
Hallo Ash Made Our Eyes, willkommen beim Dark Feather! Stellt Euch doch bitte den Lesern des DF einmal kurz vor. Wer bedient was bei Euch?
Erstmal vorweg, danke für die Anfrage zum Interview. Das ist jetzt quasi unser erstes Interview überhaupt! Nunja, wir sind Ash Made Our Eyes aus Baden-Württemberg und bestehen aus Kevin (Vocals); Dennis (Gitarr);, ich, Rob (Drums; Vincent (Lead-Gitarre) und Biggy (Bass).
Ihr habt Euch vor ca. zweieinhalb Jahren gegründet. Eure Musik bedient den Hardcore, Death-Metal Sektor. War es für Euch von Anfang an klar, in welche Richtung AMOE schlagen wird. |
| Nein, ganz im Gegenteil. Das ganze fing quasi damit an, dass Kevin durchs Internet einen Gitarristen, also Dennis, kennenlernte, der in der Nähe wohnte. Da ich und er quasi schon seit der 6ten Klasse den Wunsch nach einer Band hatten, aber nie einen Gitarristen fanden, war das Problem nun auch aus der Welt. Wir trafen uns also eines Tages bei mir im Keller und spielten drauf los, irgendetwas, was uns einfiel. Erst als Vincent nach einigen Monaten dazustieß, war uns klar, dass wir in Richtung Metalcore/Deathcore weitermachen wollen.
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Erste Demo-Aufnahmen gibt es bereits bei Euch, steht da demnächst ein Album-Release ins Haus?
Eine EP war eigentlich geplant, allerdings gab es Probleme beim Mastern und Mischen. Kann also leider noch ne Weile dauern.
Ihr ward einige Zeit auf der Suche nach einem festen Line-Up. Ist AMOE in dieser Hinsicht nun komplett und damit die Suche abgeschlossen?
Ja, es gab immer eine Lücke bei uns. Wir hatten Schwierigkeiten, einen festen Bassisten zu finden, der letzte, der länger bei uns war, verließ uns wegen seinem Studium. Seit Oktober 2009 allerdings haben wir jetzt Biggy, und der wird wohl ne ganze Zeit lang bei uns bleiben. So sind wir am Schluss doch noch komplett, denn ohne Bassist fehlt einfach was.
Kann ich bestätigen..;-) Sind die Weichen nun quasi für die Zukunft gestellt?
Yep, also jetzt in 2010 sollte alles zusammenlaufen. Wir sind komplett, T-Shirts kommen auch noch dieses Jahr, auf jeden Fall werden wir mehr Konzerte spielen, vielleicht auch eine kleine Deutschlandtour ;) Je nachdem, wie es sich ergibt.
Wie sieht es bei Euch auf dem Livesektor aus, wann und wie kann man Ash Made Our Eyes auf der Bühne erleben?
Also grundsätzlich kann man sich auf unserem MySpace über unsere anstehenden Konzerte informieren, da wir sie dort eigentlich immer eintragen. Wir werden uns jetzt, wie gesagt, auch mehr Konzerte organisieren, also lohnt es sich immer, vorbeizuschauen, ob gerade was in der Nähe ist.
„Ash Made Our Eyes“, wer oder was stand eigentlich Pate bei der Namensgebung?
Das war, unfreiwilligerweise, die großartige Band „Arsonists get all the Girls“. Wir haben wirklich ewig nach einem guten Namen gesucht, hatten auch einige gute Vorschläge, aber das, was wir alle wollten, war nicht dabei. Schließlich entdeckte ich in einem Lied von AGATG die Textzeile „Ash Made our Eyes“. Ich dachte drüber nach, wie das als Name klingen könnte und hab es den anderen vorgeschlagen. Und naja, alle fanden den Namen klasse und seitdem heißen wir so.
Was wünscht Ihr Euch für Eure musikalische Zukunft?
Auf jeden Fall mehr Konzerte. Es macht einfach nur Spaß, Konzerte zu spielen und die Menschen zu bewegen, sie dazu bringen, dass sie Party machen. Ein Studioaufenthalt wäre allerdings auch sehr cool, wir hatten bis jetzt ja „nur“ Homerecordings. Mal sehn, wie es kommen wird :)
Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und verwandten Szene(n)?
Nunja, gerade im Metalcore/Deathcore-Bereich herrscht gerade ein relativ großer Hype und ich möchte nicht behaupten, dass wir diesem Hype anfangs nicht auch gefolgt sind. So ein Hype hat natürlich seine Vorteile und Nachteile, auf jeden Fall kommen viele neue Bands ans Tageslicht. Einige davon sind wirklich schlecht, ich spreche von denen, die meinen, ein paar langsame Breakdowns gefolgt von taktlosem Blastbeat-Rumgehaue (nach dem Motto, Hauptsache schnell und ungerade) mit irgendwelchen schnell gespielten, böse klingenden Tonfolgen reichen schon, die Band ist dann richtig „br00tal“ und sowas. Doch oft entdeckt man auch neue Bands, die es echt draufhaben, die etwas Neues machen, die ihre Lieder genial komponieren usw... und aus eigener Erfahrung gibt es solche Bands immer noch häufiger als die anderen. Solange man seine Ansprüche nicht zu hoch schraubt. Im Grunde genommen sehen wir das ständige Neuerscheinen von Bands auch als positiv, denn... solange die Szene weiter wächst, kann sie nicht sterben :) |

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Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Sowas wie MySpace finden wir durchaus praktisch. Man kann einfacher nachsehen, wann das nächste Konzert stattfindet, wo, und so weiter... grade wenn man etwas weiter weg von größeren Städten wohnt, kommt man ohne Internet selten zu Infos über baldige Konzerte. Auch für junge, talentierte Bands ist es über MySpace viel einfacher, entdeckt zu werden. Nachteile gibt’s leider aber auch. Es gab schon ein paar Fälle, wo Bands groß rauskamen, weil die Bandmitglieder gut aussehen, die Myspace-Seite viele Klicks hatte, oder sowas und die Musik in den Hintergrund gestellt wird, was natürlich völlig falsch ist.
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Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Zusammenfassend können wir jedes gespielte Konzert als positiv betrachten, bei dem die Leute richtig abgingen und mitgemacht haben. Tolles Gefühl, wenn du auf der Bühne stehst, und siehst, dass die Menge deine Musik genießt. Eine eher schlechtere Erfahrung hatten wir bei einem Auftritt mit ein paar Punkbands. Der Veranstaltungsort war mehr ein Proberaum, genau so war auch der Sound. Für die Punkbands hat es wohl gereicht, aber unsere Riffs kamen nicht wirklich rüber, vor allem nicht die Melodien. Und einige Punks hatten sich sogar beschwert, dass sie angerempelt wurden, weil sie sich mitten in den Pit gestellt haben. Wir haben ja nichts gegen Punks, aber das war dann schon etwas merkwürdig.
Eine sehr amüsante Geschichte gab es bei einem Konzert von unseren Freunden „Deem Us False“. Kurz vor dem letzten Lied brach der Veranstalter das Konzert ab, mit der Begründung, dass das ganze zur Schlägerei ausartet. Klar geht es bei Hardcore-Konzerten etwas härter zu im Pit, allerdings basiert das, bei den meisten Leuten zumindest, auf Spaß. Es gibt leider ein paar (um wieder auf schlechte Erfahrungen zurückzukommen), die meinen, dass sie solche Aktionen bringen müssten wie zum Beispiel auf die umstehenden Personen einzuschlagen, die nicht in den Pit wollen. Das hat gar nichts mit dem Grundgedanken zu tun und ist auch ziemlicher Mist.
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
Bleibt euch selbst und euren Werten treu, scheißt auf solche Sachen wie Oberflächlichkeiten. Was zählt ist der Wille, die Einstellung, das was man in sich hat. Wir sind eine große Familie, egal ob lange Haare oder kurze, egal ob schwarze Kleidung oder bunte, egal ob Straight Edge oder Alkoholtrinker.
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visit: www.myspace.com/ashmadeoureyes
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