The Plagues Aftermath

The Plagues Aftermath aus Paderborn setzen definitiv Achtungszeichen. Mit einem Durchschittsalter von gerade mal achtzehn Jahren überraschen sie doch mit einem erstaunlichen spiel und vor allem technischen Vermögen in Ihren Songs. So klingt es auch nicht verwunderlich, das ihre musikalische Mixtur aus Death-, Progressive-Metal bis hin zu Experimental ihren ganz eigenen und äusserst interessanten Stil kreiert. Wenn diese Jungs so weiter machen, dürfte einer grösseren musikalischen Zukunft zumindest in der Szene nichts mehr im Wege stehen!
 
Dark Feather Ausgabe 4

Hallo und herzlich willkommen beim Dark Feather! Erzählt doch bitte einmal zu Beginn kurz unseren Lesern, wer und was sind The Plagues Aftermath?  

The Plagues Aftermath sind Chris (Vocals), Rafael (Gitarre), Malte (Bass), Alex (Gitarre) und Moritz (Drums). Wir sind in erster Linie eine Death Metal-Band, die sich aber nicht auf dessen Urform limitiert, sondern versucht, viele andere Einflüsse in ihre Musik mit einzubringen. Dabei wollen wir uns selbst nicht in eine Genreschublade reinquetschen .. wir spielen einfach die Musik, die uns selbst gefällt und die wir so von anderen Bands gerne hören (würden).

The Plagues Aftermath 1

Euch gibt es als Band in dieser Besetzung gerade mal seit einem Jahr, dennoch klingen Eure Stücke, die einem sehr progressiven Death-Metal-Stil verfolgen sehr durchstrukturiert. Habt Ihr schon anderweitig in dieser Richtung „herumexperimentiert“?

Die Band an sich gibt es ja schon seit Ende 2006, aber zu dem Zeitpunkt hatte keiner von uns je in einer anderen Band gespielt. Das Erarbeiten des Songwritings und die Stilfindung hat dann gut eineinhalb Jahre gedauert; zu diesem Zeitpunkt kam dann auch Alex dazu und wir haben unser erstes Konzert gespielt.
Das „Experimentieren“ ist aber natürlich noch nicht abgeschlossen; wir fingen bei Melodic Death Metal an und waren zum Zeitpunkt der Aufnahme der Demo irgendwo zwischen

diesem Stil, Brutalem Death Metal und Technisch/Progressivem Death Metal. Für die EP werden wir eher den letzteren Stil weiter verfolgen.

Auch seit Ihr mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren noch recht jung, das ist nun nicht einmalig dennoch beachtenswert und verdient angesichts der musikalischen Fertigkeiten des gehörten Materials doch einigen Respekt! Wie lange widmet Ihr Euch bereits aktiv der Musik?

Das variiert von Bandmitglied zu Bandmitglied.
Wir 4 der „Urbesetzung“ (Chris, Malte, Rafael, Moritz) widmen uns speziell diesem Musikstil seit Bandgründung. Klar, wir haben alle auch schon vorher unser Instrument gespielt, aber die wirklich starke Entwicklung startete erst mit der Band.
Alex kam allerdings ja erst später hinzu und war zu diesem Zeitpunkt bereits auf einem hohen Niveau.
 

Im letzten Jahr habt Ihr bereits erste Demo-Aufnahmen gemacht, für dieses Jahr plant Ihr Eure Debüt-EP. Finden die zwei Songs des Demos auch auf dieser Platz?  

Das muss noch entschieden werden; es ist aber wahrscheinlich, dass wir „Dissonant Anomaly“ neu aufnehmen werden. „The Revenant“ werden wir aber nicht mit auf die EP nehmen, da der Song stilistisch nicht mehr allzugut zu dem neuen Material passt.  

Was im Allgemeinen wird dem Hörer auf diesem Output erwarten?  

Wir versuchen, wie schon gesagt, auf diesem Output unseren Stil auszubauen und zu festigen und eine Scheibe abzuliefern, für die sich Genrefans begeistern können.
Den Hörer erwarten technisch-verschachtelte Riffs, Polyrythmik, groovig-stampfende Deathmetal-Parts und gelegentlich auflockernde Melodien.  

Was assoziiert Ihr mit „The Plagues Aftermath“?  

Unsere Band, mit der wir die Musik machen, die uns gefällt.
TPA ist keins dieser “Projekte”, in dem sich alle Musiker auf einen Stil festgelegt haben und diesen auch auf keinen Fall verlassen wollen, um möglichst viel Erfolg zu haben o.ä.
Wir stecken hier alle unser Herzblut rein, um unsere Vorstellungen und Ideen umzusetzen.  

Wie und wann kann man Euch live erleben?  

Als Zuschauer vor der Bühne? ;)
Momentan stehen 3 Gigs an: 18.4. Lüdinghausen; 24.4. Dülmen; 23.5. Paderborn. Nähere Infos dazu gibt's auf unserer Myspace (www.myspace.com/theplaguesaftermath).  

Was sind Eure musikalischen Ziele für die Zukunft?  

Die EP veröffentlichen und im Anschluss daran so viele Gigs spielen, wie es geht.
Alles danach ist mir/uns momentan egal. Vermutlich wird dann aber 2010 unser Debütalbum folgen, wenn alles gut läuft.

 

The Plagues Aftermath 2

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:  
Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?
 

Ich sehe es als positiv, dass sich mittlerweile so viele Leute für Metal interessieren, speziell auch für die härteren Varianten.
Jedoch finde ich es etwas schade, dass so viele der jungen Bands sich so auf Breakdowns fixieren, dass das eigentliche Songwriting viel zu kurz kommt und die Songs total „versumpfen“.
Klar, live ist es gut wenn man die Leute mit so einem simplen Konzept schnell zum Abgehen animieren kann. Auf Platte oder beim wiederholten Hören wird das dann aber sehr schnell langweilig.  

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?  

Vorteile liegen klar auf der Hand: Internationale Promotion für Lau. Es ist wirklich extrem einfach ein breites Publikum mit der eigenen Musik zu erreichen.
Im Umkehrschluss ist diese Möglichkeit dann natürlich auch allen gegeben, was bedeutet, dass man irgendwie herausstechen muss um auf sich aufmerksam zu machen, was quasi für einen verstärkten „Konkurrenzdruck“ sorgt. Das sorgt dann wiederum bei der Musik dafür, dass diese interessanter wird (werden muss), und davon profitiert letztendlich der Hörer.
Nachteile sind dann aber auch klar: durch die schiere Anzahl von Bands und Musikern auf zB Myspace fällt es schwer, sich durchzuwühlen und die wirklich guten Bands zu finden.  

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?  

Die Positivste waren wohl die vielen netten Reaktionen auf unsere Demosongs vor allem von Leuten aus den USA. Es ist schon krass, wenn die eigene Musik am anderen Ende der Welt gehört wird ..
Eine „Schrägste“ fällt mir momentan leider nicht ein.
Die Schlechteste war wohl ein Gig, den wir aufgrunde fehlender Monitore ziemlich versaut haben. Passiert ..  

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Vielen Dank für das Interview!

visit: www.myspace.com/theplaguesaftermath

 

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