Aber wir haben uns nie von unserem Weg abbringen lassen egal welche Rückschläge kamen. Ich glaub das ist eine unserer größten Stärken. Die meisten anderen Bands hätten total desillusioniert die Flinte ins Korn geschmissen. Aber unser erstes wirklich ernsthaftes Lebenszeichen war dann die Blood Red Death Machinery EP. Ich finde schon, dass die Platte der Wendepunkt war. Die Leute hatten wenigstens mal was in der Hand und haben gemerkt dass da doch mehr dahinter steckt, als die meisten zu Anfang von uns erwartet hätten
Eure Musik bedient sich im Groben dem Death-Metal und Grind Core Genre ohne allerdings sich selbst in irgendeinen festen Rahmen pressen zu lassen. Was sind Eure Vorbilder, wo liegen Eure individuellen Einflüsse?
Also direkte Vorbilder haben wir glaub ich noch nicht einmal. Natürlich werden wir von den Bands beeinflusst die jeder einzelne von uns hört und daraus entsteht halt unser Sound. Gut, dass unsere 2 Hauptsongwriter überwiegend technischen Death-Metal hören kann man wohl nicht verleugnen.(lach) Aber wir hören auch verdammt viel anderen Kram. Die meisten Leute die mit dieser Art von Musik nichts zu tun haben, denken wahrscheinlich wir würden den ganzen Tag im dunklen Zimmer sitzen und uns den ganzen Tag den übelsten Lärm geben. Aber das ist halt nun mal nicht der Fall. Eigentlich sind wir sogar ziemlich offen für vieles. Außer True Metal....sorry Leute aber da hörts bei mir auf(lach) Aber mal um nen kleinen Überblick zu geben: Philipp hört wirklich fast nur Death-Metal. Der Mai genauso, außer dass er total auf abgefahrene Drum n Bass Schlagzeugkram steht. Ilja hört ziemlich unterschiedliches Zeug. Seine Bandbreite schwankt so zwischen Sikfuk und Portishead. Aber in letzter Zeit überwiegend Doom und Progressive. Engels ist inzwischen total dem PostRock verfallen und bei mir gibt’s irgendwie nur Extreme. Auf der einen Seite stehn da Sachen wie Sigur Ros, Olafur Arnalds, Isis oder alte chillige Sachen wie Pink Floyd oder Jefferson Airplane. Auf der anderen Seite gibt’s halt Death Grind Porno Geknüppel ins Gesicht ;-)
Wie Ihr selbst sagt, habt Ihr Anfangs noch viel experimentiert und Euer Sound hat sich stetig verändert. Augenblicklich scheint Ihr Euer bisher stärkstes Line-Up zu haben. Was sind denn die größten Veränderung bei Inzane Anno 2009 im Verhältnis zu Eurem ersten Demo „Words Of A Tortured Soul“?
Oh Gott...der Hauptunterschied ist auf jeden Fall mal dass wir heutzutage wissen was wir tun, hahaha. Als wir damals Words Of A Tortured Soul. aufgenommen haben, waren wir alle minderjährig, waren noch nie in unserem Leben in einem Studio, hatten keine Ahnung wie wir klingen wollten und waren dazu alle knallvoll(lach). Unsere Arbeitsmoral kann man inzwischen wirklich Arbeitsmoral nennen. Natürlich haben wir immer noch verdammt viel Fun dabei, sonst würden wir keine Musik mehr machen aber ne gesunde Portion Ernsthaftigkeit gehört beim Songwriting, Live-Shows und vor allem im Studio dazu, dass auch was Vernünftiges bei rumkommt. Dazu kommt natürlich dass wir über die Jahre einfach bessere Songwriter und Musiker geworden sind, was man der ganzen Sache auch anhört. Außerdem haben wir inzwischen unsern Stil gefunden. Das kam auch erst beim Schreiben der Blood Red Death Machinery - Songs und wurde bei der letzten Promo noch mal ne Nummer konkreter.
Apropos..Demos, Ihr hattet bereits schon zwei E.P.’s am Start. Wie verhält es sich mit Eurer aktuellen Promo? Denkt Ihr darüber nach, jenes auch mal „ganz offiziell“ zu veröffentlichen?
Nein, die Promo Songs wurden einfach nur aufgenommen um den Leuten neues Material zu präsentieren weil unsere letzte EP auch schon 2 Jahre alt ist und die neuen Stücke sich doch qualitativ stark davon unterscheiden. Aber 2 der Songs werden mit Sicherheit auf der nächsten „offiziellen“ Platte erscheinen die wir für Frühjahr 2010 geplant haben.
Wie verliefen denn die Aufnahmen im in der Szene nicht mehr unbekannten Gates Of Dawn Studio? Was hat Euch im Endeffekt veranlasst, dort aufzunehmen?
Die Aufnahmen verliefen, wie auch die Aufnahmen zu den beiden EP´s, sehr entspannt. Janosch, den Studio Chef, haben wir durch seine damalige Band Lucifuge kennen gelernt. Er begleitet uns schon von Anfang an und ist ein guter Freund geworden. Außerdem ist er inzwischen bei uns als Live-Engineer tätig. Daher die Entscheidung bei ihm aufzunehmen. Mal ganz davon abgesehen, dass unser Budget doch recht begrenzt ist und es sich vom Anfahrtsweg, wie auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis einfach angeboten hat. Aber ganz nebenbei: Checkt mal seine neue Band Cult of Fey aus. Die hatten doch auch schon ein Interview mit euch oder? =)
Korrekt! :-) (siehe Ausgabe 3) ..und was wünscht Inzane sich für die weitere Zukunft?
Also für mich persönlich sind die Live Shows noch wichtiger als Aufnahmen. Bei dem Überangebot an Bands heutzutage und Studiorumgepfusche kannst du wirklich nur noch Live hören ob eine Band wirklich gut ist oder nicht. Ich stehe auch persönlich viel lieber auf der Bühne als im Studio zu sitzen. Die Energie die Live rüberkommt lässt sich nicht mit Konservenkost vergleichen. Heutzutage kannst du auch nur noch als gute Live Band wirklich was erreichen bzw. dir einen Namen machen und dir Respekt in der Szene verschaffen. Scheinbar scheint das auch funktioniert zu haben. Wir spielen demnächst einige Gigs mit namhaften Bands wie bspw. Mumakil, Deadborn, Fleshcrawl oder Graveworm. Von mir aus kanns noch mehr werden aber so bin ich auch schon ganz glücklich mit der Sache.
Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie siehst Du die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?
An sich denke ich stehts um die Metalszene gar nicht so schlecht. Metal ist riesengroß wird nur von den Massenmedien trotzigerweise komplett ignoriert. Es kommen ständig neue Bands ans Tageslicht und es werden neue Subgenres geschaffen. Auch szenenübergreifend. |