Sonorous Din

Drei Damen und zwei Herren beehren uns im folgendem Interview und zusammen sind sie SONOROUS DIN. Anfangs noch als Industrial-Metal Projekt gegründet, haben sie sich mittlerweile in Richtung Mittelalter/Gothic entwickelt. Jüngst haben sie ihre zweite CD fertiggestellt, welche den Namen"Die Elfe" trägt und uns ein wenig in die Welt der Hexen und Zauberer entführt. Kurz nach deren Veröffentlichung gaben sie dem Dark Feather Antworten auf seine Wißbegier...
 
 

Hallo Sonorous Din! Stellt Euch doch bitte zu Beginn den Lesern des Dark Feather einmal kurz vor!

Hallo wir sind Sonorous Din und wir kommen aus den verschiedensten Ecken aus NRW.
Mario (Drums) und Steffi (Bass) kommen aus Lüdenscheid im Sauerland, Kristina (Gesang) kommt aus der kleinen Stadt Wipperfürth im Bergischen Land, Nina (Geige) kommt aus Leverkusen bei Köln und Alex (Gitarre) wohnt im wunderschönen Schwelm (nahe Ruhrgebiet).
Also eine bunt gemischte Truppe, die gemeinsam ihrer Leidenschaft, der Musik nachgeht.
So bunt gewürfelt wie unser Haufen, gestaltet sich auch unsere Musik. Man kann Sonorous Din sicherlich im Gothic als auch im Mittelalterlichen Bereich ansiedeln.
Unsere Texte handeln von Hexen und Zauberern mit mystischen Elementen, aber auch mit manchmal recht abgedrehten Text und Songverläufen. Nicht wirklich in eine konkrete Sparte einzuordnen, aber das ist es auch, was uns sicherlich Einzigartig macht.

Ihr habt kürzlich Eure zweite CD namens „Die Elfe“ veröffentlicht. Wie zufrieden wart Ihr mit dem Produktionsablauf, wie waren die ersten Reaktionen nach dem Release?

Die Produktionszeit der neuen CD „Die Elfe“ hat sich ein wenig in die Länge gezogen, da es zwischen den Studioaufnahmen einen Wechsel in der Band gab.
Während beim Debut Album „Lusus Naturae“ sich noch Jamina und Thomas bei den Vocals abgewechselt haben, steht bei „Die Elfe“ nun Kristina als alleinige Sängerin am Mikro.
Sprich: Die neuen Lieder und fast 90% der Texte standen bereits und somit konnten Mario, Steffi und Alex schon vorab ihre Parts im Studio einspielen.
In der Zwischenzeit wurde nach einer neuen Frontfrau gesucht und als diese dann gefunden war, konnten Nina und Kristina ihre Parts ebenfalls einspielen. Insgesamt zog sich dieser ganze Prozess über fast ein Jahr hin, aber wie sagt man so schön: „Gut Ding will Weile haben“
Mit dem Ergebnis sind wir wirklich sehr zufrieden und es war definitiv die richtige Entscheidung erst einmal die finale Besetzung der Band abzupassen.
Die CD Release Party verlief im kleinen Kreis der engsten Fangemeinschaft und war sehr schön! Bisher waren die Kommentare zur neuen CD durchweg positiv und das stimmt uns sehr stolz, da sehr viel Zeit und Herzblut in die Platte geflossen ist.

Sonorous Din 1

Im Jahre 2006 hattet Ihr Euer Debüt „Lusus Naturae“ unters Volk gebracht. Wie lange gibt es Sonorous Din eigentlich schon?

SD gibt es bereits seit 1999. Anfänglich lief das Projekt noch unter Industrial-Metal. Wir haben Samples in unsere Musik eingebaut, die Gitarren und den Bass tiefer gestimmt.... ala Korn und Co. Die mittelalterliche Gothic Ausrichtung kam dann mit den Jahren und den neuen Bandmitgliedern..... SD in der jetzigen Form mit dieser Art der Musik gibt es etwa seit 2003.....

Eure Texte sind ausnahmslos in deutscher Sprache verfasst, wie wichtig ist diese Euch in Verbindung mit Eurer Musik?

Die Sprache ist uns sehr wichtig. Es ist schön wenn die Sprache direkt ins Herz geht und nicht vorher übersetzt werden muss.... Wir haben zu Beginn, also 1999 auch in Englisch produziert.... allerdings, in Anlehnung an StS, Schandmaul und in Ex, ist uns schnell klar geworden das die deutsche Sprache unendliche Möglichkeiten bietet unsere Botschaft zu transportieren.... Klar, Englisch ist einfach singbarer... und nicht so hart wie das deutsche.... aber dafür eben auch mit Hürden gespickt....

Mir ist aufgefallen, auf „Die Elfe“ bestehen alle Songtitel lediglich aus einem Wort (lässt man mal die Artikel bei einigen wenigen außer acht). Steht dahinter ein Konzept oder Image oder reiner Zufall?

Ich glaube das es uns noch nicht aufgefallen ist...lol... nein, hat keine tiefere Bedeutung.. reiner Zufall... 

Ihr seid auch schon ganz gut Live unterwegs gewesen in den letzten Jahren und auch Euer aktueller Tourkalender sieht für eine Band aus dem Underground alles andere als dürftig aus. Wie macht Ihr das, wo doch in der heutigen Zeit immer mehr Clubbesitzer und Organisatoren vor Events aus dieser Kategorie zurückschrecken?

Wie bereits erwähnt gibt es uns schon einige Zeit.., mit der Zeit kommen auch Kontakte zu Veranstalter, Locations, Organisatoren usw.... Es ist häufig allerdings sehr mühsam sich als Band irgendwo etablieren zu wollen... Nicht das die Veranstalter nicht wollen... es muß ja auch Publikum vorhanden sein und gerade in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise ist der Geldbeutel eher leer... An dieser Stelle möchten wir uns auch für die zahlreichen Autftrittsmöglichkeiten bedanken, die wir im Laufe unserer Bandgeschichte erfahren durften... Ohne die mutigen Locationsbesitzer, Veranstalter und zig Ehrenamtlichen wären diese zahlreichen Veranstaltungen, an denen SD teilnehmen durfte, nicht möglich gewesen.. Wir möchten uns auch für die vielen schönen, lustigen, nachdenklichen und tiefen Momente bedanken, die wir mit dem Publikum erleben durften....

Sonorous Din – klangvolles Getöse, wer oder was genau stand Pate bei der Namensgebung?

Die Geburt einer Band beginnt mit dem Namen. Unser "klangvolles Getöse" entstand in einer gemütlichen Musikerrunde im Jahre des Herrn 1999. Wir haben überlegt was wir eigentlich machen... da wir damals schon weiblichen Gesang hatten der sehr klangvoll war und die Gitarren und der Bass eher an Getöse erinnerten sind wir schnell auf die englische Übersetzung gestoßen... uns ist allerdings bis heute nicht klar ob es diese Kombination, also SONOROUS DIN, im englischen Sprachgebrauch überhaupt wirklich gibt....
Der Name ist schön, allerdings haben sogar die Bandmitglieder Probleme ihn auszusprechen... also nicht wirklich PR gerecht der Name..... aber nichts desto trotz ist er schön....

Sonorous Din 2

 

Wie geht’s jetzt weiter, was sind Eure Ziele und Wünsche für Eure musikalische Zukunft?

Wir werden jetzt erst einmal ne Menge weiterer Gigs spielen. Nach der Zeit des Studios ist das immer sehr erfrischend und motivierend direkt vor dem Publikum zu stehen. Des Weiteren schlummern auch noch viele neue Songideen in unseren Köpfen, die nur darauf warten endlich gespielt werden zu können. Das Publikum darf sich also in nächster Zeit auf viele, weitere neue Songs freuen.
Wir wünschen uns, dass wir noch viele weitere Jahre in dieser schönen Truppe zusammen spielen können und natürlich das, was sich jede Band wünscht: Ein freundliches Plattenlabel dem unsere CD gefällt und uns unter seine Fittiche nimmt!

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:
Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Mittelalter- und artverwandten Szenen?

Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan! Die Bands im Untergrund werden wirklich immer besser und bieten sehr viel Potential. Was es aber auch gleichzeitig sehr schwer macht aus der Masse hervor zu stechen. Zudem hat man manchmal den Eindruck, dass das Publikum ein wenig übersättigt wirkt. In Zeiten der absolut überteuerten Konzerttickets bekannter Bands, ist der Underground allerdings inzwischen eine wirklich gute Alternative geworden und kann von uns nur jedem empfohlen werden, der sich vielleicht noch nicht daran gewagt hat.

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Es ist sicherlich eine sehr gute Möglichkeit die eigene Band im Web zu präsentieren. Früher war man darauf angewiesen alle Leute mündlich über anstehende Konzerte zu informieren, das kann man jetzt auf eine einfachere Art der Community im Web präsentieren.
Allerdings merkt man auch hier inzwischen die Übersättigung. Es gibt so unendlich viele Bands im Web und bei Myspace kommt man sich inzwischen z.B. als Privat User fast zugespamt vor, wenn sich pro Tag fast 5 Bands bei einem vorstellen. Aber auch hier sei gesagt, einfach mal in die Promos der Bands rein hören. Manches gefällt, vieles vielleicht auch nicht, aber es lohnt sich. Man findet darunter sicherlich den ein oder anderen Juwel der weiter zu empfehlen ist! 

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt? 

Oh da gibt es jede Menge! Hauptsächlich viele schräge und lustige Erfahrungen die man im Laufe der Zeit erlebt. Da fällt es schon schwer eine einzelne Anekdote heraus zu picken. Am besten sind z.B. die mitunter recht lustigen Dinge die beim Soundcheck vor dem Gig passieren können. Mancher Tontechniker kann einen echt in den Wahnsinn treiben… wir als Band aber sicherlich auch manchen Tontechniker! ;-)
Wir nehmen das Ganze meist nicht so ernst.
Naja, und die restlichen Anekdoten behalten wir lieber für uns, denn sonst halten uns alle für total bescheuert und dann will sich keiner mehr unsere Musik anhören! *lach* 

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Wir freuen uns sehr, dass das Dark Feather Magazin uns im Magazin präsentiert und wir hoffen, dass wir Interesse für unsere Musik wecken konnten.
Wer mehr Infos über uns haben möchte, der kann sich über www.sonorousdin.de auf unserer Website schlau machen. Hier gibt’s auch jede Menge Fotos, Konzerttermine sowie die Möglichkeit unsere CD oder auch ein schönes Sonorous Din T-Shirt zu erwerben.
Wir würden uns freuen den ein oder anderen mal auf einem Konzert von uns zu sehen! Kleiner Tipp, wir spielen dieses Jahr auf dem Newcomer Contest auf dem Festival Mediaval in Selb in Bayern sowie auf dem Metal for Mercy Festival in Bochum.

Sonorous Din CD Cover Sonorous Din „Die Elfe“

So gar nicht zum Namen des Openers „Blutmesse“ wollen die ersten Töne dieses Albums passen. Verträumt führen uns das Gitarrenriff, die Bassläufe und die melancholische Geige in „Elfe“, das jüngst erschienene zweite Opus der drei Damen und zwei Herren von Sonorous Din aus Nordrhein-Westfalen, in die folgenden sechsundvierzig Minuten ein. Schnell wird jedoch klar, das jenes Quintett ihre ganz eigene Art hat ihrer musikalischen und lyrischen Kunst Ausdruck zu verschaffen und zu einer interessanten Symbiose zu vereinen. Daher ist es auch all zu treffend, jene neun Songs  ausschließlich deutschsprachig vorzutragen, welche sich vorrangig um Hexentum und Mystik drehen . Musikalisch geht dieses Album auf dem ersten Höreindruck in Richtung Mittelalter, doch jene Kategorisierung wäre zu banal. Denn sehr abwechslungsreich wechselt man mal in rockige Gefilde, mal in gotische, mal in Folklore und sogar metallische Elemente blitzen kurzfristig auf. Alles immer begleitet von der vielseitigen Stimme der Sängerin Kristina. Die Musiker verstehen ihr Handwerk, soviel steht fest. Alle Instrumente wissen, wann sie sich in Präsenz und Zurückhaltung geben müssen. Zugegeben, etwas Zeit und Ruhe muss man dieser CD schon geben um all ihre Facetten zu entdecken, kein Album „um mal eben“ nebenbei zu hören, aber jenes würde den Anspruch des Quartetts auch gar nicht gerecht werden. Ein schönes Cover rundet dieses Werk ab! Anspieltipps: Blutmesse, Die Elfe, Tsunami

visit: www.sonorousdin.de

 

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