Veroxity

Wer schon seit längerem den Underground des Death Metal durchstreift, dem dürften die Haudegen von VEROXITY bereits ein Begriff sein, allen anderen sie gesagt: Reinhören! Denn das was die Hertener musikalisch in die Meute schiesst, kann sich mehr als hören lassen. Mit ihrer Art sich dem Extrem-Metall-Bereich hinzugeben, dürften sie Old School Fans und Szene-Neueinsteiger gleichzeitig eine Empfehlung sein! Sänger Maggi nahm sich die Zeit für ein Interview mit uns...
 
Dark Feather Ausgabe 5

Hallo Veroxity! Auch an Euch zuerst die Frage um eine kurze Bandvorstellung! Wer bedient welches Instrument bei Euch?  

Boogy bedient den Bass, Pölkman die Gitarre, Zyn haut in die Felle und Maggi schreit.

Ihr seid ja schon so einige Jahre dabei, erzählt doch bitte mal kurz wie das alles mal anfing!  

Es fing damit an, dass es Zyn und Pölkman 1993 nicht mehr gereicht haben nur fanatische Metalfans zu sein. Sie wollten selber Mucke machen und riefen damals die Band ASTO VIDATU ins Leben. Aus welcher letztendlich, nach ein paar Besetzungswechseln und einem Demo namens „The Decadence Within“(2001), im Jahre 2003 VEROXITY hervorging. Die ganze Geschichte spielte sich in unserer Heimatstadt Herten ab. Herten hatte schon immer eine ordentliche Metalszene,

mit entsprechender Infrastruktur, wie Probebunker und Auftrittsmöglichkeiten. Dadurch hatten wir eine gute Grundlage, um zu dem zu werden, was wir heute sind.

Ihr fahrt relativ kompromisslos die Death-Metal Schiene auf mit interessanten Seitenhieben in den Grind, Extreme etc. Hatte Veroxity schon immer so und auch die ehemaligen Asto Vidatu ähnlich geklungen?  

An sich ist die Grundausrichtung immer dieselbe gewesen. Die Grundlage des Ganzen ist und war der Death Metal der frühen 90er – nur, dass wir immer offene Ohren für all das hatten, was sonst so im extremeren Metalbereich abging und geht. Allerdings war ASTO VIDATU noch nicht so schnell wie VEROXITY. Wir haben unseren Stil seit 2003 nicht sonderlich verändert, auch wenn immer wieder neue Einflüsse zu hören sind. Schließlich sind wir selber große Musikfans und tragen alle vier keine Scheuklappen.  

Vor zwei Jahren habt Ihr Euer Debüt-Album „Ferocious“ veröffentlicht, wie waren die Reaktionen bis heute darauf und wie vertreibt Ihr es?  

Die Reaktionen der Web- und Printzines waren recht unterschiedlich. Von Himmel bis Hölle war so gut wie alles vertreten. Im Schnitt waren die meisten aber doch angetan von dem Album, was uns natürlich gefreut hat. Bei der Schwemme von Bands in diesem Sektor ist es heutzutage ja gar nicht so einfach, jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu prügeln.
Den Vertrieb hatte unser damaliges Label „ Metal On Demand“ übernommen. Es wurde über deren Homepage bestellt und von ihnen verschickt. „Metal On Demand“ hat sich  im November letzten Jahres aufgelöst und die Rechte liegen nun wieder vollständig bei uns. Bedauerlicherweise haben wir selber keine Original-CDs mehr. Bis da alles geklärt ist, kann man bei uns aber ne 1:1 Kopie, verpackt im Originalartwork, bekommen. Es ist auch angedacht, das Album in guter Qualität kostenlos downloaden zu lassen, was erfahrene Sauger allerdings schon seit geraumer Zeit können.    

Kursiert Euer Demo „With Eyes So Blind“  aus dem Jahre 2004 noch im Underground rum, sprich gibt es noch Restexemplare? 

Restexemplare des Originals gibt es nicht mehr, aber wir brennen jedem gerne ne 1:1 Kopie. Im Netz ist „With Eyes So Blind“ übrigens auch downloadbar zu finden.  

Wie sieht eine typische Veroxity-Show aus, was haben Leute die Euch noch nicht live kennen, diesbezüglich zu erwarten?  

Einen ordentlichen Radau! Hahaha
Was die Leute auf jeden Fall zu erwarten haben, sind vier durchgeknallte Freaks, die auf der Bühne alles geben! Wir stehen auf unsere Mucke und das merkt man uns live auch an. Man würde uns definitiv nicht hochkonzentriert stillstehen sehen, mit der Angst davor, irgendeinen Fehler zu machen. Dafür gehen wir Proben! Von uns geht jeder ab!  Da ist es dann auch egal, ob viele oder wenige Leute da sind. Obwohl volle Hallen natürlich noch mal nen gehörigen Motivationsschub darstellen. Und wir lassen uns gerne motivieren! ;-)  

Apropos Live….was waren Eure größten Momente auf diesem Sektor in Eurer nun doch schon erfahrungsreichen Bandgeschichte?  

Was waren die größten Momente? Schwierig!
Große Momente sind natürlich, wenn du vor ordentlich vielen Leuten zockst. Unter dem Gesichtspunkt waren das wohl u.a. unser Gig mit Hail Of Bullets in Köln (14.03.09) und unser Auftritt auf dem „Steel Meets Steel“ Festival 2007 in Bochum. Dort waren jeweils die Hallen verdammt gut gefüllt und wenn man dann den nötigen Spaß bereiten kann, sozusagen die Leute „ferocious“ macht, dann gibt einem das schon was. Ansonsten gibt es fast auf jedem Gig große Momente. Was immer gut kommt ist, wenn du auswärts spielst und Leute auf deine Mucke feiern, die dich vorher nicht kannten. Obwohl auch der Kollegenbonus, den man in der Heimat hat, zu großen Momenten führen kann.  

Was steht demnächst bei Veroxity auf dem Plan, ist schon ein Nachfolger von „Ferocious“ in Aussicht?  

Der Nachfolger von „Ferocious“ steht definitiv auf dem Plan, allerdings ist es zum jetzigen Zeitpunkt zu früh, einen Veröffentlichungszeitraum zu nennen. Wir haben schon einige neue Songs fertig, es sollen aber auch noch welche dazukommen. Dann wollen wir natürlich viel live spielen und lassen uns gerne buchen.

 

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?  

Über andere Szenen können wir nichts sagen, da wir uns in ihnen nicht wirklich bewegen, aber was in der Metalszene in den letzten Jahren auffällt – die Zahl der Bands wächst. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fatal dabei ist, wenn in Ballungsräumen die Veranstalter gegeneinander zu arbeiten scheinen. Bei uns im Ruhrpott finden z.B. regelmäßig an den Wochenenden mehrere gleichgeartete Veranstaltungen statt, wovon im Endeffekt keiner was hat. Das mag allerdings in ländlicheren Gegenden etwas anders aussehen. Ansonsten ist es aber schön zu sehen, dass die Subkulturen leben und man sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen muss.    

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?  

Bei den Webcommunities sehen wir mehr Vor- als Nachteile. Unser Myspace-Profil ist z.B. momentan unsere Homepage. Der große Vorteil hierbei ist, dass man recht problemlos auf sich aufmerksam machen kann, was früher doch um einiges schwieriger war. Mit geringem Zeitaufwand kann man in kurzer Zeit Fans aus aller Welt dazugewinnen, was mit nur einer Homepage so gut wie unmöglich wäre. Und dass du dich als Band sofort mit deiner Musik darstellen kannst ist gut. Darum geht es ja nun mal!  Auf unserem last.fm Profil kann man z.B. unsere beiden Alben, ein inoffizielles Livealbum hören und das dann auch noch runterladen. Der einzige Nachteil scheint aus unserer Sicht auf Seite der Fans zu liegen, da alles doch recht unübersichtlich ist und man aufgrund der Masse an Bands ne Menge übersehen kann.      

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?  

Jetzt wird es schwierig! Oha!
Zu erzählen gäbe es viel, allerdings befürchten wir Unterlassungsklagen. Die wirklich interessanten Geschichten sind jedenfalls entweder nicht jugendfrei oder aber ziemlich kompromittierend. Deshalb müssen wir uns leider mit den Anekdoten sehr zurückhalten!
Ansonsten haben wir unterwegs viele gute aber auch ein paar schlechte Erfahrungen gemacht. Als schlechte könnte man leere Hallen anführen oder Veranstalter die Dich mit 3 Bierbons am Abend abspeisen wollen. Auch „pay to play“ Geschichten stoßen uns übel auf. Wir wollen nicht mit unserer Mucke reich werden, aber draufzahlen ist sehr unfreundlich!
Positiv sind die vielen Leute die man kennenlernt, was sich auf andere Bands, Veranstalter und die Fans bezieht. Und natürlich der Spaß, den man hat! Denn auch böse Musik soll doch letztendlich nur Spaß bereiten. ;-)    

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :  

Wir bedanken uns für Dein Interesse!

visit: www.veroxity.de

 

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