Hallo Jens! Das Dark Feather bittet um eine kurze Vorstellung Eurerseits! Wie sieht Eure aktuelle Besetzung aus?
Hallo Holger! Zum einen haben wir da den Chris an der Leadgitarre, unsere kreative Kraft für neues Material. Dann haben wir den Dommi am Bass, den Robert an den Drums, und den Christoph am Mikro. Zu guter letzt bin da noch ich, der Jens, an der zwoten Gitarre in der Rhytmusfraktion. |
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Euer aktuelles Album heißt „The Fear Within“. Wie waren die bisherigen Reaktionen darauf, seid Ihr zufrieden?
Ja, Ende letzten Jahres haben wir unsere dritte Veröffentlichung fertig gestellt und den Hörern präsentiert. Natürlich will man ja wissen was die fachkundige Presse von seinem Material hält, also haben wir eine ganze Menge Exemplare an Magazine geschickt. In den darauf folgenden Monaten haben wir dann einen ganzen Haufen Rezensionen bekommen. Zu unserer Freude waren diese fast ausschließlich Positiv. Das bisherige Highlight war mit Sicherheit das hundertprozentig gute Review im Metal Hammer. Man liest sich halt immer gerne in einem Magazin das man seit jeher kennt, und man ist natürlich auch zufrieden mit sich selbst. Wichtig ist natürlich auch was sein Persönliches Umfeld meint, und auch hier waren die Reaktionen durchweg Positiv, was uns sehr wichtig ist. Im Endeffekt sind wir mehr als zufrieden mit unserer aktuellen Scheibe, und noch wichtiger ist, dass die Konzertbesucher / CD Besitzer, allesamt immer zufrieden waren!
Eure Musik bringt in erster Linie interessanten melodischen Death-Metal dem Zuhörer nahe, welche musikalische Entwicklung durchschritten Destructive Behavior von ihrem ersten Demo „City Of Sin“ bis zum aktuellen Output?
Im Prinzip haben wir musikalisch immer das gemacht was uns so gefällt, jeder hat seine Musikalische Note mit einfließen lassen. Wir haben nie gesagt, dass wir uns auf eine Musikrichtung einschießen wollen, sondern die Musik ist im großen und ganzen ein Stück Lieblingsmusik von jedem von uns.
Mit dem Songschreiben zu unserem Demo, was nebenbei bemerkt wesentlich rauer und härter daherkommt wie unser aktuelles Werk, war es nicht unüblich, dass sich ein Song von Woche zu Woche anders anhörte, obwohl der Song grundsätzlich immer die selbe Basis hatte. Nach unserer Demo haben wir uns rangemacht und neue Songs geschrieben, in der Zeit kam Chris und Dommi in die Band und sie haben uns noch mal eine ordentliche Portion mehr Melodie eingebracht. Nach unserem ersten Album hieß es musikalisch für uns in neuen Songs Dinge abzuändern die uns im nachhinein nicht so gut gefallen haben. Wobei das grundsätzliche musikalische Prinzip sich nicht änderte. Wir wollen an uns selbst wachsen, und nehmen uns für neue Songs immer unsere jeweils aktuelle Scheibe zur Hand, sodass man musikalisch sagen kann, dass das aktuellste Werk von uns immer die verbesserte Version der Vorgängerscheibe ist.
Man kann unsere Songs generell grob so umschreiben: Einer der Band stellt das Grundgerüst, und dann setzt jeder das auf was ihm gefällt. Chris gibt meist Grooves und eingängige Melodien zum besten, Dommi setzt präsente und interessante Basslines auf, Robert und ich verleihen dem ganzen einen groovigen und mitreisenden Unterbau, und der Christoph brüllt am Ende alles kurz und klein, mit starken Hooklines und mächtig Druck. Wir hatten und haben also keinen festen Songwriter in der Band, sondern eher gibt einer das Grundgerüst vor und zusammen komplettieren wir die Songs. Das ist uns wichtig, denn so kann jeder von Scheibe zu Scheibe immer seine Leidenschaft zu unserer Musik mit einbringen. |
Gegründet habt Ihr Euch aber eigentlich schon früher, damals noch unter dem Namen, Vangelius. Erzählt doch mal bitte was es mit dieser Entwicklung der Geschichte auf sich hat und wie klang die Musik noch unter dem Ex-Namen?
Hehehe, das waren noch Zeiten! im Prinzip ging's damals nur darum sich zu treffen, um zusammen ein wenig rumzujammen. Wir waren alle nicht wirklich gut, aber zuhause alleine lärm machen ist ja auch eher öde. Also haben wir uns einmal die Woche getroffen um zusammen Krach zu machen. Musikalisch hat das ganze immer von Punk bis Black Metal gereicht, je nach dem wer gerade in der Band war, bzw. zum zocken anwesend war. Im Prinzip ging das 2 Jahre so ohne dass irgendetwas konstruktives daraus entstanden ist. Dann 2004, nach gefühlten 1000 Besetzungswechseln hat sich ein halbwegs stabiles Lineup geformt (3 der 5 Leute sind immer noch dabei), und es wurde auch mal angefangen Songs zu schreiben. Mehr durch einen Zufall haben wir dann auch unser erstes Konzert angeboten bekommen, und durften einen Song umsonst für einen Lokalen Sampler einspielen. So musste dann auch ein definitiver Name her, und da wir immer recht destruktiv waren... naja das Ergebnis seht ihr ja.
Wie vertreibt Ihr Eure Musik bisher? Denkt Ihr für die Zukunft auch wie viele andere Bands bereits um die Möglichkeiten reiner Downloadvertriebe nach unter anderem auch um die hohen Kosten der Herstellung zu sparen?
Wir haben jüngst einen Deal mit einem Label angeboten bekommen und auch angenommen. Dadurch wird sich allgemein einiges ändern bzgl. des Vertriebes, bzw. der Verfügbarkeit in Geschäften und Online Plattformen, wo man als Band ohne Label leider kaum die Möglichkeit hat seine Musik zu vertreiben. Schön ist es, dass wir aber immer noch wie bisher auf unseren Konzerten unsern Kram verkaufen können. Für eine Undergroundband ist das der einfachste und effektivste Weg seine Alben an die Leute zu bringen.
In diesem Sinne sehe ich es auch so, dass der "Online-Only" Vertrieb ein Schritt in die falsche Richtung ist, gerade bei kleineren Bands, wie wir es ja sind, ist der CD-Verkauf auf Konzerten ein Hauptvertriebsweg. Ein Tonträger gibt der Musik erst leben, wenn auch der Digitale Vertrieb seine bequemen Vorzüge für die Band und den Konsumenten hat. Zudem kenne ich viele Leute die einfach wert darauf legen gekaufte Musik in der Hand zu halten, und die auch mal beim Hören das Booklet durchblättern wollen. Von denen ist jeder Bereit die 2 Euro mehr pro gepreßter CD gerne zu zahlen.
Wie es in 10 Jahren aussieht weiß ich nicht, aber für uns stand es nie zur Diskussion ob wir unsere Alben pressen lassen. Ich denke das wird sich bei uns auch in Zukunft nicht ändern!
Wie sieht es bei Destructive Behavior auf dem Livesektor aus? Wann und wie kann man Euch auf der Bühne erleben?
Sofern man im Westen Deutschlands lebt, und sich ab und an für Undergroundkonzerte interessiert, sollte man uns hier und da schon mal begegnet sein, hier haben wir, gerade in den letzten Monaten, sehr viele Konzerte gegeben. Aber auch über Westdeutschland hinaus boten bzw. bieten sich für uns ständig mehr Konzertangebote. Nächstes Halbjahr geht's für uns auf jeden Fall in den Hohen Norden und wieder in den Süden Deutschlands. Jetzt ist erstmal das allgemeine Sommerloch an der Reihe, aber viele Konzerte sind ab September wieder in Planung. Nachdem wir jetzt 9 Monate lang keinen Monat ohne Konzerte hatten, ist's auch mal wieder schön 2 Monate in Ruhe neues Material umzusetzen.
Aber keine Sorge... "Destructive Behavior gonna get ya!" Hehehe...
Wer Konzertmäßig bei uns auf dem Laufenden sein will, sollte unsere myspace Seite Abchecken!
(http://www.myspace.com/destructivebeahvior)
Was sind Eure weiteren Pläne für die Zukunft?
Natürlich reiche und berühmte Rockstars werden, was sonst ?!
Nein mal im Ernst, mittelfristig werden wir jetzt erstmal das Sommerloch nutzen um neues Material zu schreiben, Konzerttermine für die zweite Jahreshälfte fest zu machen und natürlich mit den Bandkollegen auch mal als Besucher auf Festivals zu fahren.
Längerfristig wollen wir natürlich noch einige Alben herausbringen, viele Konzerte spielen und vor allem uns nicht von unserem Spaß an dem was wir machen abringen lassen. |
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Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?
Einerseits ist es natürlich sehr positiv, dass die Szene immer weiter wächst, auf der anderen Seite gehen leider viele gute Bands in der Masse unter. Damit ist es im Metalbereich mittlerweile genauso wie in jedem anderen Musik Bereich, der Durchschnittshörer der nicht aktiv im Underground sucht bekommt nur das mit, was von einigen wenigen Leuten bestimmt wird. Das ist schade, denn früher war alles noch etwas unabhängiger.
Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Zum einen ist es für Leute sowie Bands natürlich ganz nett sich selbst informativ, kurz und prägnant zu präsentieren. Leider hat das ganze eine Kehrseite, und zwar das alles zu einer unpersönlichen Plattform mutiert, in der es Lediglich darum geht wer wie viele "Freunde" in seiner Liste hat. Darauf wird alles reduziert. Community kann man das eigentlich nicht nennen, ich würde es eher als große Linksammlung bezeichnen.
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Positiv sind natürlich immer Konzerte wo die Stimmung gut ist, oder wenn das neueste Album gut ankommt, usw. Negativ sind sicherlich Konzertveranstalter, die einen 400 Km weit fahren lassen, und dann mit einer halben Kiste Bier und ein paar halben Brötchen abspeisen wollen, und dann auch noch pampig werden wenn man nach ein bisschen Spritkohle fragt. Das ist wirklich negativ.
Wirkliche Anekdoten haben wir nicht die erzählenswert sind, wir sind da eher durchschnittlich wenn es um besondere Ereignisse geht... :-)
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
Ja wir bedanken uns ebenfalls für dieses Interview und den Lesern fürs Interesse!
Keep on Rocking!
Destructive Behavior |
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