Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic-, Punk und artverwandten Szene(n)?
Ich vermute dass sich die Bands teilweise spezialisieren werden, also versuchen werden was Neues in ihr Genre mit reinzubringen um sich eben abzugrenzen. Ein gutes Beispiel dafür ist auch die Horrorpunkszene. Seit es doch einige Bands gibt, die sich in dieses Genre einordnen, merkt man wie ähnlich sich die Lieder doch sind. Viele versuchen wie Danzig zu singen, benutzen dafür typische Bausätze wie „In the Night“ und „Zombies“ und „Ghouls“ und spielen dazu noch 4 Akkorde. Seit diese Klischees ausgeschöpft sind merkt man auch dass die Songs persönlicher und melodiöser werden. Genauso ist es denke ich auch für ne Punkband. Stereotypisch gesehn hat jede Deutschpunkband ein Lied übers Saufen, eins gegen Bullen, gegen Nazis und gegen den Staat. Damit die Bands nicht langweilig werden müssen sie sich eben was einfallen lassen um sich doch als Band abzugrenzen.
Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Die Vorteile sind ganz klar, dass man auf einfache, kostenlose Weise die Möglichkeit hat sich im Netz zu präsentieren. Myspace ersetzt ja mittlerweile schon fast die Homepage. Man sieht die Basic-Infos, kann in die Musik reinhören und man merkt ob die Musik in dieser Webcommunity ankommt oder nicht. Was wir blöd finden: Die Jugend von heute hängt zu viel in irgendwelchen Communities rum und haben keine Ahnung welche Gefahren sich entfachen können, wenn einfach so private Daten preisgegeben werden. Das Internet vergisst nämlich nichts. Wir sind gegen diese Selbstdarstellung und Verdigitalisierung von Kommunikation. Zeigts diesen Sozialnetzwerken! Tretet aus und ihr merkt, dass es wieder ehrlicher und sozialisierter in euerm Leben zugeht!
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Das sind immer die miesen Fragen, weil man sich auf Anhieb nicht an DIE Story schlechthin erinnert. Positiv fand ich in letzter Zeit, dass als wir nachdem Konzert in Kokkola, Finnland aus dem Backstageraum kamen, mehrere Mädels dort auf uns zu kamen und uns abfüllen wollten. Verkehrte Welt. Aber großartig. Außerdem ein Konzert in Bayern vor lauter Outlaw-Motorrad-Rockern.
Schlecht war auf jedenfall vorletztes Silvester, als wir von der Turbojugend gebeten wurden ein Konzert zu spielen. Das war ein totaler Reinfall, es waren etwa 6 Gäste da und der Raum war einfach sauklein.
Und die Schrägste fällt mir sowieso nicht ein, weil die schrägen Storys in den Filmrissen der schrägen Abende verloren gehen ;)
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
When there's nothing left to say...
...I think it's okay! |