
Hallo Avatar, willkommen beim Dark Feather! Stellt Euch doch zu Beginn bitte einmal kurz vor, wer bedient bei Euch was?
Korinna: Harry spielt mit der Lead Gitarre sozusagen die „1. Geige“, auch songwriting-technisch. Bei einigen Songs Grunzt und Schreit er in das Mikro. Die Rhythmus Gitarre spielt Hannes, am Schlagzeug sitzt der Karl, am Bass zupft Max die Saiten und ich bediene mich ausschließlich meiner Stimmbänder. :)
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| Ihr habt Euch vor ca. 4 Jahren gegründet, mittlerweile habt Ihr Euren Bandsitz nach Leipzig verlagert. Wo und wie begann denn eigentlich einst die Geschichte auf Avatar.
Korinna: Harry und ich haben und über eine Annonce im Internet auf so nem Musiker Forum kennengelernt.
Harry: Vor Avatar haben Korinna und ich noch in einer anderen Band zusammen gespielt die sich dann nach kurzer Zeit auflöste. Dann gründeten wir Avatar weil wir unbedingt weiter zusammen Musik machen wollten. Später kamen dann Schlaubi am Schlagzeug dazu mit dem ich jetzt noch in einer anderen Band zusammen spiele und sein Cousin Christian am Bass (später 2. Gitarre) und irgendwann Mel am Bass und Violine. Als sie dann ausgestiegen sind fanden wir nach langem Suchen die heutige Besetzung. |
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Eure Musik kommt sehr abwechslungsreich, mal balladesk ruhig, mal rockig laut daher, was für verschieden Einflüsse zeichnen sich denn für den angenehm eigenständigen Stil verantwortlich?
Korinna: Ich höre viel Klassik, viel Metal, Rock, Pop, … „fast“ alles dabei, und ich denke, dass gerade das für einen Musiker sehr wichtig ist, um möglichst offen zu sein für neue Ideen.
Harry: Ich höre viel Metal und klassische Rock Musik. Aber auch viel Art Rock.
Max: Bei mir klingen auch häufig Elemente aus dem Funk oder Jazz mit.
Auffallend ist das Korinna von sehr viel Gefühl begleitet ihre Gesangslinien vorträgt. Was inspiriert Dich in erster Linie beim Schreiben der Songs, vor allem der Lyrics, für Du Dich ja soweit ich weiß in erster Linie verantwortlich zeichnest?
Korinna: Vielen Dank *rot werd*! Huuuuh, wenn ich das mal selber so genau wüsste! Hauptsächlich sind das schon Gefühle jeglicher Art die dann mal mehr mal weniger in den Songtexten kondensieren. Das muss aber nicht immer selbst erfühltes sein, es macht auch sehr viel Spaß wie ein Schauspieler in eine Art Gefühls Rolle zu schlüpfen und dann diese Projektion einfach laufen zu lassen und danach schau ich was dabei rausgekommen ist. Harry hat aber auch einige unserer Lyrics geschrieben!
Harry: Zu den Lyrics die ich geschrieben habe könnte man sagen das sie sehr Autobiographisch sind und viel von meinen Leben wieder spiegeln.
Dieser Tage veröffentlicht Ihr nun Eure Debüt-E.P., welche den Namen „Echoes of Fear“ tragen wird. Was wird dem Fan und Hörer musikalisch und textlich auf jener erwarten?
Harry: Alles was Avatar zu bieten hat! Schon das erste Lied ist sehr abwechslungsreich. Beschmückt mit ruhigen Stellen und schnellen lauten Passagen. Fear Me geht dann schon von Anfang an nach vorn. Zusätzlich sind noch zwei Tracks vorhanden die Korinna und ich bereits früher im Studio aufgenommen haben.
Korinna: Ja, diese zwei älteren Bonustracks sind unplugged Versionen. In unserem live Set spielen wir die natürlich in der Rockversion. „Fear Me“ ist so eine klassische Beziehungs-Fight Story und in „Lost in Time“ könnte man vielleicht als eine Art „Erweckungs-Ballade“ bezeichnen. Der Text von „Last Saviour“, der Einstiegs song auf der EP, umschreibt die Sehnsucht, die Suche und das Hoffen auf ein helfendes Licht z.B. einer Person im Leben. Bei „Silence“ ist der Text weniger direkt und ich denke, dass es verschiedene Interpretationsmöglichkeiten gibt. Darum möchte ich da jetzt auch nicht zu viel zu dem Inhalt wie ich ihn ursprünglich verstanden habe sagen. J Dem Text von „Silence“ entspringt übrigens die Textzeile „Echoes Of Fear“ die unserer Debüt-EP den Namen geben hat. |
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Wie gestaltete sich denn für Euch der Produktionsprozess in den „KickTheFlame“ Studios in Leipzig?
Korinna: Nachdem gleich am ersten Tag Harrys Auto von einem LKW demoliert wurde und es endlich losgehen konnte meinst Du …? J Leider nicht so viel Zeit wie man gern gehabt hätte, total spannend, und sehr produktiv! An dieser Stelle in riesengroßes Dankeschön an Andy von Disillusion, die Zusammenarbeit war wirklich super! Wir haben uns im Kick The Flame sehr gut aufgehoben gefühlt!
Harry: Ja ja mit meinem Auto das war nicht wirklich der schönste Einstieg in eine Studio Session, aber ab da konnte es nur besser werden. Es ist immer wieder aufregend in einem Studio. Ich mag diese Zeit die Songs auseinander zu nehmen und mal zu hören was die anderen wirklich spielen.
Wisst Ihr schon wie Ihr „Echoes of Fear“ vertreiben werdet oder wartet Ihr erstmal Resonanzen ab?
Korinna: Ein professioneller Vertrieb ist natürlich sehr schwierig, da wir ja nicht unter Vertrag sind. Darum werden wir uns erst einmal auf den Vertrieb bei eigenen Konzerten und der Bestellung per mail (avatarmail@web.de) direkt bei uns beschränken müssen.
Harry: Außerdem werden wir die CD für Bewerbungen für Auftrittsmöglichkeiten und vielleicht auch Labels nutzen.
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Was sind denn Eure weiteren Pläne, jetzt nach Veröffentlichung Eures Debüts?
Korinna: Live spielen, soviel es neben unseren jobs und Ausbildungen möglich ist. Und wenn die Tage wieder kürzer werden wird man sich im Hause AVATAR bestimmt gemütlich zusammen setzten und resümieren und neue Pläne schmieden.
Harry: Definitiv Live spielen und an neuem Material arbeiten und darauf hoffen das wir vielleicht das Glück haben und ne schöne Tour spielen können.
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Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und Metal-Szene?
Korinna: Echt schwierige Frage, da mache ich mir oft Gedanken darüber. Aber Fakt ist für mich, es gibt keinen Stillstand, auch wenn viele Menschen das gerne so hätten, wenn man jetzt mal die stilistischen Entwicklungen betrachtet. Aber eine dauerhafte musikalische Konservierung eines vielleicht in diesem Moment als toll eingeschätzten Zustandes, das würde doch dauerhaft echt langweilig werden. Ich weiss nicht wo es hingeht, aber wer weiss das schon.
Die gesamte Musik Branche verändert sicher gerade total, oder hat es in den letzten Jahren bereits getan. Es wird auf einer Seite immer einfacher Musik zu produzieren, einfach schon weil die technischen Möglichkeiten heute leichter zugängig sind, auf der anderen Seite kann man ja leider auch nicht nur von Luft und Liebe leben. Es ist schon sehr traurig, das in der Szene zum Teil große Bands nicht mehr weitermachen können, weil Sie es sich einfach nicht mehr leisten können. Ich denke da zum Beispiel an Goethes Erben.
Ich kann nur sagen kauft die Musik die Euch wirklich gefällt, sonst wird es sie bald nicht mehr geben.
Harry: Ich denke man sollte sich nicht an einem Still festhalten. Gerade diese Szene ist in der letzten Zeit sehr breit getreten worden und es gibt mittlerweile zuviel Bands aus dieser Richtung. Man soll das hören und spielen was man mag.
Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?
Korinna: Vielleicht liegt es daran, das ich ein sehr positiv denkender Mensch bin, aber ich sehe fast nur Vorteile, gerade für kleine Bands wie uns. Man wird dadurch natürlich vom musikalischen Angebot überschwemmt. Es gibt bestimmt mehr Mittelmaß als früher, aber das hat auch wiederum verschiedene Gründe und das zu diskutieren würde hier bestimmt zu weit führen.
Harry: Ich find gerade Myspace eine sehr gute Plattform für Bands. Normale Bandseiten nutzt man nicht mehr zu sehr. Gerade für Newcomerbands ist das sehr schön da man Songbeispiele abspielen lassen kann und man sich eine Fanbase aufbauen kann aus Ländern wo man nie hinkommen kann. Zumindest nicht als Newcomerband.
Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt? (kleine Anekdoten erwünscht ;-)
Korinna: Da treiben sich manchmal schon viele komische Leute rum! Huch wir ja auch! ;)
Harry musste mich auf einer sehr sehr engen Bühne mal von seinem Riesengroßen Effektgerät runterschubsen und Max hat einen Teil des Schlagzeugs umgerissen. J Ansonsten hat es uns Gott sei Dank bisher (drei Mal auf Holz klopf) noch nie ganz schlimm erwischt.
Harry: Beim letzten Gig hab ich mehrmals Korinna mit meiner Gitarre am Kopf getroffen und einmal ist sie mit ihren Haaren an meiner Gitarre hängen geblieben. Ansonsten bei anderen Bands mit denen ich gespielt habe eben halt Standard. Betrunken auf der Bühne oder mit einen Fan zusammen gestoßen und hingefallen. Ach so meine Gitarre fällt mir auch öfters mal runter.
Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :
Korinna: Unterstützt die Bands die Ihr Liebt! Kauft die CDs die Euch am Herzen liegen und sorgt damit dafür das weiterhin Musik produziert werden kann, die nicht aus der Retorte kommt!
Harry: Man darf nie aufgeben. NIEMALS! Wie sagte AC/DC „It’s a long way to top if you wanna Rock’n’Roll“!
Korinna: Genau!
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visit: www.myspace.com/avatarrockmusic
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