Es fällt auf, dass Ihr nach dem langen Intro erst spät anfangt mehr aufs Gaspedal zu drücken. Steckt ein Konzept in der Songreihenfolge?
Eigentlich gab es zwei Intro-Ideen und wir wollten keine davon verwerfen. Also haben wir beide verwendet und aufeinander folgen lassen. Ich denke ein Konzept sollte bei jeder Band dahinter stecken. Aber auf dem Weg vom Gedanken zur Vollendung scheitern viele Bands. Eine perfekte CD sollte wie ein langer Titel sein und das werden wir bei unserer zweiten CD noch verfeinern.
Überhaupt fällt auf, dass Ihr mit vielen Tempo- und Rhythmuswechseln arbeitet, eine Tatsache, die dem Album keinen Raum für Langeweile lässt. Wo liegen Eure musikalischen Einflüsse?
So wie im wahren Leben gibt es auch in unseren Songs Höhen und Tiefen. Freude, Leid, Geburt und Tod gehören dazu. So werden bei uns natürlich die Rhythmen, beziehungsweise Melodien, dem Thema angepasst. Sicherlich gibt es musikalische Einflüsse, aber eher unbewusst. Wir kopieren niemanden und machen eigentlich was wir wollen.
Ihr widmet Euch mit Euren Lyrics ganz eindeutig der heidnischen Religion des Germanentums. Ist jenes für Euch mehr ein interessantes Themengebiet, das sich gut besingen lässt oder fühlt Ihr Euch jener Naturreligion auch außerhalb der Musik ganz zugehörig?
Ich denke diese Frage wird ziemlich eindeutig im Titelsong unserer CD beantwortet. Egal wo und in welchem System man lebt, der Mensch bleibt immer der Mensch.
Ihr habt für euer erstes Debüt gleich ein recht aufwendiges 16-seitiges und sehr schönes Cover am Start. Wie wichtig ist Euch dieses „Drumherum“ und wer hatte die Idee zum Layout?
Egal was wir machen, es muss immer einhundert Prozent sein!!!
Eine kleine Tour, die Euch auch außerhalb des Landes führt, steht ebenfalls bei Euch auf dem Plan...
Wir haben im ersten Spieljahr gleich in Holland, in Tschechien, der Schweiz und natürlich in Deutschland gespielt. In diesen Ländern werden wir auch dieses Jahr spielen und es kommen noch zwei Gigs in der Slowakei dazu. Auch Italien und England sind in Planung...
Was sind denn Eure nächsten Etappenziele und Wünsche?
Norwegen, Wacken, Walhalla.
Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?
Die Entwicklung ist genial wenn man bedenkt, das heute schon Black Metal im Fernsehen läuft! Die Leute fühlen sich auf dieser Welt verarscht, belogen, betrogen und ausgenutzt, sie suchen nach einem Zuhause, einer Zukunft, einer Familie...und in meinen Augen ist all das Metal!!!
Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Wir haben zum Beispiel wahre Fans in der Republik Trinidad und im Sultanstaat Brunei Darussalam... Währe schwierig ohne Netz...
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Das Schrägste war, dass wir als Headliner auf einem Grind Core Metal Fest gespielt haben, das Schlechteste...war die Erkenntnis, egal wie gut du bist, wenn du keinen Plattenvertrag bei den Metal Mafiosies unterschreibst, spielst du auf keinem einzigen Festival, das solche Typen veranstalten.
Das Positivste aber, ist jeder einzelne Fan, für den wir jederzeit tausende Kilometer fahren, weil er es uns wert ist!!!
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
...jetzt ist die Zeit...für Vergeltung!!! Nothing’s gonna stop us now!!! |