Und was sind Eure allgemeinen musikalischen Ziele und Wünsche für die fernere Zukunft?
Bine: An erster Stelle steht für mich weiterhin Spaß an der Musik zu haben. Mein größtes Ziel ist es momentan vor einem richtig großen Publikum aufzutreten und unser Album auch mal in den Plattenläden in den Händen zu halten. Ich wäre aber auch nicht davon abgeneigt eines Tages von unserer Musik leben zu können.
Dennis: In erster Linie wünsche ich mir, das wir unsere Musik einem großen Publikum präsentieren können. Ich hätte auch nichts dagegen wenn ich/wir von der Musik leben könnten, wobei ich für meinen Teil das Songwriting nicht darauf auslegen werde bzw. mich dafür verstelle oder den Sound ändern werde nur um "Kommerz" zu werden. Ganz wichtig ist mir aber auch der interne Zusammenhalt, die Freundschaft und der Spaß an der Musik sollte nicht verloren gehen.
Mex: Ich wünsche mir für die Zukunft, dass sich unsere Musik weiterentwickelt um einen höheren Standard zu kommen. Des weiteren ist mir die Live-Umsetzung der Songs sehr wichtig und wir was Einzigartiges vor großem Publikum präsentieren können. Wichtig dabei ist auch ein Label, das uns die Freiheit und Unterstützung gibt, um das alles zu verwirklichen.
Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und artverwandten Szene(n)?
Bine: Schön finde ich, dass die Gothic-Szene mittlerweile populärer wird und sich diese Kultur es jetzt auch wagt sich mit anderen Musikrichtungen zu vereinen.
Mex: Positiv ist das sich mittlerweile die Metal und gothic Szene untereinander vereint haben, dennoch werden Bands in diesem Bereich immer im Underground bleiben, weil es keine Musik für die Masse ist. Darauf ist die Musikrichtung auch nicht ausgelegt.
Dennis: schwierig... auf einer Seite ist es gut, dass immer mehr Acts aus diesen Bereichen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, andererseits ist es schade, wenn sie sich aus dem Underground herausheben und dafür ihren Sound ändern. Das ist meiner Meinung nach eine Schwäche dieser Kulturen, wenn man sich selbst (musikalisch) nicht treu bleibt.
Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Bine: positiv: durch dieses Internetportal kann man schnell bekannt und weltweit gehört werden. Ein weiteres Pro ist, dass dadurch schnell Kontakte geknüpft werden können. Die zu große Auswahl und Oberflächlichkeit, die hin und wieder dadurch entsteht muss ich an Myspace leider bemängeln.
Mex: Die positive Sache daran ist das es eine kostenlose Möglichkeit ist, sich zu repräsentieren. Der Nachteil ist daran, dass man dadurch nicht unbedingt erfolgreich wird.
Um Erfolg zu haben sollte man sich nicht auf solche Plattformen verlassen, sondern Eigeninitiative ergreifen.
Dennis: Vorteilhaft an solchen Portalen ist, dass man sich relativ schnell eine Fangemeinschaft bzw. Freundeskreis aufbauen kann und seine Musik weltweit zugänglich gemacht wird. Dank MySpace hab ich zum Beispiel Mex kennengelernt. Wer jedoch glaubt durch solche Portale erfolgreich zu werden, der hat sich getäuscht. Nachteil ist definitiv wenn man 6-7 Projekte/Bands hat, dass man sich jedesmal neu einloggen muss ;-)
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?
Bine: Schlecht finde ich, dass noch zu viele Personen das Schubladendenken haben. Positiv finde ich beispielsweise durch die selbstgeschriebenen Texte unsere Zuhörer zum Nachdenken. Schräg war für mich Juli 2009 als ich meinen ersten Liveauftritt mit Fragile Child hatte. Den ersten Song sollte ich ganz alleine performen und das auch noch mit der Gitarre. Ich muss noch dazu sagen, dass ich eine volle Anfängerin in Sachen Gitarrespielen bin. Ich habe den Titel mehrmals versucht zu spielen, aber immer wieder habe ich mich vergriffen. Ich lief schon feuerrot an. Dachte mir schon, oh je wo ist das nächste Loch, indem ich mich vor Scham verstecken kann. Aber dank meines comedyähnlichen Auftreten kam diese Showeinlage sehr witzig, anstatt schlecht an.
Dennis: Wenn ich zurückdenke ist der erste Samplerbeitrag auf dem Orkus 9/2007 ein sehr einschneidendes Erlebnis für mich gewesen, sowie das erste Interview im Zillo 9/2009. Das schrägste Erlebnis war das Blutengelkonzert 2008 als mich zwei Blutengelfans angesprochen haben und meinten „hey du bist doch der Dennis von FragileChild“.
Mex: Positiv und zugleich schrägste Erfahrung, die ich jemals gemacht habe war als ich 2004 mit meiner damaligen Punkband in einer Scheune mitten im Winter gespielt habe. Als ich während dem Gig hinter dem Schlagzeug saß, schneite es auf mich herab. Ein einschneidendes Erlebnis war auch 2002, als ich einen Gig vor 4000 Menschen hatte.
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
... Uns Künstlern ;-): Wir bedanken uns herzlichst bei Dark Feather und bei unseren Fans. Schön unsere MS-Seite besuchen. |