Ihr habt soeben Euer Debüt veröffentlicht. Welche Erfahrungen habt Ihr im Studio gemacht und ist das Ergebnis zu Eurer vollsten Zufriedenheit - alles so wie Ihr es Euch vorgestellt habt?
Da wir alles selbst gemacht haben, konnten wir uns viel Zeit lassen. In Zusammenarbeit mit einem hervorragenden Tontechniker, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand, ist eine CD entstanden, mit der wir alle mehr als nur zufrieden sind.
Mit Eurer Art Folk Rock dürftet Ihr problemlos den Spagat geschaffen haben um gleichzeitig die Mittelalterszene als auch Freunde des keltisch/irish Folk und verwandte Richtungen zu „bedienen“. War dieser Stil von Anfang an gewollt oder hat er sich aufgrund verschiedener Einflüsse so ergeben?
Ursprünglich war der Gedanke da, eine reine Mittelalterrockband zu gründen. Durch den unterschiedlichen musikalischen Background der Mitglieder kristallisierte sich dann immer mehr ein eigener Zwielicht-Sound heraus.
Ihr hattet vor einem Jahr Eurer erstes öffentliches Lebenszeichen in Form eines Liveauftritts und nun bereits Euer Debüt fertig gestellt und veröffentlicht. Stand 2008 sozusagen alles im Zeichen des „Zwielicht“?
Ja, 2008 ist viel passiert. Mit unserem im Herbst 2007 produzierten Demo haben wir uns bei vielen Veranstaltern beworben und hatten auch das Glück, dass wir beim Bandcontest von Radio Aena Tagessieger wurden und den Wettbewerb beim Festival Mediaval in Selb für uns entscheiden konnten. Ebenso haben wir unsere Debüt-CD aufgenommen und Live-Erfahrung, unter anderem als Support von Fiddler‘s Green, sammeln können.
Wie entstehen bei Euch Songwriting und Umsetzung der Songs?
Wir haben zwei Songwriter, Oli und Bene. Das Interessante ist, dass sie nicht gemeinsam schreiben, sondern jeder für sich im stillen Kämmerlein. Da beide vom Ansatz her völlig anders komponieren, entsteht ein sehr breit gefächertes Songspektrum. Die Arrangements werden dann gemeinsam in den Proben erarbeitet.
Eurer Ansage zu entnehmen, war der Dreh- und Angelpunkt Eurer Bandgeschichte eine Kneipe in Regensburg. Erzählt doch bitte einmal konkreter, was es damit auf sich hat!
Ja, das ist eine schöne Geschichte: Oli, eigentlich auf Sauftour mit einem Kumpel, lernte Ginie in einer Kneipe mit dem schönen Namen Banane kennen. Nach einigen Gläsern Apfelkorn kam man ins Gespräch. Das Thema schwenkte bald auf die Musik und es stellte sich heraus, dass beide den Traum hatten, eine Mittelalterrockband zu gründen.
Am selben Abend wurde noch eine Akustikgitarre und eine Harfe durch die Altstadt von Regensburg zu den Ufern der schönen blauen Donau getragen, wo spät in der Nacht bei Vollmond und sternklarem Himmel die ersten zwielichtigen Klänge über das Wasser getragen wurden;)
Ihr seid wie Ihr bereits erwähntet, auch schon als Sieger aus Wettbewerben hervorgegangen. Was für weitere Türen hatte es Euch geöffnet, was haltet Ihr im Allgemeinen von Bandcontests?
Natürlich macht es sich gut im Bandinfo, wenn man bei Wettbewerben gut abschneiden konnte. Aber wir haben auch viele Kontakte geknüpft, unter anderem mit den Machern von Radio Aena, mit denen wir mittlerweile in freundschaftlichem Kontakt stehen, und die uns sehr unterstützen.
Für junge und unerfahrene Bands sind Contests sicherlich eine gute Möglichkeit, um auf sich aufmerksam machen zu können. |