Schlafes Bruder

Als sich SCHLAFES BRUDER im Jahre 2003 trafen, stand die musikalische Richtung noch gar nicht richtig fest. Alles sollte sich auf natürlicher Weise entwickeln. Und das tat es auch. Heute, sechs Jahre später können die fünf Hessen mit stolz zurückblicken, das sie musikalisch längst angekommen sind, nämlich in den Gefilden zwischen Gothic Rock und neuer deutscher Härte. Die Zeit ist nun reif für ihr Debütalbum und jenes möchten sie schon bald in Angriff nehmen. Vorerst erzählten sie uns für Euch schon mal etwas über ihre Entstehungsgeschichte und die Hintergründe.
 
Dark Feather Ausgabe 5

Hallo Schlafes Bruder! Das Dark Feather bittet um eine kurze Bandvorstellung. Wie sieht eure aktuelle Besetzung aus?  

Unsere aktuelle Besetzung besteht aus Carsten Taberné (Texte und Gesang), Frank Heinze (Schlagzeug), Johanna Heinze (Keyboard), Thomas Tatzel (Bass) und Markus Lebensieg (Gitarre).

 

Ihr streift seit dem Jahre 2003 durch die Musiklandschaft, Eure Musikrichtung stand Anfangs noch gar nicht fest. Was ist der größte Unterschied von der damaligen Zeit und Schlafes Bruder anno 2009.  

Aus der damaligen Rockband (in anderer Besetzung) hat sich ab 2007 mit den neuen Mitgliedern eine dunkel-düstere Gothic-Rock-Band entwickelt, deren Musik ausgereifter ist, da in den Proben jedes Mitglied offen ist für klangliche Experimente und diese dann auch umgesetzt werden bis das Endprodukt steht.  

Als größten Einfluss lässt sich beim Hören Eurer Songs Rammstein nicht abstreiten und zu jenem bekennt Ihr Euch auch. Was sind Eure weiteren musikalischen Faves?  

Da jeder von uns aus einer anderen Musikrichtung kommt, sind die Geschmäcker verschieden. Dennoch bestehen unsere Vorbilder aus den Bands der Richtung Neue Deutsche Härte, Gothic-Rock, Rock wie z.B. Rammstein, Megaherz, Unheilig, Nirvana, Led Zepplin, Manowar und und und... Es gibt einfach zu viele gute Bands ;-)  

Eure Songs klingen sehr homogen und gut durch arrangiert, kann man sagen, das ist jetzt definitiv die Besetzung von Schlafes Bruder?  

Ja, natürlich. Davon gehen wir im Moment erstmal alle aus.  

Für was steht der Name „Schlafes Bruder“ bei Euch?  

„Komm, oh Tod, du Schlafes Bruder“...

Nachdem wir uns wochenlang die Köpfe über einen Bandnamen zerbrochen haben, schlug unser Schlagzeuger Frank diesen Namen vor.
EINSTIMMIG angenommen – der Bruder vom Schlaf ist der Tod und unsere Texte befassen sich im Grunde ausschließlich mit diesem Thema.

Wer ist bei Euch für das Songwriting verantwortlich, was nehmt Ihr als Inspirationsquelle?  

In erster Linie schreibt Carsten die Texte. Seine Inspirationsquellen sind Medien aller Art (Filme, Reportagen, Bücher). „Engelmacherin“ beispielsweise basiert auf tatsächlichen Ereignissen, bei denen sogenannte Engelmacherinnen unerlaubte Abtreibungen durchgeführt haben oder Neugeborene durch einen Stich mit einer Kanüle in die Fontanelle töteten.

Ab und an hat Frank ebenfalls gute Ideen. Seine schöpferischen Gedanken kommen ihm meist in der Badewanne ;-)

Gibt es irgendwelche Veröffentlichungen auf Tonträger gebannt, falls nicht, denkt Ihr über jenes nach?  

Zurzeit gibt es leider noch keine Veröffentlichungen auf Tonträgern. Dieses steht aber an erster Stelle unserer „to do-Liste“.

Wie sieht es bei Euch mit Gigs aus, was erwartet dem Fan und Zuhörer bei einer Schlafes Bruder-Show?  

Bei uns steht derzeit gute handgemachte Musik im Vordergrund. Für das Optische bzw. eine große Bühnenshow fehlt uns leider noch das nötige Kleingeld oder ein großzügiger Sponsor. Nichtsdestotrotz füllt Carsten mit seiner „Flügelspannweite“ und seinem teuflischen Outfit jede Bühne ;-)  

Was sind Eure weiteren musikalischen Ziele und Pläne?  

„Schlafes Bruder“ möchte – wie bereits erwähnt – sein erstes Album herausbringen, viele coole Gigs erleben und seine Fangemeinde vergrößern.
Weiterhin soll das viele Gedankengut, was auf Papier gebannt ist, niemals verstauben, sondern musikalisch umgesetzt werden.
Der größte Wunsch wäre einmal auf dem WGT in Leipzig zu spielen.

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?  

Heutzutage ist es sehr schwierig für unbekannte Bands, sich einen Namen zu machen – zumal von Veranstaltern immer mehr Cover-Bands gesucht und gebucht werden, weil sie mit denen auf der sicheren Seite sind, da sie wissen, was sie erwartet.
Es gibt zu viele Bands, die im Untergrund herumirren. Somit ist es schwierig, sich aus der Masse herauszuheben.
Ärgerlich ist zudem, dass immer mehr kleinere Clubs schließen, aber gleichzeitig Festivals vergrößert werden, bei denen aber hauptsächlich schon bekannte Bands spielen.  

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?  

In erster Linie wird einem die Möglichkeit gegeben, sich und seine Musik einer breiten Masse vorzustellen, auch wenn man noch keine auf Tonträger gebannten Veröffentlichungen vorweisen kann.
Man kann sehen und gesehen werden.
Da allerdings die Webcommunities von vielen, vielen Bands und Musikern genutzt werden, herrscht Reizüberflutung und es ist schwierig, hier herauszustechen.  

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?  

Jeder gute Gig mit einem interessierten und neugierigen Publikum ist eine positive Erfahrung.
Für uns alle sehr witzig war eine Reaktion des Publikums auf einen unserer Titel („Gefallener Engel“). Zu hören war zu Beginn eine Glocke. Bis dahin war uns nicht aufgefallen, dass diese Glocke die „AC/DC-Glocke“ von „Hells Bells“ war. Als das Publikum genau darauf mit „Hells Bells“-Rufen reagierte, ging uns nicht nur ein Licht, sondern ein ganzer Kronleuchter auf und wir mussten alle schmunzeln. Natürlich war das nicht beabsichtigt, da wir in keinster Weise AC/DC bzw „Hells Bells“ zum Besten geben wollten. Diese Glocke spielten wir somit nur einmal ;-)
Das Schlimmste, was uns je passiert ist, war, dass ein Gig kurz vor eigentlichem Beginn ins Wasser fallen musste, da es technische Probleme gab, die sich leider in so kurzer Zeit nicht mehr beheben ließen. Somit konnten wir nach dem kompletten Bühnenaufbau kleinlaut alles wieder abbauen.  

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Wir bedanken uns bei Dark Feather für das Interview!
Weiterhin danken wir allen, die uns bisher unterstützt haben sowie unseren treuen Weggefährten!

... und haltet immer eine Münze für den Fährmann bereit ;-)

visit: www.myspace.com/schlafesbruderband

 

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