Arya

Mit viel Optimismus und positivem Grundgedanken verfolgen die Kieler Melodic/Gothic-Metaller ARYA ihren Weg und sie haben allen Grund dazu! Bereits ihr Debüt "The Vision" setzte mehr als Achtungszeichen und sie entwickeln sich konsequent weiter nach oben. Ein solides Soundgerüst, hervorragende Melodien und dazu noch die grossartige Stimme von Frontfrau Christina dürften den sympathischen Norddeutschen in schon naher Zukunft noch so manche Tür öffnen...!
 
 

Hallo Arya, willkommen beim Dark Feather! Wir bitten Euch um eine kurze Vorstellung, wer zeichnet sich für was in Eurer Band verantwortlich?

Hallo! Arya bestehen seit Sommer 2007 aus Christina Sprenger – Gesang, Olaf Thiemer – Gitarren, Kolja Voß – Keyboards, Frank Schamborski – Bass und Haakon Voß - Drums

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Mit Eurer Euch ganz eigenen Symbiose zwischen Gothic,- und Melodic-Metal, schafft Ihr es Meiner Meinung nach ausgezeichnet, frischen Wind in das Genre Female Fronted Metal zu bringen. Worauf legt Ihr das Hauptaugenmerk beim Songwriting und Arrangieren der Songs?

Bei den älteren Songs war der Kern eines jeden neuen Stückes eine Melodie, um die wir die Musik als roten Faden herumgesponnen haben. Mit dem Übergang zu den deutschen Texten und der damit verbundenen Herausforderung an den Inhalt der Stücke abseits der Musik hat sich sehr schnell auch das Zentrum des Songwritings gewandelt.

Inzwischen überlegen wir uns zunächst ein Thema für den Text und passen dann die Musik dementsprechend an.

So haben wir uns zum Beispiel bei ‚unter dem Eis’ darüber Gedanken gemacht, wie es jemandem wohl ergeht, der im Eis einbricht und sich nur Zentimeter von der rettenden Luft unter der Eisdecke wiederfindet. Dieser Wandel von ruhigem Schock zur schlagartigen Panik, wenn einem klar wird, dass man soeben die letzten Sekunden seines Lebens (v)erlebt. Sich mit so einem Gedanken auseinander zu setzen war schon irgendwie gruselig, aber die Musik zu dem Stück ging dann sehr inspiriert von der Hand.  Wichtig ist uns nach wie vor, dass unsere Musik stark von Melodien getragen wird, und dabei natürlich einen würdigen Raum für Christinas außergewöhnliche Stimme bietet.

In der jetzigen Besetzung spielt Ihr seid gerade mal zwei Jahren zusammen, nach wenigen Monaten hattet Ihr bereits eine sehr ausgereifte CD namens „The Vision“ abgeliefert. Wie lange und wo habt Ihr vorher bereits Eure musikalischen Erfahrungen gesammelt.

Die Wurzeln von Arya gehen ja bis in das Jahr 1999 zurück, und bereits davor wurde der Weg über eine gemeinsame langjährige Zusammenarbeit in einer Melodic-Metal-Band zwischen Kolja (damals noch als Gitarrist und nur nebenbei Keyboarder) und Olaf geebnet. Christinas Wurzeln finden sich in der Klassik, Musicals und Jazz, während Frank durch und durch das ist, was man im weitesten Sinne als Rock’n’Roller bezeichnen könnte. Wenn’s Dampf hat, ist Frank garantiert nicht weit entfernt. Als Haakon dann als sehr spontaner Ersatz zu Arya stieß, wusste die Band zwar im Groben was sie erwartete, da dieser als Koljas Bruder natürlich ein guter Bekannter war und unter den Trommlern im Norden doch einen gewissen Ruf hat. Allerdings hat Haakon dann alle Erwartungen nochmals übertroffen und sein Einstieg ebnete endgültig den Weg zu dem, was Arya heute ist. Insgesamt kommen bei Arya sehr verschiedene Musikinteressen zusammen, was in der Summe eben unseren Stil ergibt.

Christina, Du hast nicht überhörbar eine klassische Ausbildung an Deiner Stimme genossen, war es für Dich von Anfang an klar in welcher musikalischen Richtung es danach einmal gehen sollte?

Eigentlich ja: Ich wollte in die Klassik- oder Jazzrichtung gehen. Naja, irgendwie habe ich damals gedacht, alles, nur kein Metal. Das war direkt nach meinem Musikabitur und entsprechend jahrelanger Arbeit im klassischen Bereich, gewürzt mit etwas Rockmusik.
Dann bin ich an diese Jungs geraten und habe sehr schnell so richtig Gefallen an dieser Symbiose gefunden. Ich habe damals eine Menge Vorurteile über Metal über Bord werfen müssen. Das Interessante daran ist eigentlich, dass ich immer wieder bei Auftritten mit stark gemischtem Publikum wie zum Beispiel auf der Kieler Woche feststellen darf, dass es vielen Zuhörern genauso geht. Als Metalband wird man mit so vielen Klischees konfrontiert, dass es für viele Leute eben sehr überraschend ist, dass diese Musik nicht nur heftig ist (und nach vorne geht), sondern eben auch sehr flächig sein kann und von Melodien und eben meiner Art zu singen geprägt sein kann.

Ihr seid ja auch Live schon ganz gut in den letzten zwei Jahren unterwegs gewesen. Was zählte diesbezüglich zu Euren persönlichen Highlights?

Eigentlich ganz unterschiedliches: Einerseits war es natürlich fantastisch, in der Markthalle in Hamburg zu spielen: Große Bühne, richtig viel Publikum, und das ganze im Rahmen des Emergenza-Finales, also mitten im Kreise einer Auswahl der besten Bands im Norden. Andererseits gab es auch Situationen wie im Jeckyl & Hyde in Lüneburg, einem ganz kleinen Gothic-Club, aber mit einem so grandiosen Publikum, mit dem wir nach der Show noch lange und sehr spaßig gefeiert haben.  Auf solche Fans kann man einfach nur stolz sein, und sowas zu erreichen gehört bestimmt zum Schönsten, was uns als Band passieren konnte.

Ist bereits ein Nachfolger zu „The Vision“ in Planung?

Natürlich möchten wir das neue Material auch auf CD vorstellen und vor allen Dingen mit dieser Besetzung aufnehmen. Wir haben uns lange darüber Gedanken gemacht, in welchem Rahmen wir dieses Projekt umsetzen können und wollen, gerade auch in der Hinsicht darauf, dass die Produktion von ‚The Vision’ nicht in jeder Hinsicht unter dem besten Stern stand. Derzeit hören wir uns bei verschiedenen Studios und Produzenten um; wir möchten gerne mit jemandem zusammenarbeiten, der sich in unsere Musik hineinversetzen kann und dasselbe Ziel wie wir verfolgt. Momentan reizt uns eigentlich die Produktion in Eigenregie, um wirklich das Umsetzen zu können, was wir uns vorstellen. Ob das am Ende ein gutes Demo oder eine ausgewachsene Produktion wird, werden wir sehen. Da wir generell neugierig und unbefangen an unsere Projekte gehen, lassen wir uns auch diesbezüglich einfach mal überraschen, was passiert. Aber es wird mit Sicherheit gut!

Und was möchte im Allgemeinen die Zukunft für Arya bereit halten?

Wir haben bislang eine fantastische Zeit verbracht, so viel Faszinierendes erlebt und aus Arya eine kleine Familie geformt. Natürlich hoffen wir, dass noch mehr Leute gefallen an unserer Musik finden und wir weiterhin erleben dürfen, dass wir für ein begeistertes Publikum spielen. Es gab so viele interessante Wendungen, und stets wurde alles für uns nur immer noch besser. Wir lassen uns einfach mal überraschen, was uns die Zukunft bringt...

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?

Der angenehmste Punkt ist wohl, dass es immer mehr Bands in diesen Bereichen gibt, die auf sehr hohem Niveau arbeiten. Das wird sich natürlich auch auf das Interesse des Publikums auswirken, da es sich für den Zuschauer/-hörer immer mehr lohnt, sich Konzerte anzusehen oder Musik von Newcomern zu erwerben. Für die Bands ist es wiederum eine Herausforderung, die hohen Ansprüche zu erfüllen. Gerade die in den letzten Jahren zu beobachtende Vermischung im Metal- und Gothic-Bereich bietet natürlich auch eine Menge Möglichkeiten. Von diesem Aspekt profitieren wir sicherlich ganz besonders (auch wenn wir das so nie bewusst geplant haben...).

 

Arya Live

Die Frage ist andererseits ja schon fast, inwieweit insbesondere die Metal-Szene wirklich noch Subkultur ist: Lordi gewinnen den Grand-Prix, Nightwish läuft als Trailer bei Pro 7, und Iron Maiden wird im Elektronikfachgeschäft auf dem größten Fernseher gezeigt. Vielleicht steht der Gothic-Szene ja ein ganz ähnlicher Wandel bevor? Natürlich wird Gothic nie die Allgemeinheit zieren, aber das will ja wohl auch von uns keiner wirklich, oder? Aber so gewisse Grenzgänge tauchen doch immer wieder auf, und Interesse oder gar Verständnis für andere hat sicherlich noch nie geschadet.

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Der Vorteil ist natürlich ein recht einfacher Weg, vielen in einem internationalen Umfeld das eigene Schaffen zugänglich zu machen. Diesen Aspekt erkauft man sich u.U. aber auch mit einem gewissen Overkill an Informationen im Allgemeinen, so dass es für den geneigten Nutzer irgendwann schwer wird, in dieser Flut von verfügbarem Material das für einen selbst wirklich interessante herauszufiltern. Wobei: Insbesondere Myspace nutzen wir recht umfangreich, die aryametal-Seite ist sicherlich zu unserem Vorteil geraten.

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Oha... Hmm, wäre Musik nicht allgemein eine so dermaßen positive Erfahrung für uns alle, würden wir das wahrscheinlich nicht seit so vielen Jahren schon auf uns nehmen.
Eine der spaßigen Erfahrungen war sicherlich, als nach dem Gig in der Markthalle unser lieber Roadie Micha verschollen war, was uns erst auffiel, als wir schon mit laufenden Motoren abfahrbereit vor der Halle standen. Micha fand sich letztendlich auf der Bühne an, wo er nach der Vernichtung einiger Bierreserven einen anderen Musiker redselig davon abhielt, doch seinerseits die offensichtlich längst ersehnte Heimreise anzutreten. Nun stand allerdings ein etwa 150 Kilogramm schweres Problem in Form eines mächtigen Ordners zwischen uns und unserem Roadie, der wiederum gerade heilfroh war, dass er die Halle pflichtbewusst leergeräumt hatte, und der partout nicht akzeptieren wollte, dass man selbst ‚von der Band’ war und somit doch irgendwie befugt wäre, die Halle zu betreten. Der Mann nahm seinen Job wirklich ernst, und er hatte bestimmt seinen guten Anteil daran, dass die Sonne bereits erwachte, als wir endlich zuhause ankamen...
Schlechte Erfahrungen hat es natürlich über die Jahre auch gegeben, aber das verbuddelt man am besten ganz weit hinten im Kopf und genießt lieber das fascettenreiche Leben, das die Musik bietet!

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Wir möchten allen danken, die uns auf unserem bisherigen Weg begleitet haben und die sich für unsere Musik interessieren. Danke für eine großartige Zeit!!!

visit: www.arya-metal.de

 

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