Encrypted Agony

ENCRYPTED AGONY aus Niedersachsen sind noch eine relativ neue Band, welche sich vor zwei Jahren vorerst als Projekt gegründet hatte um aber schon bald zu einer ganzen Combo zu wachsen. Welchem Aspekt wir auch verdanken, das man ihre interessante Seite des Düster-Metal, welche auch vor Remixen nicht halt macht, seit einiger Zeit auch auf der Bühne bewundern kann. Wir freuen uns, das sich Frontmann Simon und Keyboarder Mario Zeit für folgendes Interview mit uns genommen haben...
 
Dark Feather Ausgabe 8

CD Symbol

Hallo Encrypted Agony und herzlich willkommen beim Dark Feather! Ich bitte zu Beginn um eine kurze Bandvorstellung Eurerseits!

Simon: Hallo! Wir danken für das herzliche Willkommen. Nun… gegründet wurden wir um 2008 herum. Erst waren es nur Mario und ich, wir hatten auch nicht wirklich vor eine Band zu gründen, eher hatten wir Lust einfach mal zusammen Musik zu machen… was dabei raus kam war unser erstes Lied „One Crow on a Roof“. Wir haben für dieses Lied eine Ewigkeit mit den Aufnahmen gebraucht… immer wieder Änderungen und neue Spuren… und selbst jetzt wollen wir es noch einmal richtig aufnehmen so wie wir uns es wirklich vorgestellt hatten. Nun, als wir das Lied das erste Mal „fertig“ hatten, dachten wir das klingt ja ganz gut, dann machen wir doch mal mehr… Und so ist eigentlich alles entstanden.

Encrpted Agony 1

Ihr habt Euch 2008 vorerst als Projekt gegründet und konntet gleich mit Eurem ersten Song „One Crow On A Roof“ erste Erfolge in den mp3 charts verzeichnen! War jener Erfolg auch mitverantwortlich, das Encrypted Agony mittlerweile zu einer Band gewachsen ist?

Simon: Für mich persönlich nicht, da die Charts für mich einfach nur dazu da waren zu sehen wie andere Menschen diese Musik finden, das wir zu einer richtigen Band zusammen gewachsen sind ist wohl unserem großen „Auftrittsdrang“ und dem Spaß an der Musik zu verdanken.

Mario: Das unsere Songs trotz des doch sehr ungewöhnlichen Genres bei unserem Publikum (vor allem bei mp3.de, welches normalerweise eher von Techno und Rap-Musik dominiert wird) so gut ankommt, ist natürlich ein sehr positives Zeichen für mich und ermutigt auch wirklich sehr stark weiterzumachen.
Hauptverantwortlich war aber wohl unser persönliches Interesse daran, die Musik, die wir selbst mögen auch live zu verwirklichen.

Euer Stil ist sehr schwer einzuordnen, die Songs unterscheiden sich doch stark, von Black Metal bis Electro bleibt nichts unberührt. Wie würdet Ihr selbst Euren Stil bezeichnen?

Simon: Ich halte nicht viel von neuen Genre – Kreationen… Für mich ist es einfach etwas düsterer Metal mit unterschiedlichen Einflüssen.

Mario: Wir machen Metal! Ob unsere Musik jetzt als Black Metal, Industrial Black Metal oder Dark Metal eingeordnet wird, ist uns eigentlich egal. Man muss es nicht einordnen, sondern einfach auf sich wirken lassen.
Warum sollten wir stinknormalen "True Norwegian frostbitten Black Metal" machen, wenn es schon tausende Bands gibt, die so eine Musik machen?
Wir machen die Musik auch nicht nach festen Schemen, so dass wir unbedingt Electro-Synthes nach einer bestimmten Struktur über die Gitarren legen, sondern verlassen uns einfach auf unser Bauchgefühl.

Wie kam es eigentlich zu der Idee von „One Crow On A Roof“ einen Remix zu gestalten?

Mario: Kein weltbewegender hochintellektueller Einfall - Es war einfach eine Spaßidee!

Simon: …Ich glaube das war an einem Abend als wir mal zusammen saßen… wir hörten irgendein Electro – Krams, ich glaube es war VNV Nation oder so was, zumindest meinte einer von uns zum Spaß wir sollten mal unsere Lieder remixen… irgendwie war die Idee dann ganz interessant und so machten wir uns ans Werk, es war keine aufwendige Sache, aber uns gefällt der Remix.

Habt Ihr vor demnächst ein ganzes Album zu produzieren und in die Szene zu streuen?

Simon: Das wäre wunderbar! Wir sind gerade damit beschäftigt langsam alle unsere Songs aufzunehmen, die Drumspuren sind alle fertig und müssen nun bespielt werden, es werden wohl so 4 – 5 Songs + Der Remix und vielleicht einem Intro werden, man wird es sehen und wir sind gespannt wie unsere Musik dann aufgenommen wird!

Wie schon erwähnt seid Ihr mittlerweile zu einer festen Band angewachsen. Wann kann man Encrypted Agony denn demnächst Live auf der Bühne erleben?

Mario: Live auf der Bühne sieht man uns erstmal nur regional (Bremerhaven) auf kleineren Bühnen. Falls ein Veranstalter mitliest und Interesse hat, kann er sich ja gerne bei uns melden :)

Was wünscht Ihr Euch im Allgemeinen für Eure musikalische Zukunft?

Simon: Na, ordentlich Auftritte und Menschen denen unsere Musik gefällt und die ordentlich dazu headbangen!

Mario: Und dass wir auch in Zukunft noch genauso viel Spaß an unser Musik haben und wir weiterhin noch viele kreative Phasen haben!

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?

Simon: Schade ist das sich viele Bands meinen „weiterentwickeln“ zu müssen… bei manchen ist das zwar ganz o.k. aber viele verlieren einfach den Sound der sie zu etwas besonderem gemacht hat und klingen dann nur noch scheiße… Ich hasse z.B. diesen total glatt geschliffenen Modern Metal Sound und diese unnötigen Keyboard – Infektionen das ist absoluter Müll, genau wie das verzichten auf Gutturaler Gesang bei extremen Metal. Ich bewundere Bands die von Anfang an ihr Ding durchziehen und dabei bleiben. Man sollte nicht Musik für andere machen sondern um sich selbst auszudrücken. Metal sollte wieder mehr vom Herzen und von der Seele kommen.
Beispiel: Dimmu Borgir. Als Black Metal Band angefangen, dann bewusst wegen des Geldes zum mainstreamtauglicheren Gothic-Rock geworden. Genau wie bei Cradle Of Filth und tausenden anderen Bands. Man sollte seiner Musik schon treu bleiben und nicht nur auf Geld aus sein. Vor allem im Black Metal gibt es aber kaum noch eine Band, die für das steht, was sie anfangs gemacht und gesagt hat...

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Mario: Für Bands ist es wohl die einfachste Variante die unterschiedlichsten Leute ganz international zu erreichen.
Für Privatpersonen perfekt, die darauf aus sind etwas Aufmerksamkeit zu bekommen, indem sie ihr ganzen Leben und freizügige Fotos für jeden freizugänglich ins Internet stellen

Simon: Der Vorteil ist ganz klar, dass man seine Musik verbreiten kann… DER riesige Nachteil ist natürlich, dass so was wie Myspace total untrve ist ;)

Encrpted Agony 2

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Simon: Zu dieser Frage könnte man ja ganze Seiten füllen! Also die positivste Erfahrung war bisher ganz klar der Live Auftritt von Dornenreich auf dem Hellflame für mich. Einfach klasse, und sehr gefühlvoll!
Das schlechteste in der Musikwelt ist für mich unsere Bremerhavener „Musik – Szene“, die zu 99% Aus Müll besteht… hier will einfach niemand vernünftig musizieren!
Und zu den schrägen Sachen… naja völlig betrunken zwischen über 30 Straight – Edge Leuten zu einer wahnsinnig schlechten Hardcore Band headbangen bis sich die Schuhsohle verabschiedet hat, das zähle ich jetzt mal dazu :)

Mario: Also bezogen auf die Musikwelt allgemein natürlich das Ansehen von bestimmten Konzerten. Dass sich der Sänger von Shining selbst verletzt, ist mittlerweile nichts Neues / einfallsreiches mehr, aber interessant ist es auf jeden Fall! Musikfestivals jeder Art sind auch immer lustig, aber wirklich schräges dazu fällt mir gerade nicht ein.
Mit schlecht bzw. schräg verbinde ich nur bestimmte Musikprojekte und Bands in denen ich in der Vergangenheit gespielt habe, was aber zum Glück schon einige Zeit zurückliegt. Näher darauf gehe ich lieber nicht ein :)

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Simon: Wir haben zu danken :)

 

Fotos: Marina Schmidt

visit: www.myspace.com/encryptedagony

 

 

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