Stahlmann

STAHLMANN aus Göttingen, sind definitiv das, was man in der Szene zu hundert Prozent Senkrechtstarter nennt. Gerade mal vor gut einem Jahr als Band existierend haben sie mit "Herzschlag" ein furioses Debüt hingelegt und konnten auf Anhieb Erfolge in den Alternative Charts erzielen. In der Folge wurden unzählige Shows gespielt und das nächste Album "Stahlwittchen" mit selbiger Tour steht bereits in den Startlöchern. Wir freuen uns, das sie sich bei all dem Trubel Zeit für folgendes Interview mit uns genommen haben...
 
Dark Feather Ausgabe 8

Hallo Stahlmann, ein herzliches willkommen beim Dark Feather! Für die, die Euch immer noch nicht kennen: Wer und was verbirgt sich hinter Stahlmann?

Hinter der Band verbirgen sich Mart, Alex, Zap, Tob. Vier Göttinger Jungs, die sich dem Industrial-Metal verschrieben haben. Dancebeats werden mit stahlharten Metalriffs kombiniert, so dass kein Tanzbein müde stehen bleibt.

Stahlmann

Ihr habt ja quasi einen Blitzstart in Eurer musikalischen Karriere hingelegt, wie es im alternativen Musikbereich bei der Fülle der Bands heutzutage eher selten gelingt. Gerade mal vor gut einem Jahr gegründet, habt Ihr bereits mit einem Debüt-Album für Aufsehen gesorgt, hohe Alternativ-Chartplatzierungen erreicht und unzählige Livekonzerte gespielt. Seid Ihr über diese Entwicklung selber etwas überrascht oder stand hinter Stahlmann praktisch von Anbeginn eine Art Masterplan?

Kein Masterplan. Wir haben einfach das gemacht, was uns Spaß macht. Und das ist bis jetzt sehr gut bei den Leuten angekommen. So werden wir auch weitermachen. Keiner hat geplant, dass wir eine Platzierung in den Charts bekommen. Es ist einfach passiert, weil die Songs überzeugen, und die Leute merken, dass da ordentlich was abgeht. Wir merken dies auch auf den zahlreichen Livekonzerten. Die Fans feiern mit uns und geben uns positives Feedback. So was kannst du nicht planen. Entweder es passiert, oder es passiert nicht.

Und nun steht Ihr für 2010 bereits der Nachfolger zu Eurem Debüt „Herzschlag“ auf dem Plan, welcher den Titel „Stahlwittchen“ tragen soll. Könnt Ihr schon etwas verraten, was die Fans hier erwarten wird?

Zuviel wird nicht verraten. Aber es wird keiner enttäuscht werden. Es werden komplett neue Songs zu hören sein. Einen Vorgeschmack wird es bald geben. Seid gespannt!

Auch die Tour dazu ist bereits fertiggestellt, wird es auf der Bühne einige optische Überraschungen geben?

Sicher! Wir arbeiten momentan auch zusätzlich noch an einer neuen Bühnenshow. Die Idee tendiert zu einer Art Rock-Theater mit viel Licht und Bewegung. Einfach zu den Shows kommen und sich einnehmen lassen! 

Apropos Tour…sind da für demnächst auch internationale Auftritte in Planung? Deutschsprachige Texte sind ja seit Rammstein keine wirkliche Hürde mehr im nichtdeutschsprachigem Ausland.

Selbstverständlich. Mittlerweile ziehen sich die Kreise der Fans auch über die deutschen Grenzen hinaus. Gute Kontakte gibt es z.B. nach Spanien und Russland. Die sind dort ganz verrückt nach unserer Musik. Ganz so einfach ist die Planung um dort zu spielen aber leider nicht. Wir sind aber hart am Ball und versuchen energisch in diesen Ländern für 2010 Konzerte zu spielen. Wenn sich was ergibt, wird dies auf unserer Homepage und bei myspace (www.myspace.com/stahlmannmusik) zu lesen sein.

Es ist nicht zu überhören, dass die einzelnen Musiker von Stahlmann nicht erst seit gestern musikalisch tätig sind. Wie lange widmet Ihr Euch denn eigentlich schon der Muse?

Stahlmann ist eine relativ junge Band. Was für die einzelnen Mitglieder spricht, ist, dass sie alle viele Erfahrungen in die Band mitbringen. Alle haben vor Stahlmann schon in anderen Bands gespielt. Nach und nach ist man zusammengekommen, und man hat die gemeinsame Leidenschaft des Industrial-Metals zusammengetragen. Diese Leidenschaft kommt nun zum Ausdruck, und es ist eine geballte Energie, die da vorhanden ist. Die Muse mag uns und wird uns sicherlich noch lange erhalten bleiben.

Bei so einem furiosen Start ist es sicherlich nicht immer einfach den Boden unter den Füssen zu verlieren, wo soll Euch die Musikwelt nach Euren Wünschen noch hinbringen?

Was soll man große Töne schwingen? Klar, es soll weiterhin voran gehen, und wenn alles so läuft, wie wir planen, werden wir und die Fans am Ende des Jahres wieder glücklich und zufrieden sein. Das ist unter anderem ein Ziel. Der Markt ist zu getrübt und zu schnelllebig, um eine relativ feste Prognose abzugeben. Man wird sehen, wie es sich entwickelt. Sicherlich möchten wir, dass noch mehr Leute aus allen Bereichen der Musikwelt auf uns aufmerksam werden, und uns unterstützen. Support ist immer gut und hilfreich, egal in welchem Bereich. Wichtig ist, seinen Weg zu finden und diesen so gut wie möglich zu verfolgen.  

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal-, Gothic- und artverwandten Szene(n)?

Wir merken anhand der gut besuchten Konzerte und Festivals, dass gerade in diesem Bereich der Metal-, Gothic- und Elektroszene eine gute Entwicklung stattfindet. Wenn dieser Trend anhält bzw. wächst, geben wir dieser Szene eine gute Chance. Nicht nur die Fans, sondern auch die unterschiedlichen Bands würden davon profitieren.  

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Ein klarer Vorteil ist, dass zum Beispiel myspace die Möglichkeit bietet, sich weltweit mit Leuten aus der Musikwelt zu verbinden und auszutauschen. Netzwerke können erstellt werden und dadurch ergeben sich manchmal Möglichkeiten, die so in der Welt außerhalb von myspace und co. nicht so leicht erreichbar wären.
Ein Nachteil ist sicherlich, dass diese Webcommunities für viele eine Welt suggeriert, die in Wirklichkeit gar nicht existiert. Viele flüchten sich in diese Welt, weil sie glauben, dass dort das wahre Leben boomt, und alles Spannende nur in der Cyberwelt geschieht. „Neue“ Freunde werden gemacht, aber wahrscheinlich bekommt man den „neuen“ Freund in der realen Welt nie zu sehen. Mit dem Umgang dieser Webcommunities sollte man von daher vorsichtig sein und nicht immer alles blindäugig glauben, was drin steht. Seht euch die Bands Live an und trefft die Leute in der realen Welt!    

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Wir haben mal über eine HiFi Anlage eines Clubs ein Konzert gegeben bzw. geben müssen. Das war schon ziemlich schräg :-)! Auch hatte dieser Club keine Bühne, und wir haben mitten im Raum gespielt, neben Tischen und Bänken. Das war wohl so ziemlich das abgefahrenste Ding, was wir erlebt haben. Ansonsten, läuft alles ziemlich schnucke momentan.  

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Leute, wenn ihr nicht zu uns kommt, dann kommen wir zu euch! Wir kriegen euch – mit Stahlmann!

visit: www.stahlmannmusik.de

 

 

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