Euch gibt es als Band gerade mal seit zwei Jahren, Eure Songs klingen jedoch „verdammt“ ausgereift. Habt ihr vorher schon in anderen Bands oder Projekte Erfahrungen gesammelt?
Erstmal vielen Dank für das Kompliment! Also, ernsthafte Banderfahrung haben die meisten von uns eigentlich nicht. Aber das Musikmachen ist für uns alle ein ganz wichtiger Teil im Leben, und deshalb haben wir auch viel Zeit in Unterricht und Üben gesteckt. Wer von uns allerdings einige Erfahrung mitbringt, ist Dr D, der bereits in den 80ern eine recht erfolgreiche Metal-Band hatte – Ravage hieß die. Ich glaube, dass wir alle uns beim Songwriting super ergänzen und jeder seine Ideen und Dr D zusätzlich seine Erfahrung gut einbringen kann.
Im Herbst wollt ihr Euer Debüt veröffentlichen, könnt Ihr schon ein bisschen durchblicken lassen, was dem Zuhörer und Fan darauf in etwa erwarten wird?
Auf dem Album werden vor allem sehr unterschiedliche Stücke sein. Es finden sich sowohl schnelle Metal-Songs als auch tragende Gothic-Stücke und zwei Balladen. Ich glaube, das ist eine Sache, die unsere Musik generell ausmacht – Vielseitigkeit: Wir lassen uns nicht von Genre-Grenzen einengen und versuchen, möglichst unterschiedliche Songs zu schreiben, bei denen man aber immer noch erkennt, dass sie von ein und derselben Band sind.
Auch ist dafür bereits ein Label im Gespräch, inwiefern ist der Deal schon spruchreif?
Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir auf kein externes Label angewiesen sind und unsere CD sozusagen in Eigenregie herausbringen können. Wir sind wirklich dankbar dafür, da wir wie viele andere auch feststellen mussten, dass man als kleine Band schnell verarscht werden kann. Schwierig wird es nur mit dem Vertrieb, und wir hoffen, dass wir noch einen guten Vetriebspartner finden.
Eure Musik vereint diverse Stile, als markanteste Elemente zeigt sich mir da aber die Verbindung des weiblichen Gesangs Metal mit klassischem Klavierspiel. Damit habt ihr so einigen Genremitstreitern etwas voraus, die oftmals lediglich mit synthetisch erzeugten klassischen Einlagen aufwarten. Hat sich dieser Stil im Laufe der Zeit bei Sadness Of Hope so entwickelt oder gab es da eine Art „Masterplan“?
Ich denke, es ist eine Mischung aus beidem: Wenn wir mal irgendwo hinkommen und unsere Natalie als „Keyboarderin“ vorstellen, ernten wir gleich den ein oder anderen „bösen“ Blick von ihr. Sie spielt halt am liebsten klassisches Piano. Wir alle stehen eigentlich so sehr nicht auf allzu bombastische Orchester-Sounds. Auf dem Album wird es zwar auch Orchester-Einlagen geben, sie werden die Lieder aber keinesfalls dominieren..
Auch konntet Ihr bereits schon einen Förderpreis abräumen, was hatte es damit konkret auf sich?
Es handelte sich um den Kulturförderpreis für junge Bands in unserem Landkreis. Das war bisher unser schönster gemeinsamer Abend, obwohl es auch die ein oder anderen Schwierigkeiten gab…
Nun ja,… Ähnlich Eurer Instrumentierung ziehen sich auch bei den Texten die Gegensätze an. Was inspiriert Euch beim Songwriting?
Bisher stammen alle unsere Texte von Katarina oder mir. Wir haben einen sehr unterschiedlichen Stil, Dinge auszudrücken. Katarina schreibt deutlich poetischer als ich und benutzt viele Sprachbilder, während ich etwas direkter schreibe. Ich glaube, es ist gut, wenn die Songtexte nicht alle aus derselben Feder stammen, weil eine Band dann viel mehr Möglichkeiten hat und das, worüber sie schreibt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann.
Mich persönlich inspirieren vor allem Erfahrungen, die ich mache und Dinge, die ich beobachte. Mir ist es vor allem wichtig, in Liedern auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen, aber auch genau so Denkanstöße zu liefern. Ich hoffe, dass das klappt! |