiterentwickeln, aber was nützt es, wenn man zwar befreundet ist, aber gewisse Leute immer hinter sich her ziehen muss? 

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Wir bedanken uns ebenfalls in aller Form bei Euch für Euer Interesse an unserer Musik und beenden diese Interview mit den Worten:

Stay cursed!
visit: www.myspace.com/cursedbyeternity

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