Satyrnine

Ebenfalls ein Debüt liefern demnächst die Metaller SATYRNINE ab. Die Koblenzer Combo wird auf jenem Album feinsten Melodic Death veröffentlichen, welcher auch vor  Ausschweifungen in angrenzende Musikgebiete nicht halt macht, soviel sei nach den ersten Höreindrücken schon mal versprochen. Auch Satyrnine starteten einst als Soloprojekt, bevor das Ganze  zu einer gefestigten Band „ausuferte“. Wir freuen uns, dass sie sich inmitten der Produktion Zeit für folgendes Interview nahmen…

 
Dark Feather Ausgabe 9

Hallo Satyrnine, ebenfalls Euch ein herzliches willkommen beim Dark Feather! Stellt Euch doch zu Beginn bitte einmal kurz vor, wer bedient was bei Euch?

Kevin: Also ich bin der Kevin und bin für die Vocals und die dummen Sprüche zuständig. Oli und Chris teilen sich die Gitarrenarbeit, DC bedient den Tieftöner und Steffi sitzt hinter der Schießbude.

Satyrnine 1

Erste Eindrücke von Eurem Videotagebuch machen ja schon mal verdammt neugierig auf das was da kommt. Könnt Ihr schon mal n bisschen durchsickern lassen was die Hörer erwarten wird?

Kevin: Hmm... Eine gute Frage...
DC: Was vollkommen Einzigartiges!
Oli: Das beste Album, das wir je aufgenommen haben. :-)
DC:    Genau!
Chris: Nee, mal im Ernst: Wir haben das Rad nicht neu erfunden. Wir machen einfach das was uns persönlich am besten gefällt. Spaß an der Musik ist das Wichtiste dabei.

 

 

Um es aber auf den Punkt zu bringen, könnte man wohl am ehesten sagen, Melodic Death Metal der alten Schule, wobei wir textlich vorwiegend soziale und politische Themen aus dem aktuelle Weltgeschehen behandeln - keine Trolle,  Drachen oder andere abgrundtief böse Urviecher, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen...
Steffi: Ja. Bodenständigen Melodic Death Metal mit Viking- und Thrash-Metal-Elementen   und viel Liebe zum Detail.
Kevin:  Jepp.

Apropos Videotagebuch ... auch wenn die Idee nicht soo neu ist, so ist sie andererseits auch nicht unbedingt üblich. Noch dazu habt Ihr Eure Episoden meines Erachtens locker und interessant gestaltet, wie kam es denn überhaupt zur Idee?

Oli:        Die Idee kam uns aus einer Bierlaune im Proberaum.
Chris:  Eigentlich wollten wir erst einmal alles für uns persönlich dokumentieren.  Die Aufnahmen ziehen sich ja über einen gewissen Zeitraum und es passieren hier und da immer mal wieder Dinge, die man einfach festhalten möchte.
Steffi:     Die Entscheidung dann letztendlich alles bei Youtube hochzuladen und das Material zusammen zu schneiden hat sich dann einfach ergeben. Außerdem finde ich persönlich es sehr interessant, einer Band im Studio einfach mal über die Schultern zu schauen und die Menschen hinter der Musik ein wenig besser kennen zu lernen.

Wird es eine E.P. oder ein Full-Length Album?

DC:   Wir waren uns da zwar anfangs selbst nicht sicher, aber es wird definitiv ein Full-Lenght Album. Da genug Songmaterial vorhanden war, und wir die Aufnahme eines kompletten Albums ab einem gewissen Punkt als reizende Herausforderung angesehen haben, wurde uns schnell klar, dass wir mehr als nur 4 oder 5 Songs                          eintrümmern würden.
Oli:     Wir haben zum Glück ja auch den Vorteil, nicht auf ein externes Studio angewiesen zu sein und haben so gesehen „alle Zeit der Welt“, richtig intensiv an unserem Songs  zu schrauben.
Steffi:    Zumal sich eine CD-Pressung als E.P. ja eigentlich auch garnicht lohnt. Weder für uns, noch für die Leute die sich für unsere Musik interessieren.

Gibt’s schon ein Titel, den das Debüt tragen wird?

Chris:     Nein. Leider noch nicht. Wir haben ein paar Ideen und Ansätze, die thematisch ganz               passend sind, aber noch nichts wirklich Konkretes.
Kevin:       Und der Album-Titel soll ja auch noch in gewisser Weise mit dem Cover                                            harmonieren...
DC:      Genau.
Oli:       Aus diesem Grund arbeiten wir auch gerade mit verschiedenen Designer   zusammen, die uns in dieser Hinsicht ein wenig unter die Arme greifen. Denn wenn  man sich schon soviel Arbeit    mit den Aufnahmen macht, will man natürlich auch ein anständiges Cover haben.

Gegründet habt Ihr Euch 2005, gab es denn bisher schon mal irgendein Demo von Euch oder ist dies nun Euer erstes Lebenszeichen auf Tonträger?

Chris:       Das ist eine lange Geschichte.... Satyrnine gibt es namentlich zwar schon seit 2005,   allerdings nicht in Form einer Band. Ursprünglich war Satyrnine nur ein  Solo- Projekt, da die Gegend um Koblenz, was Musiker betrigfft, ziemlich karg ist. Ich war deshalb anfangs gezwungen, alleine mit einem Drumcomputer in meinem Studio zu                 musizieren. Es ist hier ziemlich schwer, Musiker zu finden, die wirklich Lust haben, ernsthaft Musik zu machen und diejenigen, die etwas mehr darunter verstehen,als ab und an mal „Krachmachen“ und sich im Proberaum besaufen, spielen meist schon in einer oder mehreren Bands. Bis Anfang 2006 ging das so, dann hat sich ein guter Freund von mir, der eigentlich eher aus der Rock-Ecke kommt, dazu entschieden, übergangsweise die zweite Gitarre zu übernehmen und wir haben zusammen mit anderen Freunden auch mal einen Gig gespielt. Alles in Allem aber  nichts wirklich Ernstes...
Nachdem dann Oli gegen Ende 2008 als Gitarrist hinzukam und wir merkten, dass wir sowohl menschlich, als auch musikalisch absolut auf einer Wellenlänge liegen, ging alles Schlag auf Schlag: Kevin kam hinzu, kurz darauf Steffi und letztendlich,  gegen Ende 2009, entschied sich dann DC die vakante Stelle am Bass zu besetzen.
Um aber auf deine ursprüngliche Frage zurück zu kommen: Es gab Aufnahmen, aber  sie wurden niemals in Form eines Demos veröffentlicht. Dies ist also sozusagen unser erstes „Lebenszeichen“.

 

Was wünscht sich Satyrnine für die weitere Zukunft?

Steffi:   Harmonie, Freundschaft, viele Gigs und das Kevin endlich lernt, sich zu                   benehmen :-)

Kevin:      Danke!

Steffi:       Bitte!


Satyrnine 2

Zum Abschluss die 3 Standardfragen vom Dark Feather: Wie seht Ihr die Entwicklung für Bands speziell in Subkulturen wie der Metal- und artverwandten Szene(n)?

Kevin:   Hmm... schwere Frage, aber falls du die Subkulturen an sich meinst, würde ich  sagen, dass alles vielfältiger wird. Die verschiedenen Stilrichtungen werden facettenreicher und auch Bands, die fernab des Mainstreams anzusiedeln sind, haben durch das Medium Internet die Chance, ihre Musik weltweit zu präsentieren und Gleichgesinnte zu erreichen.
Oli:   Finde ich auch. Man hat heutzutage einfach die Möglichkeit, eigene Musik zu publizieren. Auch ohne eine Plattenfirma im Rücken.

Welche Vor- und/oder Nachteile seht Ihr in großen Webcommunities wie z.B. myspace?

Oli:      Den entscheidensten Vorteil in Webcommunities sehe ich darin, dass man sehr    einfache und dennoch effektive Möglichkeiten hat, seine Musik zu präsentieren. Hinzu kommt noch, dass man viele andere Musiker kennenlernt und auch zum Teil   auf richtig gute Bands stößt, auf die man sonst  nie  aufmerksam geworden wäre.
DC:    Vor allen Dingen auf Youtube und Konsorten hat man ja die Möglichkeit, auch  kleineren Bands, beispielsweise während einer Tour, im Proberaum oder im Studio zuzuschauen. Diese Möglichkeit gab's ja bisher nur im Fernsehen. Und auch dort nur,   wenn eine Band berühmt genug ist, um einen Sender überhaupt zu interessieren.
Chris:   Ich finde Webcommunities auch super, wobei ich es allerdings schwer finde, anhand des enormen Musikangebots den Überblick nicht zu verlieren. Aber wie    gesagt, man lernt viele nette und interessante Leute kennen und hat die Möglichkeit,  sich mit anderen Musikern auszutauschen.
Steffi:     Uns gibt’s natürlich auch auf Myspace www.myspace.com/satyrninemetal und auf                   Youtube: www.youtube.com/satyrninemetal! Einfach mal reinschauen!

Was waren bei Euch die bisher positivsten, schrägsten und was die schlechtesten Erfahrungen in der Musikwelt?

DC:     Positiv finde ich, daß einem unter Musikern nie Gesprächsthemen ausgehen. Im  Metal erst recht nicht :-)
Steffi:     Was ich allerdings immer sehr scheiße finde, sind selbst ernannte Musik-Polizisten, die mit schlechter Laune und kritischem Blick desinteressiert vor der Bühne rumlungern und anderen einfach den Spaß verderben. Aber 'ne wirklich tolle Anekdote...
Chris:   Doch: Mir ist einmal eine Saite gerissen!
Oli:       Krass! Mir auch!!!
Kevin:   Tja... Das Leben ist kein Ponyhof.

Ich bedanke mich für dieses Interview, die letzten Worte gehören dem Künstler! :

Kevin:      Erstmal vielen Dank für das von dir entgegengebrachte Interesse.
Oli:      Ja. Vielen Dank für dieses Interview und falls wir mal in deiner Nähe spielen sollten,  schau doch einfach mal auf'n Bier vorbei. Wird bestimmt richtig spaßig!

 

 

visit: www.satyrnine.de

 

 

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