Neben Gitarre, Bass, Keyboards und Drums habe ich mir für Via Draconis natürlich auch Flöten und Dudelsack angeeignet. Insgesammt spiele ich etwa 10 Instrumente, und produziere im Studio auch allein.
Wie setzt Du Deine Musik live um, hast Du Dauergastmusiker am Start?
Bisher habe ich für meine Konzerte immer Anzeigen aufgegeben, dass ich Musiker suche. Da ich in der Vergangenheit oft umgezogen bin, hatte ich keine Wahl. Dennoch bin ich nun auf der Suche nach festen Musikern.
Apropos live, was erwartet dem Leser bei einem Deiner Gigs, wie muss man sich ein Harry Schwarz Concert vorstellen?
Ne menge Power, ein wenig Feuershow, und ein Harry Schwarz, der auf der Bühne kein Instrument spielt. Ich arbeite gerne mit meinem Publikum. Aber auf jeden fall erwartet dem Leser Harte Sounds, ne Show mit Konzept, und sicher viel Spass.
Eines der herausragenden Songs auf Via Draconis heisst „Schmerz“ mit dem du Dich mit der Borderline Krankheit auseinandersetzt. Was hat Dich veranlasst, darüber zu schreiben?
Diese Frage habe ich oft beantwortet. Nun, Krankheiten - egal welche - sind immer sehr schlimm. Psychische Krankheiten erst recht. Wenn man den inneren Schmerz nur damit betäuben kann, sich selbst Körperlich weh zu tun, ist das heftig. Es sind Alarmzeichen, und die meisten sehen es nicht. Mit diesem Song möchte ich den Leuten Mut machen, dass es andere Wege gibt, und man sich nicht die Arme aufschneiden muss.
Leider wird Borderline nicht all zu sehr verstanden und als Krankheit anerkannt. Es ist ne Botschaft. Auch ich litt in der Vergangenheit an dieser Krankheit. Nur habe ich verstanden, dass man sich Ziele stecken kann, und den Weg - wie schwer auch immer - schaffen kann zu gehen. Selbstvertrauen, das ist die Lösung.
Mit dem Bonus-Track „Alle Vöglein sind schon da“ engagierst Du Dich auch für wohltätige Zwecke. Hochachtung, eine schöne Idee, die in Undergroundszenen nicht unbedingt üblich ist. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit zugunsten Krebskranker Kinder?
Bibi, damals bei einem Radiosender, jenen ich nicht erwähnen möchte, brachte mich auf die Idee. Es ging damals um ein Projekt für Krebskranke Kinder. Es sollte ein Sampler gemacht werden, auf dem viele Künstler mit Kinderliedern vertreten sind. Ich fand die Idee klasse. So konnte ich natürlich nicht nein sagen. Dafür engagiere ich mich zu gern. |