Damien

Sehr früh entdeckte der in den Vereinigten Staaten geborene Künstler DAMIEN bereits seine Liebe zur Musik. Und sehr viel Liebe und Emotionen stecken auch in seinen Kompositionen, welche - erfüllt von einer großen Portion Melancholie - vorgetragen werden. Kürzlich hat er sein Debüt-Album "Severed Connections" veröffentlicht, auf dem er den Hörer mit auf eine emotionale Reise nimmt. Wir freuen uns, das der seit einigen Jahren im Saarland lebende Musiker sich uns im folgendem Interview Einblicke in seine Historie und sein Schaffen eröffnete.
 
Dark Feather Ausgabe 8

CD Symbol

Hallo Damien, erst einmal herzlich willkommen beim Dark Feather! Erzähle unseren Lesern
doch bitte mal kurz etwas über Dich, gibt es noch mehr Personen hinter Deinem Projekt?

Hallo ich bin Damien, amerikanischer Solokünstler aus dem schönen Saarland.
“This is a one man show”, meine songs habe ich selbst produziert/arrangiert, ebenso habe ich die Grafiks und die Büroarbeit (Promotion, u.s.w.) selbst gemacht. Bei den Bildern wurde ich von meiner Familie und Freunden unterstützt.

Du lebst jetzt in Deutschland, bist aber in den Staaten geboren und aufgewachsen, wie lange ist es her, seit dem Du den Weg in die weite Welt beschritten hast?

Ich bin Anfang 1994 mit dem US Militär nach Deutschland gekommen und entschied mich zu bleiben.
So bin ich schon seit 16 Jahren in Deutschland.

 

Du hast schon sehr früh die Liebe zur Musik entdeckt, wie begann das alles und welche Instrumente kamen Dir dabei bisher „unter die Finger“?

Damien 1

Als ich klein war, hörten meine Eltern sehr viel Musik, und da entdeckte ich, dass Musik uns wie ein Soundtrack durch das Leben begleitet. Jeder von uns kann ein Lied einer bestimmten Situation oder Emotion zuordnen. So wurde meine Liebe zur Musik mit jedem Jahr stärker.
Wenn es um Instrumente geht bin ich leider noch Anfänger, da ich Cubase und ähnliche Software nutze und mich weniger auf Instrumenten lernen konzentriere. Aber ich hoffe, dass ich das nachholen kann.

Deine Musik wird getragen von großen Emotionen getragen, was beeinflusst Dich beim Schreiben eines Songs?

Beeinflußt wird meine Musik von meinem inneren Schmerz, dem Leid unserer Gesellschaft und dem Kummer des täglichen Lebens. Mit meiner Musik verarbeite ich auch das Chaos in meinem Leben.

Du hast vor kurzem Dein Debüt „Severed Connections“ veröffentlicht, was genau erwartet dem Zuhörer auf jenem Release?

Der Zuhörer erwartet ehrliche und echte Emotionen auf der Reise durch meine melancholische Welt, die Seen meines Schmerzes und über die tiefen Täler meines Leides.

Wie hast Du auf Deinem musikalischen Weg zum Gothic/Ambient hin gefunden, gab es so etwas wie einen ausschlaggebenden Punkt?

Ich bin nicht sicher, ob ein Künstler lange überlegt in welchem Genre er sich musikalisch bewegen möchte. Für mich war es nie eine Frage, ich war schon immer begeistert von Gothic Musik und ihren Elementen. In diesem Genre ist viel Freiheit und viele Elemente unterstreichen die Atmosphäre die ich aufzubauen versuche.

Du sagst “Ich will die Menschen mit meiner Musik in meiner Welt willkommen heißen, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.” Wie wichtig ist Dir, Menschen mit Deiner Musik berühren zu können?

Es ist sogar sehr wichtig. Für einen Außenstehenden ist es sehr schwer zu verstehen was wir durchmachen müssen. Aber jemanden zu finden, der das gleiche durchgemacht hat wie man selbst, ist auch schwer. Die Musik ersetzt bei der Verarbeitung des Erlebten einen Therapeuten sozusagen.

Wie geht es nun nach „Severed Connections“ weiter, ist eine Tour geplant? Wie setzt Du das Projekt live auf der Bühne um?

Im Moment arbeite ich daran eine Tour zusammen zu stellen. Zur Zeit singe ich live mit halb Playback, aber ich hoffe es im Laufe der Zeit ändern zu können.

Damien 2

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:
Wie siehst Du die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic-, Metal- und artverwandten Szenen?

Viele aus dieser Szene zögern noch, wenn sie ein Newcomer Lineup sehen, das macht es dem Newcomer schwer Fuß zu fassen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass die Leute ihre Hemmungen verlieren (in diesen Hinsicht) und Newcomer eine Chance geben werden.

Welche Vor- und/oder Nachteile siehst Du in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Nachteile gibt es nicht, weil solche communities geben dir die Möglichkeit dich selbst zu präsentieren und wichtige Kontakte zu knüpfen.

Was waren bei Dir die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Zu meinen positiven Momenten zähle ich den Auftritt im Ev. Jugendzentrum Merzig/Saarland. Diese Veranstaltung trägt den Namen “Konzert im Keller” und wird von Frank Praque, dem Seelsorger der Kirchengemeinde und Dan von “I Killed My Dear” organisiert. Diese Veranstaltung gibt Newcomer nicht nur die Chance ihre Live Show zu üben, sondern beabsichtigt auch, der Jugend ihre Freizeit sinnvoll verbringen zu lassen, statt auf der Strasse rumzuhängen. Auch in diesem Jahr habe ich einen Auftritt im “Konzert im Keller” eingeplant.

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler!

Ich danke “Dark Feather” und ihre Lesern für die Chance mich vorzustellen, es hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe euch bei einem meiner Live Konzerte zu sehen.

Egal was du im Leben Bewältigen muss, du bist nie allein.

 

Damien CD Cover Damien – „Severed Connections“ (2009 / Eigenproduktion)

Der amerikanische Künstler Damien, welcher seit einigen Jahren in Deutschland ansässig ist präsentiert uns mit „Severed Connections“ ein Debüt-Album, welches dem Zuhörer auf eine große emotionale Reise nimmt. Seine Musik, die mal Piano-dominiert, meist mit düsteren Ambientsounds auftrumpft, schlägt definitiv eine Brücke zwischen Gothic und eben jenen Ambient. Das Album ist vordergründig sehr ruhig gehalten und lädt geradezu zum Träumen ein. Sehr beeindruckend ist, mit welcher Hingabe er zur instrumentalen Untermalung seine Lyrics gesanglich vorträgt. Damien fühlt was er singt zu jedem einzelnen Moment. Und das macht „Severed Connections“ verdammt authentisch! Ein schönes Debüt für Freunde der dunklen Musik und darüber hinaus!
Anspieltipps: I thought we were family, The time of the angel und Severed

visit: www.myspace.com/damienemo

 

 

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