LisaWars

Komprisslos ziehen LisaWars aus dem sächsischen Waldheim ihren Stil zwischen New Wave, Postpunk und Gothic durch. Als Duo plus einer Drummachine, die auf den eigenwilligen Namen Gustav hört, veröffentlichen sie in regelmässigen Abständen neue Demos und so sind sie auch aktuell wieder fleißig am Songwriting. Sänger und Gitarrist Micha, der LisaWars vor acht Jahren gründete nahm sich für folgenden Musikplausch etwas Zeit für uns.

 
Dark Feather Ausgabe 9

CD Symbol

Hallo Micha! Du und Jens, Ihrseid die Köpfe hinter Lisa Wars, wer zeichnet sich konkret für was verantwortlich?

Hallo Dark Feather, die Aufgaben bei LisaWars sind folgendermaßen verteilt.  Ich (Micha) spiele Gitarre, leihe den Liedern meine Stimme und zeichne mich auch für das Songwriting verantwortlich. Jens steuert die Keyboard / Synth – Passagen bei und liefert das nötige kritische Ohr und seinen verwegenen Humor.

LisaWars 1

Du hast Lisa Wars vor acht Jahren gegründet, gab es da auch schon mal andere Involvierte oder ward Ihr stets zu zweit ausgenommen Eurer Drum-Machine natürlich?

Richtig, Gustav unsere Drum-Maschine war vom Anfang an mit dabei. Jens ist erst 2006 zum dem Projekt dazu gestoßen, was eine unheimliche Bereicherung darstellte. Gegründet habe ich das Projekt mit meinem Kumpel Maik. Allerdings hatte Maik andere Dinge im Kopf und nie dieses Musikverrücktsein, weshalb er auch nicht mehr dabei ist. Die Landwirtschaft hat ihn wieder und das ist auch gut so.

 

Angenehm auffallend ist, das Ihr mit Eurer Mixtur aus New Wave, Gothic und Post-Punk trotz geringer Instrumentierung eine interessante Atmosphäre in Euren Stücken schafft,  wie geht Ihr denn beim Songwriting vor?

Das ist schwierig zu sagen. Wir setzen uns nicht still ins Kämmerlein und schrammeln stundenlang Akkorde oder so. Die meisten Ideen kommen mir bei ganz normalen Tätigkeiten wie einer Autofahrt, dem Entsorgen meines Hausmülls, auf der Arbeit und so weiter. Wichtig ist es nur schnell einen Zettel zur Hand zu haben. Beim eigentlichen Songwriting heißt es dann was uns gefällt wird gemacht, total kompromisslos. Ich schreibe ja keine Texte / Songs für Irgendwen sondern hauptsächlich verarbeite ich meine Gedanken.

 

Ihr habt bereits fünf Demos am Start, gab es da eigentlich schon jemals Labelkontakte oder ist jenes für Euch eher nicht interessant?

Bisher hat sich leider noch Niemand gemeldet. Der Umstand kein Label zu haben lässt einem natürlich viel mehr Freiheiten und außerdem muss ja nicht alles immer gleich in Stein gemeißelt werden. Für den Moment zählt für uns ein Auftritt in einer verwegenen Kneipe oder Festival mehr.

Inzwischen seid Ihr bereits fleißig wieder am Songwriting für neue Titel, wann und wie werdet Ihr jene veröffentlichen?

Stimmt. Momentan haben wir vier Songs fertig aufgenommen, bei drei fehlt nur noch mein Gesang und ein bis zwei schwirren noch in meinem Kopf herum. Mal sehen wenn Alles gut geht, veröffentlichen wir das neue Demo Anfang Sommer.

Eure Lyrics bringt Ihr in deutscher Sprache rüber, gibt oder gab es da auch Ausnahmen?

Ausnahmen gab es „Hey little girl“ und „This night“ waren komplett in Englisch. Das wir sonst in unserer Landessprache Singen hat sich halt so ergeben, da steckt kein größerer Plan dahinter, es ist ja auch nicht so verkehrt wenn der Hörer gleich versteht was wir Ihm zu sagen haben. Was ich auch ganz toll finde ist die Doppeldeutigkeit bei vielen deutschen Worten, seltsam oder merkwürdig zum Beispiel.

 

Wie kam es eigentlich zur Namensgründung „Lisa Wars“ und was habt ihr Zwei Euch mit Lisa Wars noch für Ziele gesetzt?

Der Bandname LisaWars (pssst man schreibt es zusammen) hat sich aus einer kleinen Geschichte entwickelt. Wir waren 2002 auf einem Fest bei dem eine gewisse Lisa unachtsam mit einer Fackel einen  Baum in Brand setzte. Wir haben ein Lied darüber geschrieben, wem es interessiert hört einfach mal in „LisaWars“ rein. Ziele?, Weltherrschaft? Nein, hauptsächlich wollen wir in der nächsten Zeit wieder rauf auf die Bretter, ein bisschen Nonsens verbreiten und einfach eine gute Zeit haben.

 

 

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather:

Wie siehst Du die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Gothic- und artverwandten Szene(n)?

Es würde uns schon freuen wenn die Tendenz zum Kaspermuggentechno aufhören würde. Veränderung ist ja ganz gut und sicher auch hier und da erfrischend, aber muss es denn immer gleich der Auto-Scooter sein der für so vieles Pate steht.  

 

 



LisaWars 2

Welche Vor- und/oder Nachteile siehst Du in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Wir haben selbst eine Seite bei MySpace und LastFm und finden die Möglichkeiten der kostenlosen „Promo“ dadurch schon sehr gut. Leider ist es wie überall, je größer und voller alles wird, um so mehr verliert man auch den Überblick. Für Musikbesessene wie uns sind diese Plattformen natürlich toll, man kann fast täglich neue und spannende Band entdecken. Dafür Daumen hoch.

 

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

Eigentlich (Schleimer) haben wir bisher nur positive Erfahrungen gemacht, getreu dem Motto wer nichts erwartet kann nur überrascht werden. Einen der schönsten Momente hatten wir mit Plush Insane aus Berlin Backstage beim Trashcave-Festival, und unsere Tequila-Sause mit den prima Leuten von Enemy Nation vor unserem Auftritt in Leipzig (Viel Tequila, viel Spaß…)

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler!

Danke und viel Erfolg weiterhin, Ihr seit das Sprachrohr des Untergrunds!

 

visit: www.myspace.com/lisawars

 

 

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