Hallo Oilensanc! Wir bitten Euch um eine kurze Vorstellung, wie sieht Eure aktuelle Besetzung aus?
Also, das wären im einzelnen Schorsch(Gesang), Johanna (Gesang, Harfe), Anne (Geige, Drehleier, Gesang, Gamben, Flöte, Gitarrenlaute), Edith (Dudelsäcke, Flöten, Schalmei, Chalumeau, Nyckelharpa), Ralf (Davul, Darbuka, Tablas, Earthdrum, Cajon, Schellenkranz, Oceandrum) und Ragnar (Akustikgitarre, Irish Bouzouki, Akustikbass, E-Gitarre). |

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Seit wann gibt es Oilensanc eigentlich schon?
Die ersten Treffen fanden etwa Ende des Jahres 2005 statt, seit Anfang 2006 gibt es einen halbwegs konstante Besetzung, bei der es aber auch noch Wechsel gab. Anfang 2007 ging es dann aber richtig los mit erster eigener CD, ersten Auftritten und konstanter Besetzung.
Ich finde es sehr interessant und begrüßenswert, das Ihr mit Eurer Art mittelalterliche Musik Euer Hauptaugenmerk nicht unbedingt darauf legt, die Songs von damals möglichst authentisch klingen zu lassen, sondern lieber die Leidenschaft und Hingabe der damaligen Musik(er) in die heutige Zeit transformiert. Kann man sagen, Oilensanc sind eine ziemlich unbeschwerte Schar, die sich nicht sehr darum kümmert, was das Genre von Ihnen denkt und möglicherweise „vorgibt“?
Im Grunde ist das so, ja. Wir fühlen uns der Mittelalterszene nur insoweit verpflichtet, dass wir die Musik mögen, die Leute mögen, uns gern in den Lagern aufhalten usw. Musikalisch nehmen wir uns aber schon viele Freiheiten und wollen uns keiner künstlerischen Doktrin unterwerfen.
Dennoch wolltet Ihr anfangs Mittelaltermusik mit elektronischer und rockiger Musik verbinden. Was waren für Euch die einschneidenden Momente die heute bestehende Richtung einzuschlagen?
Das hat sich im Grunde zufällig ergeben. Wir probten eben immer auf Zimmerlautstärke mit akustischen Instrumenten und fanden schnell unseren Sound.
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Eure Lieder sind wahrlich von grosser Leidenschaft geprägt und berühren den aufmerksamen Zuhörer. Ist Oilensanc mittlerweile für Euch so etwas wie das zentrale Lebensgefühl geworden?
Ich denke, ich kann hier bedenkenlos für alle in unserer Band sprechen. Oilensanc ist nicht nur eine Band, sondern etwas, woran unser aller Herzblut hängt und wofür wir auch einiges an Aufwand auf uns nehmen.
Würdet Ihr sagen nachdem Ihr nach und nach Eure Besetzung gefunden habt, dieses ist jetzt definitiv die Oilensanc-„Familie“?
Auf jeden Fall, ich würde niemanden missen wollen von unserer jetzigen Besetzung.
Ihr habt kürzlich nach Eurem selbsbetiteltem Debüt Eure zweite CD namens „Schwerelos“ fertiggestellt. Wie waren die bisherigen Reaktionen hierauf, alles zu Eurer Zufriedenstellung?
Ja, die Resonanzen sind super, wir haben schöne Rezensionen bekommen und viel Zuspruch geerntet. Sie wird auch viel gekauft und unser Konzept, CDs nicht zu teuer zu verkaufen (trotz langer Spielzeit und aufwendigem Cover) geht voll auf.
Wie vertreibt Ihr Eure CD's?
Man kann unsere CD auf unserer Webseite www.oilensanc.de erwerben und wir verkaufen sie auf Konzerten. Außerdem ist sie auch auf diversen Marktständen zu erhalten. Wir verhandeln derzeit darüber hinaus mit einem Label, so dass der Vertrieb sich hoffentlich noch verbessern wird.
Wann kann man Euch demnächst live erleben?
Wir spielen am 21. Juni in Stadtland Rodenkirchen, am 5. September in Wittmund. Im Herbst wird es noch weitere Auftritte geben, einfach mal auf unserer Webseite oder unserer myspace Seite vorbeischauen.
Und was wünscht sich Oilensanc für die musikalische Zukunft?
Wir wünschen uns einfach, dass es weiter Spaß macht, wir noch ein paar mehr Gigs spielen, weitere gute Alben veröffentlichen und uns in der Szene einen kleinen Namen machen. Ach, im Grunde wollen wir nur Musik machen;-) |
Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:
Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Mittelalter- und artverwandten Szene(n)?
Die Szene ist doch gut in Schuss, überall gibt es tolle Märkte, Events. Es gibt viel Aufmerksamkeit in Form von Zeitungen, Radio usw. und es kommen tolle CD's auf den Markt. Ich empfinde das alles als sehr positiv. Manchmal würde man sich etwas mehr Mut bei Veranstaltern wünschen und etwas mehr Kulturförderung durch Staat/Land/Kommunen, aber das geht wohl allen Künstlern so. |
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Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Für Musiker ist das eine tolle Möglichkeit, sich und ihre Musik anderen zu präsentieren. Das war früher doch viel schwieriger. Auch finden Interessenten der gleichen Musik und auch Musiker viel besser zusammen. Problematisch ist vielleicht, wie groß zum Beispiel Myspace ist und dass sich dort dann eben auch mal der ein oder andere mit, sagen wir mal vorsichtig, nicht ganz unproblematischen Ansichten zu Wort melden kann.
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Also, ich erhielt zum Beispiel mal den Anruf eines Veranstalters wegen der Beschallungsanlage (die längst versprochen und abgemacht war), der mir dann sagte:" Im Mittelalter gab's aber auch keine Mikrophone" (womit er im Prinzip deutlich mache wollte, dass er sich um nichts gekümmert hatte). Daraufhin antwortete ich ihm, er solle dann auch rasch sein Pferd satteln und herbeireiten, da es ja im Mittelalter auch noch kein Telefon gab.
Allerdings! :-)) Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! : Wir bedanken uns sehr herzlich für das schöne Gespräch, wünschen allen Lesern einen tollen Sommer und schaut doch mal auf einem unserer Konzerte vorbei oder hört in unsere CD rein. |
| visit: www.oilensanc.de |
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