Auf Eurem aktuellen und vierten Release „So far from God…so close to you“ verfolgt und manifestiert Ihr konsequent Euren eigenständigen Weg, auf denen eingängige elektronische Melodien auf harte Metalriffs treffen. Wie seht Ihr in der Retrospektive Euren Weg vom Debüt bis zum aktuellen Output?
Jede Band entwickelt sich weiter. Im Prinzip verfolgt man keinen bestimmten, vorgeplanten Weg, sondern schreibt einfach nur Songs.
Keine Entwicklung bedeutet den tot bzw. Stillstand ist Rückschritt.
Das Debüt war merklich härter. Wir waren jung und mächtig angepisst. Mit der Zeit lernt man allerdings, dass angepisst alleine nicht alles sein kann.
Man eröffnet sich neuen Seiten, Gefühlen. So würde ich die Weiterentwicklung beschreiben.
Und wie zufrieden seid Ihr mit den Reaktionen bisher zu „So far from…..“?
An sich sind wir mit "so far from God" sehr zufrieden. Die Reaktionen von Presse und Fans waren z.T. sehr überwältigend.
Natürlich würde jeder Musiker nach Release des neuen Produktes noch an der einen oder anderen Stelle Änderungen vornehmen. Vielleicht ist es aber gut, dass man im Studio nur begrenzt Zeit hat und somit eine Deadline existiert.
Seit wann schreitet Ihr eigentlich schon durch die Szenelandschaft?
Das Scheit brennt seit 1996. Und, so es die Fans wollen, noch eine ganze Zeit länger ;-)
Ihr könnt schon auf so einige Tourerfahrungen auch außerhalb des Landes zurückweisen, unter anderem habt Ihr Euch schon mit Acts wie To/Die/For, den Death Stars und End Of Green die Bühne geteilt. Welche Erfahrungen konntet Ihr dadurch sammeln und wie hat es Euren weiteren Weg geprägt?
Touren ist immer prägend. Egal, mit wem man unterwegs ist...
Wir hatten bislang immer das Glück, dass die Bands, mit denen wir unterwegs sein durften, immer recht cool in der Zusammenarbeit und dem Miteinander hinter den Kulissen waren.
Auf Tour stößt man recht schnell an Grenzen. Sowohl psychisch wie auch körperlich.
In jedem Fall sind wir als Band inkl. Team sehr zusammengewachsen. Touren kann sehr böse sein. Es nicht alles Gold, was glänzt. Ich könnte euch Geschichten erzählen... ;-)
Kommen wir noch mal auf Euer aktuelles Album zu sprechen, es ist ein Konzeptalbum welches thematisch die fünf Phasen der Trauer und Sorge beschreibt und sich so folgerichtig auch in fünf Kapitel teilt. Könnt Ihr hierauf etwas genauer eingehen und was hat Euch hierzu inspiriert?
Bei Beginn der Produktion war nicht wirklich klar, wo es enden würde. Ich habe damals einfach meine persönliche Geschichte und Emotionen verarbeitet. Das Leben dreht sich wiederholt immer wieder um einige, scheinbar fixe Eckpfeiler...
Ich hoffe, dass ich die Texte so weit offen gehalten habe, dass sie sich jeder auf seine eigenen Gefühle adaptiern kann.
Für„So far from….“ konntet Ihr mit Jape Perätalo (TO/DIE/FOR) und Michelle Darkness (END OF GREEN) auch prominente Gastsänger gewinnen. Interessante Angelegenheit! – wie verliefen denn die Recordings und wie kam es zu der Idee?
Nun ja! Jape und Michelle kannten wir ja schon von einigen gemeinsamen Touren. Wir sind mittlerweile mit beiden befreundet. Da jeder der Jungs eine einzigartige und sehr typische Stimme besitzt, konnte es nur eine Bereicherung für den Song sein. Die Idee an sich, zusammen einen Song aufzunehmen, kam damals in einer Alkohollaune Backstage zustande.
Natürlich uferte die Recording-Session, wie nicht anders zu vermuten, in einer recht wilden und feuchten Party aus ;-)
Wenn es interessiert: wir haben ein paar Video-Eindrücke auf unserer Myspace-Seite veröffentlicht...
Was habt Ihr Euch mit Das Scheit für die Zukunft noch vorgenommen?
Temporär suchen wir ein paar spannende Touren, die uns weiter bringen und die Chance geben das aktuelle Produkt zu verbreiten und neue Fans zu gewinnen. Neue Eindrücke werden sicherlich wieder zu neuen Ideen und damit Songs führen. Lasst Euch überraschen... |