Interessant finde ich das Ihr das Genre Female Fronted Metal um einige interessante musikalische Tupfer aufwertet, vor allem der Einsatz der Flutes harmoniert sehr und hebt sich von anderem Genrekollegen, welche eher mal zu klassischen Mittelalter-Folk Elementen greifen, erfreulich ab. Wolltet ihr mit dieser Kombination sozusagen eine Nische schlagen oder hat sich Van Goth im Laufe des Daseins erst in diese Richtung entwickelt?
Frank: Das war ein langer Entwicklungsprozess. Ich musiziere mit der Chris zusammen jetzt schon ca. 15 Jahre. Angefangen hat das ganze als Cover-Projekt mit Metallica, AC/DC, Judas Priest und solchen Sachen. Ich kann gar nicht mehr sagen, wer auf die Idee kam, aber irgendwie hat dann Chris ein paar mal mitgespielt. Hat uns gefallen und seitdem war sie dabei. Zum Gothic sind wir dann erst später übergegangen. Und zum FFM ist es dann geworden, als Tanja beim Vorsingen für VanGoth bei uns aufgetaucht ist, und bei uns gut ankam.
Im Jahre 2008 habt ihr Eure Demo-CD auf das Szene-Volk losgelassen, noch in diesem Jahr steht eine weitere Veröffentlichung an. Könnt Ihr schon näheres dazu sagen, wird es ein Full-Length-Album?
Frank: Ich will hier mal nicht zu viel versprechen, wir müssen erstmal mit der Vorproduktion anfangen. Da hier von uns keiner Berufsmusiker ist und alle einem „normalen“ Job nachgehen, müssen wir erstmal schauen, wie gut wir vorankommen und wie viel wir aufnehmen werden. Wär natürlich toll, wenn wir ein volles Album auf die Reihe kriegen.
Micha: Ich glaube, dass wir einige Leute positiv überraschen werden, die bisher nur unser (noch) aktuelles Demo kennen und uns noch nicht live gesehen haben. Gutes Material ist genügend vorhanden und wir werden uns musikalisch auch noch etwas vielseitiger zeigen als auf den bisherigen Aufnahmen. Ob wir ein Full-Length-Album herausbringen, hängt dann letztlich leider auch davon ab, wie viel Geld wir in die Produktion stecken können. Fest steht, dass wir bei den anstehenden Aufnahmesessions unser Bestes geben werden um unsere Hörer zu verwöhnen. Außerdem ist das neue Album ja bekanntlich immer das Beste ;-).
Mit Eurem Demo konntet Ihr auch schon etwas Aufsehen in der Szene erregen, immerhin wurdet Ihr auch in internationalen Webradios gespielt. Wie zufrieden seid Ihr insgesamt mit den Reaktionen darauf?
Frank: Naja, nachdem wir das ganze ja als Hobby betreiben und durch die Flöte etwas von den sonst üblichen Besetzungen abweichen, habe ich eigentlich nicht mit einer so positiven Resonanz gerechnet. Voll zufrieden triffts also ganz gut.
Wie vertreibt Ihr Eure bisherige Veröffentlichung und wie soll die demnächst kommende die Leute erreichen – habt Ihr schon gewisse Pläne?
Frank: Online wird es sicher kostenlos wieder was zu hören geben. Wir sind uns aber noch nicht ganz sicher, was alles und wie wir die Sachen anbieten werden. Vermutlich werden wir ein paar CDs pressen lassen und die dann auf Konzerten und Online anbieten.
Wie sieht es auf dem Live-Sektor aus, wie und wann kann man ein Van Goth Concert miterleben?
Momentan stehen erstmal die Aufnahmen im Vordergrund. Wenn die dann im Kasten sind, werden wir wieder auftreten. Die nächsten Auftritte werden also erst ab Herbst anstehen, aber dann wird's Zeit mal wieder ein bisschen Bühnenluft zu schnuppern.
Und was wünscht Ihr Euch für Eure musikalische Zukunft?
Frank: Mir ist eigentlich am wichtigsten, dass die Band bei dem was sie macht Spaß hat. Wenn wir dabei bekannter werden und ein größeres Publikum ansprechen, wär das schon schön, aber am wichtigsten ist halt, dass wir selbst zu unseren Sachen stehen und unsere Songs mögen.
Micha: Da schließe ich mich natürlich an. Für die nächste Zukunft wünsche ich mir, dass wir mit unserer Musik noch mehr Fans dazugewinnen können und natürlich viel Spaß mit weiteren Konzerten, bei denen man sympathische neue Leute und andere Bands kennen lernt. |