Wie Ihr gerade erwähntet habt Ihr kürzlich Euer Debüt „Soulless“ veröffentlicht. Seid ihr zufrieden mit dem ersten Feedback zu dieser Scheibe?
Wir haben ausschließlich positive Resonanz erhalten und freuen uns sehr darüber, dass in vielen Reviews geschrieben wurde das wir einen eigenständigen Sound haben und nicht mit anderen Bands in eine Schublade zu stecken sind. Sowas motiviert natürlich ungemein und animiert zum weitermachen. Generell waren wir sehr überrascht von den bisherigen Reaktionen.
Wie gestaltete sich der Produktionsprozess zu „Soulless“, könnt ihr da etwas aus dem „Nähkästchen“ plaudern?
Anfangs stellte sich die Frage wo wir die Platte aufnehmen wollen. Wir entschieden uns für die Ruptured Silence Records die sich gerade erst gegründet hatten und in Trier ansässig sind. Aufgrund des knappen Budgets war klar, dass wir die Scheibe selbst produzieren. Wir nahmen uns einige Wochen Zeit für die Aufnahmen, wobei es für alle Neuland und es zeitweise echt nicht einfach war. Das Songmaterial und die Arrangements waren zu diesem Zeitpunkt schon komplett vorhanden somit konnten wir uns voll und ganz aufs Aufnehmen konzentrieren. Am Ende wurde die Zeit trotz der intensiven Arbeit knapp, weil wir einen fixen Termin bei den Gernhart Studios zum Mischen und Mastern hatten. Martin Buchwalter von den Gernhart Studios (der schon ua. mit Schmier, Suidakra, und Victor Smolski zusammengearbeitet hat) verpasste den Aufnahmen den druckvollen und einzigartigen Klang… das war es was wir auch von Anfang an wollten!
Eure Musik klingt meiner Meinung nach wie eine erfrischende Neuauflage alter Kultstile des Metal und Hardrock. Es groovt und geht ordentlich nach vorne los. Wo liegen Eure persönlichen musikalischen Einflüsse?
Wir werden oft darauf angesprochen, dass unser Sound die besagten Stile wiederspiegelt wobei wir das nicht extra machen, sondern das spielen worauf wir Lust haben. Jörg der alte Rock’n Roller hört alte Aufnahmen á la Led Zeppelin, AC/DC, Rainbow aber auch neue Sachen wie Black Stone Cherry oder The Answer. Rosario hört gerne alte Metalklassiker wie C.O.C, Pantera, Metallica, Stone Sour, sowie Down. Lead Gitarrist Micha wird öfter mal Flitzefinger genannt und solche Musik hört er auch. Um ein paar zu nennen: Children of Bodom, Amon Amarth, Joe Satriani, Iced Earth und Rage.
Um den Stilmix perfekt zu machen rundet Max das mit Bands wie Volbeat, Triggerfinger, Danko Jones und Boozed ab. Ihr seht also hier sind einige Musikstile und Richtungen vermischt und das tut unserer Musik auch gut.
Wie lange seid Ihr eigentlich schon als Band am Start?
Carpet Room wurde von Rosario und Jörg im Sommer 2007 gegründet. In der jetzigen Konstellation gibt es uns seit Mai 2008.
Wie gestaltet sich eigentlich eine typische Carpet Room Show, was erwartet den Fan?
Musik mit Eiern, gute Laune, eine grandiose Atmosphäre, Riffs voll auf die Zwölf und ein Intro von Tenacious D! …das beschreibt die Sache ziemlich gut ;-)
Und was sind Eure nächsten Pläne für die weitere Zukunft?
Neue Lieder sind bereits am Start, vor allem aber wollen wir auf dem Livesektor viel aktiver werden und viel mehr Leuten unsere Musik nahe bringen.
Zum Schluss die drei Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?
Es ist sehr schwer als unbekannte Band Fuß zu fassen. Man braucht dafür unheimlich viel Ausdauer, Motivation und heut zu Tage vor allem Geld. Viel mehr können wir noch nicht dazu sagen, da wir selbstverständlich noch nicht so viele Erfahrungen in diesem „Geschäft“ sammeln konnten.
Man muss aber heut zu Tage als Band Sound- und Stilmäßig was neues bieten um sich in dem harten Konkurrenzkampf behaupten zu können obwohl im Moment ja auch wieder eine Classic Rock Welle anrollt. Es wird mit Sicherheit nicht einfacher werden, ganz im Gegenteil.
Welche Vor- und/oder Nachteile seht ihr in Großen Webcommunities wie z.B. Myspace?
Für uns hat Myspace nur Vorteile, man kann Gigs klar machen, Kontakte knüpfen, Beurteilungen zur eigenen Musik einholen und vor allem Musik hören und damit andere Bands unterstützen.
Myspace ist auch eigentlich die einzige Plattform die wir intensiv zum Promoten nutzen.
Leider rückt dadurch die gute, alte CD in den Hintergrund… das wäre der zu erwähnende Nachteil.
Was waren bei Euch bisher die positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Eigentlich war bisher alles positiv, von den Proben bis zu den Auftritten über die Veröffentlichung des Albums und die Reaktionen Außenstehender. Negativ kann man manche Labelangebote beurteilen, die scheinbar Interesse an dir haben aber im Endeffekt nur aufs Geld aus sind und dich auf Dauer nicht unterstützen werden.
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Wort gehören dem Künstler:
Wir bedanken uns natürlich in erster Linie beim Dark Feather Team und bei allen die uns bisher unterstützt haben. Wenn ihr neugierig geworden seid und Bock auf eine ordentliche Portion „Metalrock“ habt, dann meldet euch auf der Myspace Seite und/oder bucht uns.
Metal up your ass!
Carpet Room (Rosario, Jörg, Micha, Max) |