Van Goth

Erfrischend neue Zugaben des Female Fronted Metal Genre`s offenbaren uns die Nürnberger VAN GOTH. Mit Spass an der Sache und einer gehörigen Portion Professionalität gehen sie an ihre Songs - und beides hört man definitiv ihrem Ergebnis an. Ein Demo ist bereits im Umlauf, weitere Aufnahmen sind geplant. Wenn das Sextett seinen Weg weiterhin wie bisher verfolgt, dürfte einem noch grösseren musikalischen Erfolg nichts mehr im Wege stehen. Verdient haben sie ihn allemal bereits jetzt! Gitarrist Frank und Bassist Micha standen uns im folgenden Interview Rede und Antwort...
 
Dark Feather Ausgabe 5

Hallo Van Goth! Ein herzliches Willkommen beim Dark Feather! Stellt Euch doch bitte zu Beginn den Lesern des Dark Feather einmal kurz vor! Wer übernimmt welche Rolle in der Formation?  

Also, wir haben hier Tanja, Frontfrau und Grafik-/Medienexpertin, Micha, der Bass- und PR-Mann, Chris, Flöte und das gute Ohr der Band (Sie hat einfach das beste Gehör), Rob unseren Trommler und Technik-Freak und Alex und Frank, die beiden Gitarristen und Frank macht noch ein bisschen Backing-Vocals.

Eure Musik klingt sehr ausgefeilt, eingängig und doch vielseitig, wie lange musiziert Ihr schon zusammen?  

Frank: Dazu sollte man vielleicht vorausschicken, dass bei uns der Songwriting-Prozess sehr chaotisch abläuft. Meist kommt einer mit einer Idee an, die anderen lassen sich dann was dazu einfallen. Einen „Songwriter“ in dem Sinn haben wir also nicht. Das hat den Vorteil, dass jeder seine Ideen in die Lieder einbringen kann, dauert aber natürlich länger, weil die Songs erst „wachsen“ müssen. In der jetzigen Besetzung spielen wir seit Ende 2006 zusammen.

Interessant finde ich das Ihr das Genre Female Fronted Metal um einige interessante musikalische Tupfer aufwertet, vor allem der Einsatz der Flutes harmoniert sehr und hebt sich von anderem Genrekollegen, welche eher mal zu klassischen Mittelalter-Folk Elementen greifen, erfreulich ab. Wolltet ihr mit dieser Kombination sozusagen eine Nische schlagen oder hat sich Van Goth im Laufe des Daseins erst in diese Richtung entwickelt?  

Frank: Das war ein langer Entwicklungsprozess. Ich musiziere mit der Chris zusammen jetzt schon ca. 15 Jahre. Angefangen hat das ganze als Cover-Projekt mit Metallica, AC/DC, Judas Priest und solchen Sachen. Ich kann gar nicht mehr sagen, wer auf die Idee kam, aber irgendwie hat dann Chris ein paar mal mitgespielt. Hat uns gefallen und seitdem war sie dabei. Zum Gothic sind wir dann erst später übergegangen. Und zum FFM ist es dann geworden, als Tanja beim Vorsingen für VanGoth bei uns aufgetaucht ist, und bei uns gut ankam.

Im Jahre 2008 habt ihr Eure Demo-CD auf das Szene-Volk losgelassen, noch in diesem Jahr steht eine weitere Veröffentlichung an. Könnt Ihr schon näheres dazu sagen, wird es ein Full-Length-Album?  

Frank: Ich will hier mal nicht zu viel versprechen, wir müssen erstmal mit der Vorproduktion anfangen. Da hier von uns keiner Berufsmusiker ist und alle einem „normalen“ Job nachgehen, müssen wir erstmal schauen, wie gut wir vorankommen und wie viel wir aufnehmen werden. Wär natürlich toll, wenn wir ein volles Album auf die Reihe kriegen.

Micha: Ich glaube, dass wir einige Leute positiv überraschen werden, die bisher nur unser (noch) aktuelles Demo kennen und uns noch nicht live gesehen haben. Gutes Material ist genügend vorhanden und wir werden uns musikalisch auch noch etwas vielseitiger zeigen als auf den bisherigen Aufnahmen. Ob wir ein Full-Length-Album herausbringen, hängt dann letztlich leider auch davon ab, wie viel Geld wir in die Produktion stecken können. Fest steht, dass wir bei den anstehenden Aufnahmesessions unser Bestes geben werden um unsere Hörer zu verwöhnen. Außerdem ist das neue Album ja bekanntlich immer das Beste ;-).  

Mit Eurem Demo konntet Ihr auch schon etwas Aufsehen in der Szene erregen, immerhin wurdet Ihr auch in internationalen Webradios gespielt. Wie zufrieden seid Ihr insgesamt mit den Reaktionen darauf?  

Frank: Naja, nachdem wir das ganze ja als Hobby betreiben und durch die Flöte etwas von den sonst üblichen Besetzungen abweichen, habe ich eigentlich nicht mit einer so positiven Resonanz gerechnet. Voll zufrieden triffts also ganz gut.  

Wie vertreibt Ihr Eure bisherige Veröffentlichung und wie soll die demnächst kommende die Leute erreichen – habt Ihr schon gewisse Pläne?  

Frank: Online wird es sicher kostenlos wieder was zu hören geben. Wir sind uns aber noch nicht ganz sicher, was alles und wie wir die Sachen anbieten werden. Vermutlich werden wir ein paar CDs pressen lassen und die dann auf Konzerten und Online anbieten.

Wie sieht es auf dem Live-Sektor aus, wie und wann kann man ein Van Goth Concert miterleben?  

Momentan stehen erstmal die Aufnahmen im Vordergrund. Wenn die dann im Kasten sind, werden wir wieder auftreten. Die nächsten Auftritte werden also erst ab Herbst anstehen, aber dann wird's Zeit mal wieder ein bisschen Bühnenluft zu schnuppern.  

Und was wünscht Ihr Euch für Eure musikalische Zukunft?  

Frank: Mir ist eigentlich am wichtigsten, dass die Band bei dem was sie macht Spaß hat. Wenn wir dabei bekannter werden und ein größeres Publikum ansprechen, wär das schon schön, aber am wichtigsten ist halt, dass wir selbst zu unseren Sachen stehen und unsere Songs mögen.  

Micha: Da schließe ich mich natürlich an. Für die nächste Zukunft wünsche ich mir, dass wir mit unserer Musik noch mehr Fans dazugewinnen können und natürlich viel Spaß mit weiteren Konzerten, bei denen man sympathische neue Leute und andere Bands kennen lernt.

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?

Frank: Ich sag mal so, sofern man eigene Sachen machen möchte und kein Label hinter sich hat, das die Werbetrommel rührt, tut man sich glaub ich in fast allen Musik-Bereichen schwer. Die G+M-Szene hat halt noch den Vorteil, dass die Leute relativ aufgeschlossen sind, was den Einstieg erleichtert.

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?  

Frank: Webcommunities sind ein tolles Feedback-Forum und eine geniale Werbeplattform. Natürlich nutzen diese Angebote sehr viele Bands, was dazu führt, dass es nicht einfach ist, aus der Masse herauszustechen. Wir fallen aber offensichtlich ein bisschen auf, daher waren die Erfahrungen mit den Communities für uns eigentlich immer positiv.

Micha: Ein Vorteil von myspace ist einfach, dass es von so vielen genutzt wird und dass es nichts kostet, außer Zeit. Man kann sich schnell einen groben Überblick verschaffen, was so um einen herum passiert und kommt auch schnell in Kontakt mit anderen Bands und Leuten, denen die Musik gefällt und dabei springen immer wieder mal wertvolle Tipps oder auch gemeinsame Gigs raus.  

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?  

Frank: Wir machen Gothic, da hat man keine positiven Gefühle zu haben. *g* Schräge Erfahrungen sind so ne Sache. Wir hatten schon reichlich echt schräge Leute, die mal mehr oder weniger kurz mit in der Band waren, bis sich die jetzige Formation gefunden hat. Aber ich möchte hier eigentlich nicht über die Leute ablästern. Die schlechten Erfahrungen hatten eigentlich immer was mit den Übungsräumen zu tun. Unser jetziger ist zwar ein echter Traum, aber wir haben da auch schon in echt alptraumhaften Locations geprobt. Übungsräume sind rar und es ist teilweise echt eine Frechheit was für Löcher einem da für teures Geld angeboten werden.  

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Frank: Schaut mal vorbei auf http://www.myspace.com/vangothband und http://www.vangoth-band.de/ . Wenn es euch gefällt, sehen wir uns vielleicht auf einem unserer Konzerte.

Micha: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Eurem Magazin!

visit: www.vangoth-band.de

 

< zum Inhaltsverzeichnis